Schmuckband Kreuzgang

Donnerstag: Ehre, die von Gott kommt

Gottvertrauen kann innere Freiheit schenken

Do 26. Mär 2020
Pfr. Walter Mückstein

Aus dem Tagesevangelium:

"Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander annehmt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?" (Joh 5,44)

Anregung

Jesus hatte am Sabbat einen Blinden geheilt und in der darauf folgenden Auseinandersetzung Gott seinen Vater genannt. (Vgl. Evangelium und Impuls vom 4. Fastensonntag). Das haben ihm die führenden Juden sehr übel genommen, und sie wollten ihn dafür sogar umbringen. Dieser Mensch konnte nach ihrer Überzeugung nicht von Gott kommen; an so einen kann und darf man ihrer Meinung nach nicht glauben. Dem entgegnet Jesus mit den oben zitierten Worten.

Mich besinnen

Kann ich daran glauben, dass ich bei Gott ein hohes Ansehen habe, dass er mir Tag für Tag seine Anerkennung schenkt und mich ehrt - nur um meiner selbst willen?

Habe ich gelernt, mir Anerkennung und Ehre immer wieder selbst verdienen zu müssen durch Leistung und/oder Wohlverhalten?

Bei allem berechtigtem Wunsch nach Anerkennung: Fühle ich mich manchmal abhängig vom Lob der anderen? Könnte mir tieferes Vertrauen in die Ehre, die von Gott kommt, eine größere innere Freiheit schenken?

Impuls

Schenken Sie heute einem anderen Menschen Ihre Anerkennung - und fügen Sie an, dass Gott noch viel größere Stücke auf ihn/sie hält.