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Verabschiedung von Dr. Jürgen Janik durch MItglieder des Vorstandes der Universitätsmedizin und den Seelsorgedezerneten des Bistum Mainz

Dankbar, demütig und auch ein wenig stolz

Nach 14 Jahren intensiver und fruchtbarer Arbeit als Leiter der katholischen Klinikseelsorge an der Universitätsmedizin Mainz wurde Pfarrer Dr. Jürgen Janik am Montag 26. Februar im Rahmen einer akademischen Feier herzlich verabschiedet. Viele Gäste und Weggefährt:innen kamen um ihren Dank und ihre Anerkennung auszusprechen. Der Seelsorgedezernent Michael Wagner-Erlekam würdigte den Dienst und unterstrich, dass Seelsorge und Klinik in guter Verbindung zum Wohle der Menschen arbeiten.

Seit 2009 hat Pfarrer Dr. Jürgen Janik Patient:innen, Angehörige und Mitarbeitenden der UM Mainz als Leiter der Katholischen Klinikseelsorge begleitet. Er hat die Entwicklung der ehrenamtlichen ökumenischen und muslimischen Seelsorge unterstützt, sich den praktischen und theoretischen Fragen der Medizinethik gewidmet und verabschiedet sich nun auf dem Weg zu neuen Aufgaben von der Mainzer Unimedizin. In Zukunft wird er im Pastoralraum Mainz Mitte-West wirken und am Lehrstuhl für Moraltheologie an der Universität Mainz forschen. Den Festvortrag der akademischen Feier hielt Klinikseelsorger Christoph Zimmermann-Wolf. Sein Blick auf Person und Profession unter dem Titel "Zwischen Einsiedlerkrebs und Männerbünden" machte deutlich, dass Seelsorge offen ist für Kritik, fachlich immer wieder reflektiert und am Menschen und seinen Bedürfnissen orientiert ist. So kann Seelsorge in einem professionellen System der Medizin ihren Beitrag ebenso professionell leisten. Die Einführungsworte des Medizinischen Vorstands Prof. Dr. Ralf Kiesslich machten klar, dass die Klinikseelsorge eine Institution ist, die man nicht missen will. Auch im Grußwort von Pflegevorständin Marion Hahn wurde deutlich, wie Dr. Janik über lange Jahre am guten Kontakt mit der Klinik mitgearbeitet hat. Viele weitere Akteure sagten in ihren Grußworten Danke und gaben Dr. Jürgen Janik gute Wünsche mit auf den Weg.

Im UM.Update (der Zeitschrift der Universitätsmedizin) sagt Jürgen Janik „Danke“ für ein wichtiges Gut in unserer Zeit: Vertrauen und den offenen Dialog. So verabschiedet er sich mit diesen Gedanken:

