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Trotz personeller Veränderungen geht die Hilfe in Caravelí weiter

Padre Lino Cruz ist neuer Ansprechpartner für die Caritasprojekte in Caravelí

Caritas-Caraveli (c) Caritas Caraveli (Facebook) - Archiv
Caritas-Caraveli
Datum:
Sa. 20. Juni 2026
Von:
Markus Schenk (Freundeskreis für Lateinamerika)

Nach mehreren personellen Veränderungen in der Prälatur von Caravelí im Süden Perus gibt es nun wieder einen festen Ansprechpartner vor Ort.

Padre Lino de La Cruz Garcia ist künftig für die Caritasprojekte in der Prälatur verantwortlich. Der Freundeskreis für Lateinamerika der Pfarrei St. Nikolaus von der Flüe unterstützt diese Projekte weiterhin.

Aktuell unterstützte Projekte

Caritas-Caraveli-Seniorenessen (c) Pfarrer Norbert Nikolai - Archiv
Caritas-Caraveli-Seniorenessen

Ernährungssicherheit

  • 4 Suppenküchen für Erwachsene und 1 Suppenküche für Schüler.
  • Wiederherstellung der Lebensgrundlagen: Hausgärten und Kleintierzucht

Seniorenarbeit

  • Unterstützung von sechs Seniorenzentren beziehungsweise Seniorenclubs.

Zur Unterstützung dieser Projekte konnte der Freundeskreis für Lateinamerika im Mai 2026 insgesamt 2.500 Euro an das kirchliche Hilfswerk ADVENIAT überweisen. ADVENIAT leitet die Mittel an die Caritasprojekte in Caravelí weiter.

Freundeskreis für Lateinamerika

Seit mehr als 30 Jahren engagieren sich Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn gemeinsam mit anderen Pfarrgemeinden, Organisationen und Einzelpersonen im Freundeskreis für Lateinamerika.

Zusammen mit dem kirchlichen Hilfswerk ADVENIAT unterstützt der Freundeskreis Menschen und Projekte in Lateinamerika. Schwerpunkte der Arbeit sind Gesundheit, Bildung, Kinder, Selbsthilfe und Nachhaltigkeit.

Aktuelle Situation in Caravelí

Anfang Juli 2024 trat der damalige Bischof von Caravelí, Reinhold Nann, von seinem Amt zurück. Im Herbst 2025 wurde bekannt, dass er geheiratet hat.

Auch Pfarrer Norbert Nikolai hat die Prälatur im April 2025 verlassen. Er arbeitet nun in Callao, der Hafenstadt von Lima, in der Pfarrei Virgen del Carmen de la Legua nahe dem Flughafen. Dort engagiert er sich in der Seelsorge für queere Menschen.

Am Pfingstmontag, dem 25. Mai 2026, ernannte Papst Leo XIV. den Weihbischof der Erzdiözese Trujillo, Monseñor Francisco Castro Lalupú, zum neuen Bischof von Caravelí. Die offizielle Amtseinführung ist für den 18. Juli vorgesehen.

Aktuelle Situation in Peru

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 12. April 2026 mit insgesamt 35 Kandidatinnen und Kandidaten fand am 7. Juni 2026 die Stichwahl statt. Dabei lieferten sich die rechtskonservative Kandidatin Keiko Sofia Fujimori Higuchi von Fuerza Popular und der linke Kandidat Roberto Helbert Sánchez Palomino von Juntos por el Perú ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Fast zwei Wochen nach der Wahl liegt noch kein offizielles Endergebnis vor. Nach Auszählung von 99,63 Prozent (Stand: 19.06.2026) der Stimmen führt Keiko Fujimori mit 50,11 Prozent knapp vor Roberto Sánchez mit 49,89 Prozent. Der Vorsprung betrug zu diesem Zeitpunkt 41.565 Stimmen.

Das sehr knappe Ergebnis macht deutlich, wie gespalten das Land ist. Viele Wählerinnen und Wähler entschieden sich offenbar weniger für eine Kandidatin oder einen Kandidaten als gegen die jeweilige Gegenseite. Bis die Wahlbehörde ein offizielles Ergebnis bekannt gibt, können noch mehrere Wochen vergehen. Die Amtseinführung findet traditionell am 28. Juli statt.