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Mit Abstand die kompliziertesten Chorporben

Chorprobe PSH Markus (c) Andrea Picard

Für uns als Chor ist das gemeinsame Singen in diesen Tagen bekanntlich besonders schwierig geworden. Wer hätte jemals geglaubt, dass Singen einmal zu einer großen Gefahr werden wird? Wir dürfen inzwischen zwar wieder in kleinen Gruppen singen, müssen unsere Proben aber mit äußerster Vorsicht gestalten.

Während des Lockdowns haben wir zunächst mit einem virtuellen Chor begonnen. Das heißt, einige Chormitglieder und auch Gastsänger haben ein Lied einstudiert und ihre jeweilige Stimme mit dem Handy aufgenommen. Die Aufnahmen wurden gesammelt, bearbeitet und zu einem Chor zusammengefügt. Das Chorstück wurde im Pfingstgottesdienst eingespielt und war auch im online Newsletter zu hören. Aber auch gute Technik konnte uns die Chorgemeinschaft und das gemeinsame Singen nicht ersetzen. Wir vermissen es wirklich sehr!!

Als im Juni das gemeinsame Singen in kleinen Gruppen wieder erlaubt wurde, ergriff unser Chorleiter Markus Schikora die Initiative. Unter Einhaltung aller Hygienevorschriften durften wir uns in Vierergruppen treffen und immerhin eine halbe Stunde singen. Nach jeder halben Stunde musste die Gruppe den Raum verlassen und diesen 15 Minuten gut durchlüften. Danach durfte die nächste Gruppe eine halbe Stunde singen. So konnten über den Abend verteilt 12 Leute proben. 

Sogar im Gottesdienst war eine Mitgestaltung durch eine "Coronaschola", bestehend aus 4 Sängern/innen möglich. Immerhin ein Anfang!

Im Spätsommer konnten wir, mit Taschenlampen bewaffnet, im Pfarrgarten proben, was noch mehr Chormitgliedern das Singen in einer größeren Gruppe erlaubte. Nun wurde auch der Wunsch geboren, die Tradition des vorweihnachtlichen Konzertes am 2. Adventssonntag trotz Corona fortzuführen.

Mit Einzug des Herbstes ist das Proben im Pfarrgarten nun leider nicht mehr möglich. Um eine Teilnahme mehrerer Sänger/innen zu ermöglichen, finden nun die Proben in der Pius Kirche statt. Es ist eine sehr große Herausforderung, weil wir großen Abstand zueinander halten müssen, was das Aufeinander-Hören sehr schwer macht. Da fühlt man sich schon ziemlich verloren in der großen Kirche.

Leider ist es auch einigen Chormitgliedern aus verständlichen Gründen, die Corona mit sich bringt, nicht möglich an Proben teilzunehmen oder im Konzert mitzusingen. Das ist für uns alle traurig, und wir hoffen inständig, dass wir bald wieder gemeinsam singen und als vollständiger Chor auftreten können.

Trotz aller Widrigkeiten sind wir dennoch im Rahmen dieser Möglichkeiten  zuversichtlich, am 2. Advent ein kleines Konzert für die Gemeinde auf die Beine zu stellen. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl bei den Zuhörern als auch bei den Sängern/innen, wird das Konzert 2x hintereinander aufgeführt.

Es ist unser Wunsch, gerade in diesen schwierigen Zeiten, einen Beitrag zu einer besinnlichen und schönen Adventszeit zu leisten.

 

Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkelheit erhellen.

(Franz von Assisi)

 

Katholischer Kirchenchor Hausen

Kirchenchor

Der Katholische Kirchenchor Hausen ist den Mitgliedern der Pfarrgemeinde St. Josef insbesondere durch die Mitgestaltung der Gottesdienste und das jährliche Geistliche Konzert in der Adventszeit bekannt. Unsere Aufgabe sehen wir in erster Linie darin, zur Ehre Gottes zu singen. Aber auch die weltlichen Aktivitäten kommen nicht zu kurz: Jedes Jahr veranstaltet der Chor einen Ausflug, mal eintägig, alle zwei Jahre dann mehrtägig. 60 Jahre lang, bis zum Jahre 2017, veranstaltete der Kirchenchor regelmäßig Fastnachtssitzungen, allerdings ist diese Ära jetzt zu Ende gegangen (siehe besonderen Artikel).

Der Chor wurde im Jahr 1936 durch den ersten Pfarrer von Hausen, Herrn Dekan Peter Valentin Schwahn, als reiner Männerchor gegründet. Von 1975 bis Ende 2006, also 31 Jahre lang, wurde der Chor durch Herrn Walter Pappert geleitet, danach folgte für 2 Jahre Herr Dirk Nawrocki, danach für gut 3 Jahre Herr Michael J. Volpert. Seit April 2012 hat der Chor nunmehr einen neuen Chorleiter, Herrn Markus Schikora aus Höchst/Odw., der zum einen die traditionelle Kirchenchormusik pflegen, zum anderen aber auch neue Akzente setzen möchte. Der Chor hat derzeit 42 aktive Sängerinnen und Sänger. Von Zeit zu Zeit bietet der Chor gesangliche Projekte an, zu denen interessierte Sängerinnen und Sänger eingeladen werden, von denen schon einige auf Dauer für den Chor gewonnen werden konnten. Die regelmäßigen Proben finden mittwochs um 19:45 Uhr im Pfarrer-Schwahn-Haus in Hausen statt. Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen!

Das inzwischen zur guten Tradition gewordene „Geistliche Konzert in der Adventszeit" fand erstmals im Jahr 1977 statt; teilweise wurden Teile des Programms beim Hessischen Rundfunk zur späteren Übertragung im Rundfunk aufgenommen.

Im Jahr 2016 konnte der Chor sein 80-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst feiern. 80 Jahre ------, so lange schon singen in Hausen immer wieder Menschen zusammen als Chor zum Lobe Gottes in den Gottesdiensten und zur Erbauung der Gemeindemitglieder. Damit das so weitergehen kann, braucht ein Chor aber immer Menschen, die sich bereit erklären, in der Gemeinschaft mitzuwirken. Einige Chöre in unserem Dekanat haben aus Altersgründen das Singen bereits eingestellt. Zum Glück sind wir hier noch lange nicht so weit, wir haben immer noch einige junge Stimmen in unseren Reihen und die „Älteren“, die neu dazu kommen, verstärken uns in hervorragender Weise – und dafür sind wir sehr dankbar. Wir wollen gerne noch das 100-jährige Jubiläum feiern, aber dazu brauchen wir immer wieder neue Menschen, die bereit sind, sich unserer Sache anzuschließen. In der heutigen mobilen Gesellschaft ist das nicht immer einfach, und auch das Vereinbaren von Familie, Beruf und Kirchenchor bereitet oftmals Kopfzerbrechen und erfordert viel Toleranz, aber mit etwas gutem Willen lässt sich alles managen, und deshalb rufen wir Sie heute noch einmal dazu auf, Mut zu haben und es mal bei uns zu probieren, ob Sie nun noch jung oder bereits „älter“ sind.

Wir sind mit unserem Chorleiter Markus Schikora auf einem guten Weg, die alte Chorliteratur mit neuen Werken der Kirchenmusik zu verbinden, mal so, mal anders, aber immer wieder herausfordernd und spannend. Singen macht Spaß und ist im Übrigen sehr gesund – fragen Sie mal Ihren Arzt. Und gerade der Spaß kommt bei uns nicht zu kurz!

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe.

(Rabindranath Tagore, 1861-1941)