Frage: Was genau machen Sie in Myanmar?
Gille: Mehrere Aktive des St. Lazarus-Fonds und Helfer vor Ort haben in einer Lepra-Kolonie, die von 800 Leprakranken und ihren Angehörigen bewohnt wird, die Durchführung eines größeren Projekts zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung geplant. Damit soll die Unabhängigkeit der Kolonie von teuren Lebensmittelankäufen erreicht werden. Spendengelder in Höhe von circa 80 000 Dollar sollen investiert werden.
Seit wann gibt es den Verein St. Lazarus?
Der St. Lazarus-Fonds Europa mit Sitz in Königstein wurde vor 14 Jahren als Schwesterorganisation der schon seit 1950 bestehenden St. Lazarus-Organisation in Korea gegründet. Es wurden bereits gezielt Projekte für Lepra-Kranke im Südsudan, in Sambia und Vietnam unterstützt - aktuell in Myanmar St. Joseph in Loilem.
Das alles kostet Geld ...
Unser Verein in Deutschland hat nur wenige Mitglieder, die sich alle aktiv um die Gewinnung von
Sponsoren und Spendern bemühen. Neben den vielen kleineren Spenden gelingt es uns glücklicherweise öfters, auch größere Sponsorengelder bei Einzelpersonen oder Unternehmen zu generieren. Wir freuen uns aber über jede Zuwendung. Weltweit erkranken jährlich 200 000 Menschen neu an Lepra, die eigentlich sehr gut behandelt werden kann.
Für den 23. Januar planen Sie eine große Benefizveranstaltung in Frankfurt. Auf dem Programm steht die Verdi-Oper Don Carlo. Wie kam es dazu?
Der große Erfolg mit der Oper „Die Hochzeit des Figaro" 2013 und die sehr gute Kooperation mit den Verantwortlichen der Städtischen Bühnen waren für uns Anlass, erneut auf diesem Wege die Arbeit des St. Lazarus-Fonds voranzubringen. Wir hoffen auf ein ausverkauftes Haus. Der Gewinn des Kartenverkaufs und die zusätzlichen Spendengelder kommen direkt dem Hilfsprojekt in Myanmar zugute.
Fragen: Bernhard Perrefort
Info im Internet: www.lazarus-fonds.com