Ohne sie wäre es ziemlich still bei uns, und auch ziemlich leer auf dem Teller: Keine süßen Erdbeeren, keine Wassermelone im Sommer, keine Kürbissuppe und kein Apfelkuchen im Herbst.
Es geht um Bienen. Die machen mehr als Honig. Sie bestäuben Pflanzen und damit einen großen Teil von dem, was wir essen. Rund ein Drittel unserer Nahrung hängt von ihnen ab.
In der Bibel heißt es gleich am Anfang: Die Schöpfung ist „sehr gut“ (Gen 1,31). Alles ist miteinander verbunden, alles gehört zusammen. Pflanzen, Tiere, wir Menschen – ein großes, lebendiges Netz. Aber dieses Netz bekommt Risse.
Bienen finden immer weniger Lebensraum. Wiesen verschwinden, Städte wachsen, und Pestizide machen ihnen zu schaffen. Deshalb ist der Weltbienentag heute eine Einladung, selbst was zu tun. Zum Beispiel: Im Garten mal eine Ecke wild wachsen lassen. Blumen pflanzen, die wirklich Nahrung bieten, wie Lavendel, Thymian oder Wildblumen. Auf Chemie verzichten. Oder auf dem Balkon oder am Fenster einen kleinen „Bienen-Imbiss“ aufstellen. Klingt klein, ist aber groß. Denn viele kleine Orte zusammen werden zu einem neuen Lebensraum.
Und ja, Schöpfung bewahren heißt manchmal, Platz zu machen. Für ein gutes Miteinander. Von uns und den kleinsten Mitgeschöpfen. Die Bienen würden sich jedenfalls freuen.
Sven Herget, katholische Kirchenredaktion.
