Schmuckband Kreuzgang

Freitag nach Ostern: Jesus ist da

Mitten unter uns im Alltag

Brot und Fisch (c) WM
Brot und Fisch
Fr 17. Apr 2020
Martina Patenge

Aus dem Tagesevangelium:

Jesus ist nicht mehr bei ihnen. Was sollen die Jünger jetzt machen? Also gehen sie wieder ihrer Arbeit nach und fahren zum Fischen. Mit dem ganzen Risiko, das dieser Beruf mit sich bringt. Manchmal fangen sie nichts. Doch nach einer solchen vergeblichen Nacht steht Jesus morgens am Ufer, schickt sie noch einmal zurück aufs Wasser. Am hellen Morgen? Sie wissen, dass das nichts bringt. Sie sind die Fachleute! Doch sie machen den Fang ihres Lebens.

„Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit einhundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.“ (Joh 21, 9-14)

Anregung

Die Jünger gehen ihren alltäglichen Aufgaben nach – und da, genau da steht Jesus am Ufer. Es ist eine, wenn nicht die wichtigste Lehrstunde für die Jünger, und sie ist es auch für uns: Der Auferstandene ist im Alltag mit uns. Besonders auch in dem Alltäglichen, das uns Mühe macht, Kraft kostet, Schlaf raubt, vielleicht auch danebengeht.

Und noch etwas lernen die Jünger und wir mit ihnen: Ein Netz voller Fische ist ein Segen!  Wenn Jesus das Mahl mit uns teilt, wird auch die Seele satt.

Zur Zeit können die meisten von uns nicht an der Eucharistie teilnehmen. Aber wo wir unser Leben und die Mahlzeiten mit anderen teilen, und sei es nur in Gedanken verbunden mit anderen, ist ER dabei. Auch und gerade dann, wenn das Alleinsein sehr schmerzlich ist.

Mich besinnen

  • Derzeit ist der Alltag der meisten Menschen durch die Corona-Krise eingeschränkt und verändert. Vielleicht ist mir Jesus in diesen Tagen besonders nah – vielleicht leider gerade gar nicht?
  • Ich schaue auf Jesus. Er steht am Ufer und sieht seinen Freunden bei der Arbeit zu. Ich stelle mir vor, wie er auch mir bei meinem Alltag zusieht.
  • Was könnte er zu mir sagen?
  • Und was mache ich draus?

Impuls

Ob Sie heute Spazierengehen, die Wohnung putzen, ihrer Erwerbsarbeit nachgehen, oder ob sie voller Sorgen Ihren Konto-Auszug betrachten oder sich schmerzlich nach ihren Liebsten sehnen, die sie gerade nicht besuchen können: stellen Sie sich immer wieder vor, Jesus steht dabei und schaut Ihnen zu! Und er bietet Ihnen an: Komm, und iss! Komm, und fühle, dass ich bei Dir bin und Dich nähre!