Schmuckband Kreuzgang

Freitag: Noch Fragen?

In der Begegnung mir Jesus auf Antwort hoffen

Fr 22. Mai 2020
Pfr. Walter Mückstein

Aus dem Tagesevangelium: 

"Ihr seid jetzt bekümmert, aber ich werde euch wieder sehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude. An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen."  (Joh 16,22-23a)

Anregung

Auf die Evangelientexte dieser Tage können wir aus zwei Perspektiven schauen:

Verortet sind sie in den Abschiedsreden. Jesus nimmt vor seinem gewaltsamen Tod Abschied von seinen Jüngern. Er will sie auf das vorbereiten, was kommt. Er will sie aber auch trösten und ermutigen. Die Jünger haben in dieser Situation viele Fragen: Wie soll das alles weitergehen? Werden sich dann endlich die Hoffnungen erfüllen, die Jesus ihnen gemacht hat? Oder endet alles im Chaos? ...

Geschrieben aber sind diese Texte für Menschen gut 70 Jahre später. Sie haben Jesus nicht persönlich gekannt. Sie haben sein Ende nicht miterleben müssen. Sie glauben an die Auferstehung Jesu und erwarten seine baldige Wiederkunft. Aber die lässt auf sich warten. Auch das ruft eine Menge Fragen hervor. Geschrieben sind sie aber auch für uns. Und was ist mit unseren Fragen?

In der wirklichen Begegnung mit ihm - sagt Jesus - kommen alle Fragen an ein Ende.

Mich besinnen

  • Welche Fragen habe ich im Blick auf mein Leben, mein persönliches Umfeld, die Welt in der wir leben? 
  • Was beunruhigt oder ängstigt mich? Worauf hoffe ich? 
    Was verstehe ich nicht und möchte doch einen Sinn darin erkennen?
  • Wenn ich die Gelegenheit hätte: Was von alldem würde ich Jesus gerne fragen?
  • Habe ich schon erfahren, dass sich im Gebet, in der persönlichen Begegnung mit Jesus Fragen geklärt oder sogar erübrigt haben?

Impuls

Bringen Sie Ihre aktuellen Fragen ins Gebet oder schreiben Sie Jesus einen Brief. Trauen Sie sich, alles zu fragen, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Erinnern Sie sich aber auch Antworten, die Sie schon erhalten haben, und danken Sie dafür.