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Wenn Karfreitag zum Hoffnungsweg wird

In ihrem Impuls zu Karfreitag bei Antenne Mainz spricht Gemeindereferentin Melissa Krost über ihre veränderte Sicht auf diesen Feiertag, der für sie nach einer schweren Lebensphase zu einem Hoffnungszeichen wurde. Sie erkennt in Jesu Dunkelheit eine tiefe Nähe Gottes zu menschlichem Leid. Aus dieser Erfahrung wächst ihr Vertrauen, dass jeder Dunkelheit ein persönliches Ostern folgt.
Licht fällt durch eine offene Tür in einen dunklen Raum
3. Apr. 2026

„Kirche“ vom 03.04.2026 ANTENNE MAINZ

Hallo, ich bin Melissa Krost von der katholischen Kirche.

Viele Jahre konnte ich mit Karfreitag gar nichts anfangen. Zu schwer. Zu traurig. Zu dunkel. Kann es nicht einfach Ostern sein und wir feiern das Schöne?

Dann kam eine Zeit in meinem Leben, in der mein persönlicher Karfreitag viele Monate dauerte. Eine schwere, dunkle, traurige Zeit, die nicht aufzuhören schien. Mitten in diese Zeit fiel Ostern. Und Karfreitag.
Plötzlich wurde der Karfreitag zu einem Tag voller Dankbarkeit und Hoffnung. Jesus stirbt. Und ist in tiefster Dunkelheit. Das berührt mich sehr und wurde für mich zu einem Schlüsselmoment. Jesus ist Mensch wie wir. Als Gottes Sohn kennt auch mein Gott diese völlige Dunkelheit.
Und was mir noch viel wichtiger wurde: Diese Dunkelheit geht vorbei. Es wird ein Ostern geben. Meine persönliche Auferstehung. Vielleicht nicht in drei Tagen, aber sie kommt wird kommen. Darauf vertraue ich und daran glaube ich.
Mein persönliches Ostern kam leise und mit der Zeit. Seitdem hat sich meine Sichtweise auf Karfreitag geändert. Ich gehe bewusst durch die Schwere des Tages und fühle Ostern dadurch umso mehr. Das Leben darf diese dunklen Zeiten haben und als Christin vertraue ich auf das Licht, das am Ende steht!

 

Melissa Krost, katholische Kirche für Antenne Mainz.