So viele verschiedene Kirchen existieren, so viele unterschiedliche Osterkerzen gibt es. Gekauft oder selbst verziert – mal in schlichter, ganz einfacher Ausführung - manchmal aber auch mit aufwendig gestalteten Motiven. Unabhängig davon gibt es einige Attribute, die auf jeder nicht fehlen dürfen.
Alpha und Omega
Der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, Alpha und Omega. Sie nehmen Bezug auf die Offenbarung des Johannes: Jesus Christus als das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Sie stehen für Gottvater, den Schöpfer und Christus den Sohn und Vollender.
Das Kreuz
Jesus wurde für uns gekreuzigt, ist für uns gestorben und hat am dritten Tag über den Tod gesiegt. So nimmt die Kerze die Symbolik des gekreuzigten Siegers Christus mit in den Blick.
Die Jahreszahl
Auf jeder Osterkerze findet sich auch die Jahreszahl, also aktuell das Jahr 2026, in dem die Kerze geweiht wird.
Die fünf Wundnägel
Nicht fehlen dürfen außerdem die fünf Wundnägel. Sie symbolisieren die fünf Wundmale Jesu. Mit Nägeln wurde er ans Kreuz geschlagen, seine Hände und Füße wurden durchbohrt. Um den Tod Jesu sicherzustellen, wurde seine Seite mit einer Lanze durchstoßen. Die aus Wachs gefertigten Nägel werden mit einem Korn Weihrauch in die vorgebohrten Löcher in Kreuzform gesteckt, um diese Wundmale zu symbolisieren.

Weitere Motive
Auf den Osterkerzen in unserer Pfarrkirche sind außerdem noch weitere Motive zu sehen. Während in St. Walburga Groß-Gerau das Lamm (mit der Siegesfahne), als Symbol für das Opfer Christi zu sehen ist, findet man auf der Kerze in St. Nikolaus von der Flüe in Büttelborn eine weiße Taube, als Symbol für den „Heiligen Geist“ und des Friedens.
Symbolik
Das Entzünden der Kerze und die Weitergabe des Lichtes in der dunklen Kirche symbolisiert, dass Jesus, das „Licht der Welt“, die Dunkelheit (Tod, Sünde, Traurigkeit) besiegt und vertreibt.
Auf den Osterkerzenleuchter gestellt symbolisiert sie den erhabenen Christus als Sieger über den Tod. Die weiße Farbe der Kerze steht für die Hoffnung und das neue Leben. Traditionell ist sie, wie alle liturgischen Kerzen, aus einem bestimmten Anteil an Bienenwachs gefertigt.
Bis Pfingsten brennt sie nun im Altarraum, danach ist ihr Platz näher am Taufbecken. An ihr werden bei Taufen oder Hochzeiten dann die entsprechenden Kerzen entzündet.