"Ich verlasse die Klinikseelsorge mit großer Dankbarkeit für das erfahrene Vertrauen, die selbstverständliche Offenheit und die stete Wertschätzung, die mir und der Krankenhausseelsorge unserer beiden Kirchen insgesamt immer wieder entgegengebracht wird. Vertrauen habe ich in all den Jahren von Patient:innen und ihren Zugehörigen trotz schwieriger kirchlicher Großwetterlage mit großer Selbstverständlichkeit erfahren. Wenn es um das Wesentliche geht, das im Leben und im Sterben trägt, wenn es um Orientierung in Lebensfragen und angesichts von Behandlungsentscheidungen geht, wenn Hoffnung, Trost und Aushalten in der Zeit der Krankheit und in der Frage nach dem „Danach“ gebraucht werden, dann sind die meisten Menschen dankbar für die Wegbegleitung, die sie durch die Seelsorge erfahren. Menschen kommen und Menschen gehen. Uns trägt das Vertrauen, dass sie ihren Weg weitergehen können und dass der stets größere Gott mitgeht. Mit all unseren Anliegen und Fragen sind wir auf den verschiedenen Ebenen der Verwaltung der UM bis zum Vorstand stets auf offene Ohren gestoßen. Für alle Unterstützung, besonders auch in der Ermöglichung ehrenamtlicher muslimischer Seelsorge, möchte ich dem Pflegevorstand, Frau Hahn, herzlich danken. Wenn ich regelmäßig gefragt wurde, wie ich mit der Begegnung mit Menschen, die unter schweren Krankheiten leiden, die sich ihrem Lebensende nähern denn „fertig werde“ – fertig wird man wohl nie, wenn auch die Betroffenheit in unterschiedlicher professioneller Nähe sich verschieden zeigt–, dann konnte ich stets mit Überzeugung und großer Dankbarkeit sagen, dass mich die menschliche und fachliche Begegnung mit den Pflegekräften und den ärztlichen und therapeutischen Diensten immer hat spüren lassen, dass wir gemeinsam unterwegs sind. Die Seelsorge kommt und sie geht auch wieder. Und sie kommt, wenn es gewünscht wird, selbstverständlich wieder. Aber Sie bleiben! Die Art und Weise wie hier der einzelne kranke Mensch wahrgenommen und behandelt wird – mit höchster fachlicher Expertise und zugleich mit dem Blick auf die ganze Person – hat mich bleibend beeindruckt. Klinikseelsorge ist einer von vielen Playern in den Einrichtungen des Gesundheitswesens. Nach Kräften suchen wir zum Gelingen des Unternehmens Krankenhaus beizutragen, auch wenn wir natürlich nicht im landläufigen Sinn systemrelevant sind. Dass wir Gehör finden, weil uns gemeinsam mit allen hier Tätigen das Wohl der Patient:innen am Herzen liegt; weil wir auf dem Fundament eines offenen christlichen Menschenbildes und entsprechender Wertorientierung unabhängig von klinischen Hierarchieebenen frei mit allen und für alle sprechen können; weil wir als glaubende Menschen für mehr stehen als jede Medizin und Therapie und Pflege leisten kann, das macht mich und uns alle in der Seelsorge dankbar, demütig und auch ein wenig stolz. Ich wünsche allen auch für die Zukunft vertrauensvolles Miteinander und gelassenes Gottvertrauen. Gott befohlen! Pfarrer Dr. Jürgen Janik"

Der Fachbereich "Seelsorge in den Einrichtungen der Gesundheits- und Altenhilfe" mit allen Kolleg:innen sagt Dr. Jürgen Janik Danke für viele Jahre guter Zusammenarbeit und alles Gutes für alles, was nun kommt. Hier sehen sie weitere Bilder.

(Wir danken Dr. Müller von der Universitäztsmedizin Mainz für die Erlaubnis den Text des UM.Update verwenden zu können. )

Klinikseelsorge – Begleitung in kritischen Phasen des Lebens

Krankenhausbesuch

30 engagierte Seelsorgerinnen und Seelsorger in 18 Einrichtungen im Bistum, 2 geben Einblick:

Klinikseelsorge

Die Sorge für die Kranken und Sterbenden und das Eintreten für die Würde des Menschen ist im Auftrag des Evangeliums verwurzelt und hat in der Kirche einen hohen Stellenwert.  Zusammen mit anderen Berufsgruppen leistet die Klinikseelsorge ihren Beitrag am Heilungsauftrag im Krankenhaus.

Patient:innen und Seelsorge
Klinikseelsorger:innen suchen Menschen in einer schwierigen Phase ihres Lebens auf. Im Gespräch geht es um die Erfahrungen der kranken Menschen, um ihre Lebensgeschichte und den Lebenssinn. Seelsorger:innen bringen dabei ihren christlichen Glauben ein und begleiten Menschen auch mit Gebeten und Zeichen, die trösten und ermutigen.

