Schmuckband Kreuzgang

Gott schenkt uns durch Jesus gelingendes und ewiges Leben

Datum:
So. 14. März 2021
Von:
Pfr. Walter Mückstein
Aus der TagesLesung
"Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt - nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann. Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten." (Eph 2,8-10)
Aus dem Tagesevangelium
"Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." (Joh 3,16)

Anregung
"Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?"  Wahrscheinlich kennen Sie diese Frage eines Mannes, die uns Markus und Lukas überliefert haben. (Mk 10,17; Lk 18,18) Und wahrscheinlich ist ihnen diese Frage auch im Blick auf Ihr eigenes Leben vertraut. Es muss ja dabei nicht erst um das ewige Leben gehen. Bekanntlich gibt es auch ein Leben vor dem Tod. Und das, so wünschen wir es uns, möge erfüllt, sinnvoll und glücklich sein.
Was also müssen wir, was muss vor allem ICH tun, um das Leben zu gewinnen? Besagter Mann soll zunächst einmal die Gebote halten. Das, so sagt er, sei für ihn selbstverständlich. Was noch? Alles verkaufen, das Geld den Armen geben und dann Jesus nachfolgen! Puh - das ist zu viel verlangt. Der Mann fühlt sich überfordert und geht traurig weg.
Ich bringe diese Erzählung zusätzlich zu den heutigen Texten ins Spiel, weil sie uns helfen kann, die Botschaft dieses Sonntags besser zu verstehen. Und weil ich in zahlreichen Gesprächen immer wieder mit beidem konfrontiert werde: mit der Frage nach gelingendem Leben und mit der notorischen Überforderung vieler Menschen guten Willens. Sie haben eine tiefsitzende Angst, immer noch nicht genug (für andere und für ihr eigenes Seelenheil) getan zu haben. Das kann Druck machen und Stress.
Im Anschluss an die Begegnung mit dem o.g. Mann kommt es zu einem herausfordernden Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern. Die "aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich." (Mk 10,26-27)
Und damit sind wir wieder bei unseren heutigen Texten. Sie zeigen uns, wie Gott das möglich macht, was für uns Menschen überfordernd, ja schier unmöglich ist: Er schenkt uns seinen Sohn, der uns durch seine Botschaft und seine Lebenshingabe von allen unnötigen Ängsten und dem damit verbundenen Leistungsdruck befreit hat und immer wieder neu befreien will. Wir brauchen dazu "nur" an ihn zu glauben. Das heißt: uns ihm anvertrauen und uns darauf verlassen, dass wir durch ihn gerettet sind. Er schenkt uns gelingendes Leben - hier und jetzt und über unseren irdischen Tod hinaus..
Was es dazu Gutes zu tun gibt, darum müssen wir uns nicht sorgen. Wir brauchen nur das zu entfalten - so sagt es uns der Epheserbrief - was Gott von Anfang an in jede und jeden einzelnen von uns hineingelegt hat. Damit können wir unser Leben gestalten. 
Wenn das kein Grund zur Freude ist: Laetare!

Impuls
Bitten Sie Gott, dass er Sie Tag für Tag immer wieder neu und aktuell entdecken lässt, welches Potential für ein gelingendes Lebens in Ihnen steckt. Und dass er Ihnen hilft, Ihr ganz alltägliches Leben aus diesen Möglichkeiten heraus zu gestalten.

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