Schmuckband Kreuzgang

Impuls aus den Tagestexten

Datum:
Di. 23. Feb. 2021
Von:
Pfr. Walter Mückstein
Nicht zu viele Worte machen
Aus dem Tagesevangelium
"Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet." (Mt 6,7-8)
Anregung
Kurz und knackig gibt Jesus hier einen wichtigen Hinweis für unser Beten. Das nachfolgende "Vaterunser" ist bei allen Christ*innen angekommen und angenommen. Die dazu hinführende Einleitung leider nicht. "Viel hilft viel"! Diese fast immer irrige Annahme wird häufig auch auf's Beten angewendet. Wenn ich allein an viele Vorlagen für die Fürbitten denke: Was wird da Gott nicht alles lang und breit erklärt. Und dann wird ihm auch gleich noch mitgeteilt, wie er alle ihm vorgetragenen Probleme nun zu lösen habe. Wenn ich die Worte Jesu ernst nehme, ist das ein heidnisches Ritual mitten in der Heiligen Messe. Welche innere Haltung wird dabei deutlich? Ist es wirklich so schwer, darauf zu vertauen, dass Gott weiß, was wir brauchen?
Zum Nachsinnen
  • Wie passen die Mahnung Jesu und meine Gebetspraxis zusammen?
  • Meine ich (gelegentlich), viele Worte machen zu müssen, um von Gott gehört und beachtet zu werden?
  • Kann ich darauf vertrauen / bin ich bereit, mich darauf zu verlassen, dass Gott weiß, was ich brauche, noch ehe ich ihn bitte?
  • Ist das Vaterunser zu meinem ganz persönlichen Gebet geworden -
    oder bete ich es eher aus Gewohnheit oder weil es halt irgendwie dazu gehört?
  • Was wünsche und ersehne ich im Blick auf mein alltägliches Beten?
Zur Vertiefung
Das Vaterunser hören in der meditativen Fassung von Arvo Pärt
und/ oder nur die Melodie hören und dazu das Vaterunser meditativ beten