Angehörige und Seelsorge
Krankheit betrifft immer auch Angehörige und alle, die einem kranken Menschen nahestehen. Sie stehen oft unter großer Belastung. Manchmal verunsichern Hilflosigkeit oder gegenseitige Schonung die Beziehung zum kranken Menschen. Die Seelsorge nimmt auch die Bedürfnisse der Zugehörigen wahr und unterstützt sie.

Personal und Seelsorge
Die Arbeit im Krankenhaus ist für das Personal verbunden mit großen Herausforderungen. Seelsorger:innen stehen auch hier als Gesprächspartner:innen zur Verfügung. Die Klinikseelsorge wirkt in interdisziplinären Teams, Arbeitskreisen und Fortbildungen mit und beteiligt sich in der Beratung ethischer Fragen.

Ehrenamtliche und Seelsorge
Klinikseelsorge ist in vielen Einrichtungen ohne die Mitarbeit von Ehrenamtlichen nicht mehr denkbar. Die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ist ein Zeichen der Solidarität von Gesunden und Kranken. Ehrenamtliche werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und begleitet. 

Klinikseelsorge und Kirche
Die hauptamtlichen Klinikseelsorger:nnen werden von der Diözese Mainz für ihren Dienst beauftragt und findet in ökumenischer Zusammenarbeit statt. Wo es erwünscht ist, können Klinikseelsorger:innen Kontakte zu den Kirchengemeinden und zu anderen Religionsgemeinschaften vermitteln. Klinikseelsorger*innen begleiten auch Beisetzungen (Beisetzungen Sternenkinder, Sozialbestattungen), begleiten trauernde Menschen  und vermitteln den Kontakt zu den Hilfsangeboten der Caritas, zu psychosozialen Diensten und Gruppen (zum Beispiel Hospizgruppen). In vielen Kliniken laden Kapellen oder Andachtsräume zu Stille und persönlichem Gebet ein.

Klinikseelsorge –für Patient:innen und Zugehörige

Sie sind selbst in der Klinik zur Behandlung oder Sie sind Angehörige:r eines/einer Patient:in. Sie suchen eine Person, mit der Sie sprechen können, Unterstützung oder spirituellen Begleitung?!

So kommen Sie in Kontakt mit der Seelsorge.

Auf vielen Stationen finden Sie die Ansprechpersonen auf einem Plakat oder Aushang benannt. Das Stationspersonal kann Ihnen einen Kontakt vermitteln. Am Empfang der Klinik sind in der Regel die Ansprechpersonen und Rufnummern hinterlegt.

Melden Sie sich gerne direkt bei der Seelsorge oder bitten Sie das Stationspersonal für sie einen Kontakt zu vermitteln.

Himmel über uns

Klinikseelsorge – für Mitarbeitende

Klinikseelsorgende sind auch ansprechbar für Mitarbeitende des Krankenhauses. Ob Themen aus dem Berufsalltag oder persönliche Fragen, die Seelsorge hat ein offenes Ohr für Sie.

Gemeinsam können Sie für Patient:innen da sein. In der spirituellen Begleitung steht Ihnen die Seelsorger:innen hilfreich zur Seite. Sprechen Sie sie gerne an. Auch in Sterbe- und Abschiedssituationen ist die Seelsorge erreichbar und kann rituell begleiten. Die Erreichbarkeit der Seelsorge ist in der Regel am Empfang der Klinik hinterlegt.

Datum:
13. Okt. 2023
4 Bilder

Standorte und Seelsorger:innen

Rheinhessen-Fachklinik Alzey

Stefan Brux
Diakon

Informationen zum Angebot der Klinikseelsorge finden Sie auf der Homepage der Rheinhessen-Fachklinik Alzey unter  Patienten(informationen) - Ansprechpartner / weitere Ansprechpartner.  Zur einfachen Orientierung haben wir den Flyer der Klinikseelsorge für Sie hier hinterlegt.

