„Wir lieben Gärten“

Marga und Wolfram Kuhfus engagieren sich beim Kirchenauftritt der Landesgartenschau in Gießen

Sie hoffen auf gute Gespräche: Marga und Wolfram Kuhfus sind sehr angetan von der „Lichtkirche“. (c) Kirchenzeitung (Ersteller: Kirchenzeitung)
Sie hoffen auf gute Gespräche: Marga und Wolfram Kuhfus sind sehr angetan von der „Lichtkirche“.
Datum:
Mi 14. Mai 2014
Von:
Internet-Redaktion Mainz
Eine Kirche im Grünen. Ganz durchscheinend. Lichterfüllt. Zugänglich für alle. So präsentieren sich die katholische und evangelische Kirche auf der Landesgartenschau in Gießen, gemeinsam. Mit dabei im Team der Ehrenamtlichen rund um die „Lichtkirche": das Ehepaar Kuhfus aus Pohlheim.

Wolfram Kuhfus stellt etwas klar: „Wir stürzen uns hier nicht wie die Geier auf die Leute, um denen was von Kirche und von Gott zu erzählen." Das Team der Ehrenamtlichen, 120 Christen, hat vier Schulungen durchlaufen, inklusive Rollenspielen. Da sein, aufmerksam sein, ansprechbar sein: Ja. Penetrant sein, sich aufdrängen, stören: Nein. So haben sie es gelernt, und so sehen es Marga und Wolfram Kuhfus auch.

Sie sind „Vollblut-Laien", waren sehr aktiv in ihrer Gemeinde St. Martin in Pohlheim und sind es noch mit 74 Jahren. Bei der Gartenschau wollen sie die Kirche „nach außen bringen und Farbe bekennen". Beide sind in hellblau gekleidet, auf Hemd und Bluse das Logo der „Lichtkirche". Darunter der Schriftzug; evangelisch - katholisch. Dass sich zwei evangelische Landeskirchen und die katholische Kirche zusammengetan haben für die 163 Tage der Landesgartenschau, hat das Ehepaar bewogen, mitzumachen. Ökumene finden Marga und Wolfram Kuhfus gut.

Früher haben sie an der Gießener Wieseckaue, heute Herzstück der Landesgartenschau, im Hochhaus gewohnt. Marga Kuhfus ging mit ihren Kindern durch die Aue zum Kindergarten. Zuerst hatte sie Bedenken gegen die Gartenschau, weil es hieß, dafür müssten viele Bäume fallen. Heute sieht sie das anders: „Die Stadt wird attraktiver. Hier wird was investiert." Und der Ort für dieses sommerliche Ehrenamt gefällt ihr: „Wenn ich mich hier umschaue - was für eine Pracht! Wir lieben Gärten!"

Direkt an der Lichtkirche wachsen dunkelviolette Tulpen unter den Bäumen. Wo die Glockengeläutet werden, blühen zartgelbe Narzissen. In der Lichtkirche floristische Hingucker. Aber für Wolfram Kuhfus ist das Beste der offene Blick durch den Giebel, geschmückt mit einem gläsernen Kreuz, der Blick in die grünen Bäume. „Diese Kirche ist nicht romanisch, nicht gotisch, das ist eine Kirche, die in die Natur passt", lobt er die Lichtkirche. „Hier kann man meditieren, hier kann man Rosenkranz beten." Viele Menschen meinen, dass sie in der Natur näher an Gott sind als in einer Kirche. Wolfram Kuhfus fühlt sich hier jedenfalls nicht weiter weg von Gott.

(Von Ruth Lehnen)

Den ganzen Beitrag mit weiteren Informationen zum Kirchenengagement auf der Landesgartenschau in Gießen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "Glaube und Leben"

In der Ausgabe „Glaube und Leben" Nr. 20 vom 18. Mai 2014 lesen Sie außerdem:

• Vater unser im Himmel: Junge Fotografen rücken ein Gebet ins Bild

• Sagen, was nicht in Ordnung ist: Seit 50 Jahren KAB in Rüsselsheim

• Viel zu geben: 50 Jahre Katholisches Bildungswerk im Bistum

• „Gott pensioniert nicht": Annemarie Hellmeister lässt sich nicht unterkriegen

• Wegweiser fürs Leben: Neues Wegekreuz in Westhofen

• Den Glauben in der Muttersprache ausdrücken: Bibelkreis auf Spanisch in Darmstadt

• „... aus dem rechten Glauben": Kardinal Müller und die Befreiungstheologie

• Lebensbilder: „In Farbe leben" - Simone Husemann zu Bildern von Eberhard Münch

• Feuer fürs Mittelalter gefangen: Michael Oberweis entziffert alte Inschriften

• Rezepte nach Markus 6,37: Polenta-Aufstrich

• Was'n Klick: Der Papst im Heiligen Land

• Was, wann, wo: Die Termine im Bistum Mainz

Und das lesen Sie im überregionalen Teil:

-  Weltkirche: Der Papst fährt ins Heilige Land

- Gesellschaft: Aufruf der Kirchen zur Europa-Wahl

- Ökumene: Der Patriarch der Orthodoxen besucht Deutschland

- Werkstatt: Europa und die Christen

- Evangelium: Wie motiviert man Christen heute?

- Medien: „gerne-katholisch.de"

- Serie: „Anno Domini"

 

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