Schmuckband Kreuzgang

Wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist

Datum:
Do. 4. März 2021
Von:
Pfr. Walter Mückstein
Aus der Tageslesung
"Gesegnet der Mensch, der auf den HERRN vertraut und dessen Hoffnung der HERR ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und zum Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, er hört nicht auf, Frucht zu tragen." (Jer 17,7-8)

Anregung
Sind Sie resilient? Vielleicht haben Sie sich schon intensiv mit Ihrer ganz persönlichen Resilienz auseinandergesetzt. Vielleicht hören Sie diesen Begriff auch zum ersten Mal. Oder Sie fragen sich, was das mit Ihnen zu tun haben soll. 
In Wikipedia findet sich folgende Definition:

"Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) ist der Prozess, in dem Personen auf Herausforderungen und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren. ... Resilienz kann einen wichtigen Beitrag zur Fähigkeit eines Einzelnen leisten, sich zu erholen oder auf Herausforderungen und Veränderung zu reagieren. …

In der Medizin bezeichnet Resilienz auch die Aufrechterhaltung bzw. rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensumständen und wird als Ergebnis der Anpassung an Stressoren definiert.

Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit (Vulnerabilität)." 

So kann man das sicher korrekt beschreiben. Der Prophet Jeremia bietet uns heute eine - wie ich meine - schönere und bildhafte Beschreibung an. Bei ihm klingt das ganz einfach: Gottvertrauen schenkt Resilienz.
Und auch das Gegenteil, die Verwundbarkeit,  ist in unserer Tageslesung beschrieben:
"Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt." (Jer 17,5-6).

Zum Nachsinnen
  • Wo, wie, wodurch ... erlebe ich derzeit Herausforderungen, Veränderungen und Stress? Was trägt die Corona-Situation dazu bei?
  • Was hilft mir, mit all dem umzugehen?
    Habe ich Zugang zu meinen inneren Quellen und Stärken?
  • Oder fühle ich mich oft überfordert, der Situation ohnmächtig ausgeliefert, allein gelassen...?
  • Wie steht es um mein Gottvertrauen?
    • Ist es stark oder eher schwach?
    • Wo und wie hat es mir im Laufe meines Lebens / ganz aktuell geholfen?
    • War ich da oder dort aber auch von Gott enttäuscht?
    • Wodurch könnte es evtl. wachsen und gestärkt werden?
Impuls
Versuchen Sie heute einmal ganz bewusst Ihre inneren Kräfte zu erspüren und bei Bedarf einzusetzen.
Kommen Sie mit Gott/Jesus darüber ins Gespräch.
Zum Nachklingen lassen
"Alle meine Quellen entspringen in dir"