Asklepios Schlossberg Klinik

Dr. Thomas Weiler
Pfarrer
Frankfurter Str. 33
64732 Bad König

Mit folgendem Link kommen Sie direkt auf die Internetseite der Klinikseelsorge.

Klinik- und Kurseelsorge Bad Nauheim

Diakon Dr. Bernhard Dörr

In den Kliniken der Gesundheitszentrum Wetterau gGmbH bieten Ihnen Herr Diakon Dörr und seine Kollegen Beistand und Begleitung an. Die Telefonnummern der Kliniken und weitere Informationen finden Sie auf folgender Internetseite in der unteren Hälfte.

Internetseite des Gesundheitszentrums

Heilig-Geist-Hospital

Pater Szymon Kornas OFM
Priester

Informationen zu Seelsorge und Besuchsdiensten finden Sie auf der Internetseite des Heilig-Geist Hospitals.

Falkenhofklinik

Martin Huber
Diakon
Telefon:06251 102-0

Weitere Ansprechpersonen und Informationen zum Falkenhof finden Sie hier:

Kontakt zur Klinik Falkenhof

Klinikum Darmstadt

Christine Schlechtriem
Pastoralreferentin

Herr Pfarrer Gans und Frau Schlechtriem stehen Ihnen im Klinikum Darmstadt auf Wunsch gerne zur Seite und begleiten Sie. Mit folgendem Link kommen Sie auf die Internetseite der Klinikseelsorge:

Agaplesion Elisabethenstift

Markus Kiefer
Gemeindereferent

Informationen zum Seelsorge-Angebot im Agaplesion Elisabethenstift finden Sie auf Homepage unter Ihr Aufenthalt / Ethik & Seelsorge. Oder klicken Sie hier:

Alice-Hospital

Johannes Löffler-Dau
Pastoralreferent

Informationen zu den Aufgaben und Ansprechpartner:innen der Klinikseelsorge finden Sie auf der Homepage des Alice-Hospitals unter Aufenthalt / Seelsorge oder folgen Sie unserem Link.

Kinderkliniken Prinzessin Margaret

Johannes Löffler-Dau
Pastoralreferent

Informationen zum Seelsorgeangebot finden Sie hier:

Gesundheitszentrum Odenwaldkreis

Dr. Thomas Weiler
Pfarrer
Albert-Schweitzer-Str. 10 - 20
64711 Erbach

Auf der Homepage der Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH bekommen Sie beim Kreiskrankenhaus Erbach unter Patienten&Besucher (im unteren Drittel der Seite) Auskunft zur Krankenhausseelsorge. Für einen schnellen Einblick klicken Sie bitte hier: 

Weitere Informationen

Bürgerhospital Friedberg

Sebastian Corpodean-Dörr
Seelsorger

Informationen zum Seelsorge-Angebot im Bürgerhospital finden Sie auf der Internetseite des Gesundheitszentrums Wetterau unter Patienten&Besucher / Sozialdienst, Seelsorge & Co.  Einen schnellen Überblick Sie unter folgendem Link:

Klinikseelsorge Gießen

Dr. Esther Schulz

Ausführliche Informationen zum Angebot von Frau Dr. Schulz, Herrn Pfarrer Schmid und ihren evangelischen Kollegen finden Sie auf der Homepage des UKGMs unter Klinikseelsorge am Standort Gießen. Nutzen Sie einfach den folgenden Link:

 

Klinikseelsorge in Gießen

Vitos Klinik Gießen-Marburg

Trudbert Ziegler
Pastoralreferent
Telefon:0641 403576

Herr Ziegler ist als katholischer Seelsorger in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen gerne Ihr Ansprechpartner. 

