Der Pastorale Weg im Bistum Mainz – worum geht es?

Liebe Gemeindemitglieder,
Bischof Peter Kohlgraf stellte uns allen im Bistum Mainz eine zentrale Frage: Wie sollen und können wir heute und in Zukunft unser Christsein leben?
Diese Frage lässt sich sicher nicht spontan und direkt beantworten. Deshalb lädt uns Bischof Kohlgraf ein, auf dem „Pastoralen Weg“ gemeinsam Antworten auf diese Frage zu finden.

Der Pastorale Weg steht unter dem Motto „Eine Kirche, die teilt“! Unser Bistumspatron St. Martin hat uns ein Beispiel gegeben, an das wir uns bis heute erinnern: TEILEN! Wir können alles teilen: Das Leben der Menschen, den Glauben, die Ressourcen der Kirche und auch die gemeinsame Verantwortung als getaufte Christen.

Am Beginn des Wegs steht eine inhaltliche Neuorientierung, für die Bischof Kohlgraf einige Fragen neu stellt:

 

  • Was brauchen die Menschen heute von der Kirche?
  • Wie gelingt es uns, die Botschaft des Evangeliums mit den vielen Menschen ins Gespräch zu bringen?
  • Warum und wie wollen wir heute die Kirche Jesu Christi sein?
  • Worin besteht heute der Auftrag Gottes an uns? Wie werden wir ihm gerecht?
 
Bischof Peter nimmt uns mit auf den Weg. Uns – das sind rund 72.960 Katholiken in 303 Seelsorgestellen, die wiederum in 20 Dekanate gegliedert sind. 
Wir gehen gemeinsam los! Jeder Mensch, der sich auf den Weg macht, verändert sich! Nach der inhaltlichen Orientierung in den Pfarreien müssen auch die Strukturen angepasst werden.
Die bisher bestehenden Pfarreien werden zu neuen, größeren Pfarreien fusionieren. 
Die Pfarrgemeinden bleiben aber als Gemeinschaft im Ort erhalten. Bis spätestens 2030 ist vorgesehen, die neuen Pfarreien zu bilden. In der Zeit danach gilt es, in sogenannten „Pfarreientwicklungsprozessen“ die Ideen und Vorschläge konkret umzusetzen. Die größere Pfarrei bietet nun die Chance, zu einer koordinierten Vielfalt und zu einer verstärkten Zusammenarbeit in einem größeren Pastoralraum zu kommen. Bei den größeren Pfarreien geht es also nicht um eine geschlossene und einheitliche Gemeinschaft, sondern um eine Gemeinschaft von mehreren Gemeinschaften.
 

In 2020 hatten wir in den Pfarreien unseres Dekanates in mehreren Arbeitsschritten unsere zukünftigen pastoralen Schwerpunkte definiert. Das Jahr 2021 soll genutzt werden, die neuen pastorale Räume abzustecken und die Formen der Zusammenarbeit in den neuen, großen Pfarreien zu beschreiben.

 

Folgende Schritte sind in den Gemeinden bereits gegangen worden:
Zunächst gab es die Aufgabe an die Gemeinden, sich eine oder zwei Variationen für die Bildung von bis zu drei Großpfarreien zu überlegen.

 

Folgende Fragen sollten in die Überlegung mit einbezogen werden:
  • Mit welchen Pfarreien wollen wir zukünftig zusammen sein / zusammenarbeiten?
  • Wo gibt es schon Anknüpfungspunkte?
  • Wie gestalten sich die Verkehrswege zu den Nachbarpfarreien? Sind die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs günstig oder ungünstig?
  • Gibt es Vernetzungen im Sozialraum?
In einer gemeinsamen Sitzung haben sich der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat mit diesen Fragen auseinandergesetzt und zwei Vorschläge entwickelt. Beide Varianten wurden an die AG Pfarreizuschnitte des Dekanates weitergeleitet. Diese sichtete alle eingereichten Varianten der Pfarreien im Dekanat. 
Im Februar verschickte die AG „Pfarreienzuschnitte“ fünf ausgewählte Varianten für den Gesamtzuschnitt zur Ansicht. Diese wurden Anhand von Leitfragen besprochen. 
Nach ausführlicher Diskussion in einer gemeinsamen PGR- und VR-Sitzung wurden Widerstandspunkte zwischen 0 und 10 vergeben. D.h. die bevorzugte Variante bekam wenig Widerstandspunkte und die Variante, die für uns am wenigsten in Frage kam, die meisten Widerstandspunkte. Die Ergebnisse gaben wir an das Dekanat zurück.
In der Dekanatsratsitzung am 23.03.21 wurde die Variante der neuen Pfarreizuschnitte zur Diskussion gestellt, die in allen Pfarreien die wenigsten Widerstandspunkte bekommen hatte. Anschließend kam es zur Abstimmung und der Vorschlag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Folgender Vorschlag des Dekanates wurde an das Bistum weitergeleitet:
  • Pfarrei 1: Kelsterbach, Raunheim, Rüsselsheim
  • Pfarrei 2: Astheim, Trebur, Geinsheim, Groß-Gerau, Büttelborn, Nauheim, Königstädten, Mörfelden, Walldorf
  • Pfarrei 3: Gernsheim, Biebesheim, Goddelau

