St. Josephshaus Kinder- und Jugendhilfezentrum gGmbH:„Wir schreiben Eure Namen“ – Gemeinsam erinnern


Nach einer musikalischen Eröffnung begrüßte der stellvertretende Bürgermeister, Herr Grimm, die Anwesenden. In seinen Worten wurde deutlich, welche Bedeutung das Projekt für Klein-Zimmern hat: Die Namen der Menschen, die als Zwangsarbeiter nach Klein-Zimmern kamen und hier ums Leben kamen, finden hier nun einen festen Platz im Erinnern.
Anschließend wurde auf die Entstehung und die vielen gemeinsamen Schritte des Projekts zurückgeblickt. Dabei wurde das Engagement der St. Josephshaus Kinder- und Jugendhilfe gGmbH ausdrücklich gewürdigt. Herr Luft, Ltd. Schulamtsdirektor i. R. und stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbundes, bedankte sich für unsere Kooperation. Auch Frau Krause, Landesgeschäftsführerin des Volksbundes, sprach bei der Übergabe der Namensziegel an die Projektpartner noch einmal ihren Dank für die gemeinsame Arbeit aus.
Ein wichtiger Teil unseres Beitrags war die Herstellung der Tonziegel. Gebrannt und gestaltet wurden die Tafeln von Dina Rautenberg, Kunsttherapeutin in der St. Josephshaus Kinder- und Jugendhilfe gGmbH. Insgesamt entstanden 379 Tafeln, die Teil der neuen Gedenkstele werden. Aus dem Werkstoff Ton ist so etwas Dauerhaftes entstanden, das nun dazu beiträgt, die Namen der Verstorbenen zu bewahren.
Auch die Schüler:innen der Bischof-Ketteler-Schule und fünf weiterer Schulen haben sich intensiv mit dem Schicksal der Zwangsarbeiter beschäftigt. Sie setzten sich mit den persönlichen Geschichten der Menschen auseinander und gestalteten anschließend Tonziegel, in die Namen und Daten eingraviert wurden.
Zum Abschluss wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihre Gedanken zu Krieg und Frieden auf ausgeschnittenen Ginkgoblättern festzuhalten.
Für das St. Josephshaus war das Projekt ein wichtiger Teil des Erinnerns an die Geschichte des Hauses. „Wir schreiben Eure Namen“ gedenkt der Menschen, die an diesem Ort während der Nazizeit ums Leben gekommen sind.