Ausführliche Informationen zur Vitos Klinik mit Klinikprofil, Kontakten und Behandlungsmethoden in Gießen finden Sie auf der Homepage.

zur Homepage

Vitos Klinik Südhessen/Heppenheim

zur Zeit unbesetzt

Unimedizin Mainz

Dr. Jürgen Janik
Leitung

Seelsorger:innen:

Steffen Knapp, Pastoralreferent
Heike Knögel, Pastoralreferentin
Norbert Nichell, Pastoralreferent
Joachim Putz, Pfarrer

 

Sana Klinikum Offenbach

Matthias Becker
Leitung

Seelsorger:innen

Andreas Hoffmann, Pastoralreferent

Sybill Konersmann, Pastoralreferentin

Ketteler Krankenhaus

Seelsorge
Telefon:069 8505 750

Seelsorger:innen

Matthias Becker, Pfarrer

Andreas Hoffmann, Pastoralreferent

Sybill Konersmann, Pastoralreferentin

Hospiz Fanny de la Roche

Michaele Althapp
Gemeindereferentin

Vitos Klinik Südhessen/Riedstadt

Claudia Hesping
Pastoralreferentin

St. Josefs Krankenhaus

Herbert Kohl
Gemeindereferent
Seegartenstr. 4
68519 Viernheim

Pfarrer Ronald Givens

Hospiz Schwester Paterna

Klinikum Worms

Krankenhausseelsorge

Thomas Gensler
Diakon

Sie finden Informationen zur Seelsorge auf der Seite Patientenservice unter Andachtsraum und Klinikseelsorge

Hospizseelsorge Worms

Carolin Bollinger
Pastoralreferentin

Seelsorgerliche Begleitung in vielfältigen Feldern

Kinderklinik Kind

Seelsorge in der Kinderklinik

Wenn Kinder krank werden, sind auch ihre Eltern in großer Not. Kinder verstehen bei einem Klinikaufenthalt oft noch nicht, was mit ihnen und um sie herum geschieht. Sie erleben daher die Trennung von Bezugspersonen besonders schmerzlich. Gefühle, verlassen, fremd und ausgeliefert zu sein, werden übermächtig. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger nehmen wahr, dass bei der Erkrankung eines Kindes immer die Familie als Ganze betroffen ist. Das individuelle Erleben eines Kindes, die Art der Erkrankung, deren Verlauf und Therapie unter den spezifischen Bedingungen einer Kinderklinik bestimmen die Begleitung des Kindes und seiner Eltern. Gemeinsam mit den Eltern schauen Seelsorger nach vorhandenen Ressourcen und konkreten Unterstützungsmöglichkeiten für die jeweilige Situation. Diese reichen von einer spielerischen Kommunikation mit dem Kind bis hin zu sakramentalen Angeboten wie der Taufe. Seelsorgerinnen und Seelsorger arbeiten mit in interdisziplinären Teams und bei Bedarf auch in den ethischen Fallbesprechungen der Klinik.

Unimedizin

Seelsorge im Allgemeinkrankenhaus

Ob Sie wegen einer geplanten Operation, einer Untersuchung oder über die Notaufnahme ins Krankenhaus kommen: Wir sind für Sie da. Wir begleiten Sie und Ihre Angehörigen gerne während Ihres Krankenhausaufenthaltes - ganz besonders natürlich bei belastenden Diagnosen oder auftretenden Komplikationen. Wir geben Ihren spirituellen und religiösen Bedürfnissen, Ihren Ängsten und Sorgen Raum und unterstützen Sie bei Ihrem Heilungsprozess.
In ein Allgemeinkrankenhaus kommen Patienten/innen in der Regel zu planbaren Routineuntersuchungen und Operationen. Neben einer Notaufnahme haben viele Krankenhäuser ihre angebotenen Leistungen noch durch zertifizierte Zentren erweitert (onkologische, urologische, gynäkologische Zentren, etc.).