 

In den nächsten Monaten geht es nun darum, unter dem Motto „Freunde und Freundinnen besuchen“ die zukünftige Pfarreiengruppe kennenzulernen. Lassen Sie und über den Tellerrand schauen und seien Sie gespannt auf das, was es Neues zu entdecken gibt!

Ihre
Daniela Käfer
(PGR-Vorsitzende)

 

Aktivitäten rund um den Pastoralen Weg

Die Idee der unten angegebenen Radtour Aktion ist das Kennenlernen der Kirchorte unserer Nachbargemeinden in unserer zukünftigen Groß-Pfarrei.

Hinweis die angegebenen Touren wurden wegen "Corona" nicht als Gruppen-Touren organisiert. An den jeweiligen Kirchorten sind Mitglieder der dortigen Kirchengemeinden zur Begrüßung und Information anwesend.   

Plakat zu der Aktion "MIT DEM RAD DURCH DIE MITTE"

Karte der Route am 05. 06. die über die Orte Groß-Gerau, Büttelborn und Dornheim führt

Karte der Radtour "Route 2" am 19. Juni Mörfelden, Walldorf, Königstätten und Nauheim

Karte der "Route 3" am 3.07.2021 nach Trebur, Astheim und Geinsheim

 

Der Pastorale Weg im Bistum Mainz

Die nächsten Jahre werden im Bistum Mainz geprägt sein von inhaltlichen und strukturellen Veränderungen. Bischof Peter Kohlgraf hat bei der Diözesanversammlung im September 2018 erste Ideen für den "Pastoralen Weg" im Bistum Mainz bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Er betont, dass die Kirche von Mainz eine Kirche des Teilens werden muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Es geht darum, Leben, Glauben, Ressourcen und Verantwortung zu teilen.

 

Kirche gemeinsam gestalten

 Warum Pfarrgemeinderatswahlen so wichtig sind?

Der "Pastorale Weg" im Bistum Mainz steht ganz am Anfang. Gerade jetzt macht es Sinn, möglicht viele in den Beratungsprozess einzubinden. Vor der Kirche von Mainz liegt ein spannender Weg. Die Pfarrgemeinderäte spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie sind die Gremien, die aktiv an der Beratung auf diesem Weg teilnehmen und die Kirche mitgestalten. Die Pfarrgemeinderäte haben die Chance aktiv, kreativ, engagiert und verantwortungsvoll an der Gestaltung der kirchlichen Zukunft mitzuwirken. In den einzelnen Dekanaten gibt es hierfür unterschiedliche Beteiligungsformate. Gebraucht werden dazu Frauen und Männer, die Freude daran haben, kirchliches Leben vor Ort aktiv mitzugestalten.

 

Rolle der PGR-Mitglieder

PGR-Mitglieder sind

  • Glaubenszeugen
  • Mitgestalter
  • Vordenker
  • Wegweiser
  • Visionäre
  • Ermöglicher
  • Vernetzer
  • "Abenteurer"
  • burning persons

Der pastorale Weg als geistlicher Weg

Dabei steht nicht der Strukturprozess im Vordergrund, sondern ein geistlicher Prozess. Das Bistum kann die Herausforderungen nur bewältigen, wenn der pastorale Weg ein Weg mit Gott ist. Dabei gilt es, wahzunehmen und zu spüren, wohin Gott seine Kirche führen will. Gerade die Pfarrgemeinderäte sind keine reinen Arbeitsgremien, sondern Menschen, die geistlich miteinander auf dem Weg sind. Nähere Informationen zum Bistumsprozess finden Sie auf der Homepage des Bistums Mainz zum "Pastoralen Weg" http://bistummainz.de/pastoraler-weg/