Unter den Hochfesten hat Christi Himmelfahrt (andere Bezeichnung: Aufnahme Jesu in den Himmel) eine Sonderstellung: Bei keinem anderen begegnet einem auch unter praktizierenden Katholiken so häufig die Frage, was überhaupt gefeiert wird und wie dieses Ereignis zu verstehen ist. Während an Ostern die Auferstehung Christi gefeiert wird, geht es an Christi Himmelfahrt um seine "Erhöhung", wie die Theologen sagen. Gemeint ist das im übertragenen Sinne. Den Grund für Christi Himmelfahrt kennen nur die wenigsten. Jeweils genau 39 Tage nach dem Ostersonntag und damit immer an einem Donnerstag gedenken die Gläubigen der Rückkehr des Gottessohnes zu seinem Vater im Himmel. Dabei berufen sie sich neben dem Lukasevangelium auf das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament in dem die Abschiedsworte Jesu und Vorhersagen zum Ende der Welt enthalten sind.