Schmuckband Kreuzgang

Donnerstag: "... dass es zur Freude wird, den Willen Gottes zu erfüllen"

Erfüllung und Sinn für mein Leben

Do 28. Mai 2020
Pfr. Walter Mückstein

Aus der Tagesliturgie:

"Wir bitten dich, Herr unser Gott, 
der Heilige Geist erfülle uns mit dem Reichtum seiner Gaben.
Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt,
damit wir deinem Willen immer mehr entsprechen."  (Oration)

Anregung:

In den Exerzitien geht es laut Ignatius von Loyola darum „den göttlichen Willen in der Einstellung des eigenen Lebens zum Heil der Seele zu suchen und zu finden.“ Dahinter steht die Überzeugung: Im Einklang mit dem Willen Gottes finde ich Erfüllung und Sinn für mein Leben. 

Kardinal Volk, der Namenspatron unseres Hauses, hat es einmal so ausgedrückt:

„Es ist wichtig, dass es zur Freude wird, den Willen Gottes zu erfüllen. Das können wir tun in der Überzeugung, dass wir es mit uns nicht besser meinen können als Gott. Auch wenn uns Gott seinen Heilsplan für uns nicht mitliefert, auch wenn Gott uns nicht erklärt, warum und wozu es uns so ergeht, wie es uns ergeht, können wir doch auf Gott viel mehr vertrauen als auf uns.“[i]

Mich besinnen:

  • Was verbinde ich mit "Wille Gottes":
    Verheißung von gelungenem Leben -
    oder eher Angst vor Fremdbestimmung und unerfreulichen Ereignissen?
  • Kann ich erbitten, "dass es mir zur Freude wird, den Willen Gottes zu erfüllen"?
  • Was schwingt auf diesem Hintergrund für mich mit, wenn ich im Vaterunser bete:
    'Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden'?

Impuls

Wir haben unsere Impulse der vergangenen Wochen Alltags-Exerzitien genannt.  Damit hatten sie durchaus den Sinn, Ihnen bei der Suche und dem Finden des göttlichen Willens zu helfen. Wenn Sie nun gegen Ende schon einmal zurückblicken: Haben Sie etwas vom Lebenswillen Gottes für Sie - auch und gerade in der Krisenzeit - entdecken können? 

Sprechen Sie mit Gott/Jesus darüber wie mit einem guten Freund, einer lieben Freundin.

[i] Hermann Kardinal Volk, Erneuert euren Geist und Sinn. Exerzitien nach dem Epheserbrief. Freiburg im Brsg. 1988, Seite 150