Schmuckband Kreuzgang

Mittwoch: Von seiner Art

In Gott leben und sein

Mi 20. Mai 2020
Martina Patenge

Aus der Tageslesung:

Paulus macht das sehr geschickt: er knüpft an die in Athen vorhandenen Heiligtümer an und spricht dann von seinem Gott. Steilvorlage bildet das Heiligtum, das „einem unbekannten Gott“ gewidmet ist: „Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.“ Ganz schön selbstbewusst!

Und dann legt er sein neues Gottesbild vor: „ER, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Gott hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne…Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, …Wir sind von seiner Art.“ (vgl. Apg 17, 26-28)

Anregung

Der Gott Jesu Christi ist gleichzeitig ein unbekannter und ein bekannter Gott! Wir dürfen und können uns kein Bildnis machen. Da wir aber nicht anders als in Bildern denken können, müssen wir bereit sein, immer wieder von den Bildern abzurücken, die Menschen für Gott finden.

Dennoch erfahren wir von Gott und können ihm begegnen: Er hat alles geschaffen. Er hat sich in Jesus Christus bekannt gemacht. Und er beflügelt uns in der Kraft Gottes, dem Heiligen Geist.

Außerdem sind wir Menschen von Gottes Art. Größer geht es nicht!

Mich besinnen

  • „Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten“. - Suche ich Gott wirklich? Bin ich offen für neue Entdeckungen? Oder gebe ich mich mit dem zufrieden, was ich irgendwann einmal über Gott gelernt habe?
  • „Keinem von uns ist er fern.“  - Ich spüre nach, wo und wie ich Gottes Nähe schon gefunden habe und finde. Oder vermisse ich diese Nähe, habe sie verloren, suche sie vergebens?
  • „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.“ - Das könnte die Grundmelodie meines Lebens sein.
  • „Wir sind von seiner Art.“ – Nicht nur ich selbst, sondern jede und jeder ist von Gottes Art, der/die mir begegnet!

Impuls

Machen Sie sich bei Ihren Begegnungen heute immer wieder bewusst, dass der/die andere „von Gottes Art“ ist, genau wie Sie selbst!