Schmuckband Kreuzgang

Gottes geliebtes Kind

Ich bin genau so gewollt, wie ich bin

Datum:
So. 3. Jan. 2021
Von:
Dr. Bernhard Deister
Aus der Tageslesung
Der Prophet Jesus Sirach besingt Gottes Wohnen bei seinem Volk. In Seinem Wort und Seiner Weisheit schenkt er dem Volk Israel, aber auch der ganzen Welt, sein Heil. Er schenkt der Geschichte Verlässlichkeit und den Menschen Zukunft und Bestand.
Vor der Ewigkeit, von Anfang an, hat er mich erschaffen
und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht...…    
 (Jesus Sirach 24,9)
Anregung
Auch der Johannesprolog, den wir heute wieder im Evangelium hören, und Paulus in seinem Gruß an die Epheser sprechen davon: Wir sind Gottes geliebte Kinder!
Jesus ist das menschgewordene Wort Gottes, das uns diese bedingungslose Liebe zuspricht und sie konkret erfahrbar werden lässt: im Essen mit den Sündern, im Berühren der Aussätzigen, im Sterben mit den Verbrechern, in der Auferstehung. Was seine Menschwerdung zeigt, gilt uns allen: Von Ewigkeit her sind wir von Gott gewollt und geschaffen und bis in Ewigkeit hin vergehe ich nicht.
Die Corona-Pandemie konfrontiert uns mit unserer Verletzlichkeit – ein Virus legt so viel lahm und immer noch sterben viel zu viele Menschen an ihm, obwohl wir doch so viele Regelungen und Begrenzungen zum Schutz auf uns genommen haben. Sie lässt uns aber auch fragen, was uns und unsere Beziehungen denn im Tiefsten trägt und was die wirklichen Werte in unserem Leben und Miteinander sind.
Jesus Sirach erinnert uns da an unseren Ursprung: Wir sind von Gott gewollt und getragen, so wie wir sind – über jeden Tod und jede Begrenzung hinaus sind wir Seine geliebten Kinder!
Mich besinnen
  • Ich bin von Gott von Ewigkeit her so gewollt, wie ich bin – welche Gefühle und Resonanzen löst diese Zusage in mir aus?
  • Wo habe ich in meinem Leben, in dieser Advents- und Weihnachtszeit, in den Exerzitien im Alltag Erfahrungen dieser Liebe gemacht? Wo habe ich den Zuspruch gehört/gespürt: Du bist mein geliebtes Kind?
  • Gott verheißt mir ein Getragen sein in alle Ewigkeit – welche Zukunftssorgen habe ich – will/kann ich sie Gott anvertrauen? Verändert Sein Zuspruch etwas in mir?
Impuls
Stellen Sie sich heute doch ein paar Minuten vor einen Spiegel und betrachten Sie Gottes geliebtes Kind darin. Wenn es Ihnen hilft, wiederholen Sie dabei oder einfach immer wieder einmal an diesem Sonntag den Zuspruch Gottes: „Ich bin Dein geliebtes Kind!“
Zur Vertiefung
"Das Licht der Hoffnung erkennen mit den Augen des Herzens"
Predigt von Pfr. Walter Mückstein