Schmuckband Kreuzgang

Open Air Gottesdienst am Pfarrfest

21 Pfarrfestgodi 3 (c) St. Jakobus Ockstadt

 

Festgottesdienst im schönen Schlosspark – Mitwirken von Musikzug und Erwachsenenschola

Wer war nicht schon einmal auf dem weithin bekannten Pfarrfest in Ockstadt?

Seit über 40 Jahren ist es ein fester Bestandteil und Anziehungspunkt im Ockstädter Jahresablauf Anfang August. Dann kam aber 2020 Corona und stoppte brutal dieses schöne Fest. Und auch in diesem Jahr war an ein Pfarrfest, so wie man es gewohnt ist, nicht zu denken. Aber bedingt durch so manche Lockerung fassten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates den Entschluss, wenigstens einen Festgottesdienst im Freien anzubieten. Hier sind mehr Personen zugelassen, die endlich auch wieder einmal die schönen Kirchenlieder mitsingen dürfen.
Im Vertrauen auf gutes Wetter wurden die Planungen ausgeweitet und intensiviert. Die Bemühungen wurden belohnt, denn am vergangenen Sonntag herrschte bestes Pfarrfestwetter, so wie eigentlich gewohnt.

Die Familie von Franckenstein stellte ihren schönen Schlosspark zur Verfügung und Altar und Festzeltbänke wurden aufgebaut. Über 100 Gottesdienstbesucher folgten dem Ruf der Glocken um 10.00 Uhr, um endlich mal ohne Maske – natürlich mit Abstand – an einem Gottesdienst teilzunehmen und die Lieder vom Liedblatt mitsingen zu können. Der Musikzug des Gesangvereins Frohsinn unter der Leitung von Detlef Breitenbach begleitete den Gottesdienst und auch die Musiker(innen) freuten sich nach 16 Monaten endlich wieder mal öffentlich auftreten zu können. Nicht minder war die Freude bei der Erwachsenenschola unter dem Dirigat von Rainer Bingel, denn auch die über 20 Sänger(innen) freuten sich sehr wieder musikalische Akzente setzen zu können. Die Besucher konnten die Freude förmlich spüren.

Auch Pfarrer Weckwerth, der erst am Freitagabend aus dem Urlaub zurückgekehrt war, trug mit einer ansprechenden Predigt zu diesem Festgottesdienst bei. Das Brot stand im Mittelpunkt seiner Festpredigt und dass man beim Beten des „Vater unser“ sich keine Gedanken mehr macht und dieses Gebet einfach so hinplappert, da wir ja Brot und anderes Essen im Überfluss haben. „Wir haben kein Gefühl mehr für Hunger. Brot steht für Leben und wir haben Sehnsucht nach Leben – gerade in dieser Pandemiezeit, wo wir uns nach „Brot“ also nach einem Leben wie vorher geradezu sehnen. Und das gilt auch für das Pfarrfest, wo sich alle wieder ein „normales“ Pfarrfest schon im nächsten Jahr wünschen.“
Dieser Festgottesdienst war aber immerhin mal ein kleiner Vorgeschmack und sollte das Signal sein: ja, die Kirche lebt noch und versteckt sich nicht in dieser schweren Zeit hinter dicken Kirchenmauern mit sonntäglich 20 bis 30 Gottesdienstbesucher(innen), die – maskenbedingt – nicht wie gewohnt den Gottesdienst mitfeiern können. 

Der Gottesdienst begeisterte alle und viele hätten gerne auf diesem schönen Gelände anschließend eine Bratwurst verzehrt. Aber aus Solidarität mit den anderen Ortsvereinen, die nach wie vor keine Feste anbieten können und auch den strengen Hygieneregeln folgend, hatte der Pfarrgemeinderat darauf verzichtet.