Seelsorge in der Psychiatrie

Eine psychiatrische Störung wird oft erst ernstgenommen, wenn der subjektive Leidensdruck für Patient*innen sehr hoch ist und der Alltag in großen Maßen eingeschränkt wird. Dies hängt auch mit der Angst vor Stigmata und sozialer Ausgrenzung zusammen.
Oft überschneiden sich körperliche und psychische Erkrankungen oder bedingen sich gegenseitig. Nicht selten haben sie ihre Ursachen in sozialen, familiären und religiösen Erfahrungen der Kindheit. Psychiatrische bzw. psychische Erkrankungen können sehr vielfältig sein. Sie beeinträchtigen Stimmungen und Gefühle des Menschen, was zu Ängsten und Zwangshandlungen, Wahrnehmungsverzerrung oder Gedächtnisstörungen führen kann.
Psychiatrieseelsorge will dabei helfen, alle Aspekte des menschlichen Lebens im Blick zu behalten und lebensfeindliche Muster, besonders auch religiöser Art, aufzudecken und die lebensfördernden Kräfte freizulegen.

Broschuere-Abschied-Tod-Trauer

Seelsorge im Maßregelvollzug

Marcel ist seit drei Jahren im Maßregelvollzug. Er ist 23 Jahre alt und hat den Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden verloren. Aufgrund seiner psychischen Erkrankung und der Taten, die daraus resultierten, beschränkt sich sein soziales Umfeld auf die Mit-Patient*innen und die Mitarbeitenden in der Klinik.
In einer forensischen Klinik werden Menschen untergebracht, die aufgrund einer psychischen Einschränkung, einer Intelligenzminderung oder einer Suchterkrankung eine Straftat begangen haben. Die Klinik hat die Aufgabe, die Gesellschaft vor weiteren Straftaten zu schützen und die Patienten auf ein straffreies Leben vorzubereiten. Dies geschieht einerseits durch eine gesicherte Unterbringung, anderseits mit Hilfe verschiedener Therapien.
Die Menschen verbringen oft viele Jahre auf geschlossenen Stationen, ohne Kontakt zu Angehörigen oder zur Gesellschaft. Dabei werden sie nicht selten als Straftäter*innen und nicht als Kranke gesehen und behandelt. Seelsorge bietet oft den einzigen regelmäßigen außerklinischen Kontakt und hilft, dass die Menschen sich in ihrer Würde sehen und ihre lebens- und gesundheitsfördernden Kräfte entdecken und entfalten.

Garten der Palliativstation der Unimedizin Mainz

Seelsorge bei palliativer Behandlung

Wenn eine fortschreitende Erkrankung die Lebenserwartung stark begrenzt und keine heilende Behandlung mehr möglich ist, wird Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Unterstützung in den Einrichtungen der Palliativversorgung angeboten. Die Linderung von körperlichen und seelischen Schmerzen und Symptomen, die Lösung sozialer Probleme und die seelsorgliche Begleitung gehören dabei eng zusammen. Seelsorgerinnen und Seelsorger nehmen die spirituellen Bedürfnisse der Schwerkranken und Sterbenden, ihrer Zugehörigen und des gesamten Behandlungsteams wahr und begleiten die Menschen. Seelsorge hilft, das Leben mit all seinen guten Erfahrungen, seinen Grenzen und Brüchen sowie seinen Hoffnungen wertzuschätzen. Sie gibt im Gespräch und mithilfe von Symbolen und Ritualen dem Unfassbarem von Sterben und Tod Raum und Ausdruck. Der Abschied wird ermöglicht und gestaltet in Abschiedsritualen wie dem Sterbesegen, in Sakramenten wie der Krankensalbung, in Gedenkfeiern, in denen mit Angehörigen und Mitarbeitenden des Teams an die Verstorbenen erinnert wird.

Gebet

Hoffen,
dass alles gut wird,
irgendwann.
Nicht aufgeben,
auch wenn der Weg weit ist. Entscheidend ist nicht
die Strecke,
die du mit einem Schritt machst.
Entscheidend ist,
einen Fuß vor den anderen zu setzen
und Halt zu finden
in den Gefährten
und in Gott
und seinen Stecken und Stab,
der mich trägt, wie ich bin. 

(Carola Simon)