Daniel in der Löwengrube

Bild Relief-Daniel id Löwengrube-1 (c) Matthias Kirsch
Bild Relief-Daniel id Löwengrube-1
Datum:
Do. 16. Juli 2026
Von:
Matthias Kirsch

Kaum zu sehen, versteckt in der Annenkapelle, findet sich in drei Meter Höhe ein Relief, welches genau genommen zwei biblische Erzählungen verbindet.

Das Relief ist Teil des romanischen Südportals von 1150 nChr. Dieses Portal wurde im Zuge Neugestaltung 1290 nChr. von außen nach innen versetzt.

Das Relief besteht aus zwei Teilen und verknüpft zwei unterschiedliche Erzählungen „Daniel in der Löwengrube“ Dan. 6.1 und 14.23.

Dan. 6.1: Aufgrund von Intrigen und Verleumdungen wird Daniel in die Löwengrube geworfen, weil er trotz aller königlichen Verbote an seinem jüdischen Glauben festhält. Die Hände erhoben zum Gebet an den allmächtigen Gott, verschonen die Löwen Daniel.

Dan. 14.23:  Daniel zieht sich den Hass der Babylonier zu und wird in die Löwengrube geworfen, wo er sechs Tage verbleibt. Ein Engel packt den Propheten Habakuk beim Schopf und zwingt ihn Daniel mit Speisen und Getränke zu versorgen. Am siebten Tag wird Daniel befreit.

Bis heute gibt es unterschiedliche Arten in einer Löwengrube zu landen.

Was heißt es „den Löwen vorgeworfen zu werden“

Wo fühlen sich Menschen so, als seien sie nur noch Futter für die Löwen?

Welchen übermächtigen Kräften sind Sie heute hilflos ausgesetzt?

 

Es bleiben die Kernsätze der Danielerzählung:

Möge Dein Gott, dem du unablässig dienst, dich retten.

Mein Gott sandte mir einen Engel und verschloss den Löwen den Rachen, so dass sie mir nichts antun konnten.

Und Gott verlieh ihnen Wissen, Verstand und Weisheit.