Ökumene

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unseren evangelischen Schwestern und Brüdern in Christus.

Weltgebetstag 2021

Worauf bauen wir?

So ist der Titel des diesjährigen ökumenischen Weltgebetstages. Frauen aus Vanuatu haben die Gottesdienstordnung vorbereitet. Da auf Grund der Coronavirus-Pandemie ein Gottesdienst nicht möglich war, entstand die Idee der „offenen Kirche“.

Am Weltgebetstag wurde die ev. Kirche in Assenheim von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. Jede*r Interessierte hatte die Möglichkeit, sich auf vier Stellwänden dem Land und den Frauen von Vanuatu zu nähern.

Thematisch beschäftigten sich die Wände mit der Schönheit der Inseln aber auch ihrer Bedrohung durch dem Klimawandel, den Frauen in Vanuatu, dem Thema des Weltgebetstages „Worauf bauen wir?“ und dem Titelbild der Künstlerin Juliette Pita. 

Das farbenfrohe Titelbild zeigt eine Mutter, die sich schützend über ihr kleines Kind beugt. Bedroht durch den Zyklon Pam, der viele Tote gefordert hat und doch voller Zuversicht.

Vanuatu ist ein Staat im Pazifischen Ozean, er besteht aus 83 Inseln mit traumhaften Stränden, bunten Korallenriffen, klaren Wasserfällen und aktiven Vulkanen. Aber es gibt auch noch eine anderen Seite. Vanuatu ist weltweit am stärksten vom Klimawandel bedroht.

Für die Frauen ist Vanuatu alles andere als ein Paradies. Hier herrscht eine traditionelle Rollenverteilung, es gibt eine extrem hohe Gewaltrate innerhalb der Familie und sie haben kaum Mitsprache, im Parlament sind keine Frauen vertreten.

Die Stellwand „Worauf bauen wir?“ greift die diesjährige Liturgie auf.  Was ist unser Fundament? Am Ende der Bergpredigt (Mt 7, 24-27), in der es darum geht, wie wir weise in unserer Welt leben und handeln können, hören wir das Gleichnis vom Hausbau. Wir sollen unser Haus auf Fels bauen.

Die Frauen in Vanuatu formulieren Jesu Botschaft für ein verantwortliches Miteinander wie folgt:

Stehen wir auf und gründen unser Zuhause, unsere Nationen und unsere Welt auf die Worte Jesus:

Tut anderen das, was ihr selbst wollt, dass man euch tut.

Das ist unser Fundament und sicherer Grund.

Ergänzt wurde dies durch einen thematisch gestalteten Altar und verschiedenen landestypischen Musikinstrumenten, mit der die Besucher exotische Klänge entstehen lassen konnten. Eine Schale mit Sand lud zur Sandmalerei ein. All diese Dinge wurden von den Besuchern eifrig genutzt.

Die Resonanz auf diese Art des Weltgebetstages war so groß, dass die Kirche am nächsten Tag spontan nochmal geöffnet wurde.