Schmuckband Kreuzgang

Ihr persönlicher Führerschein für den Glauben

Stellen Sie sich vor, Ihr christlicher Glaube sei ein PKW. Der soll natürlich nicht nur in der Garage stehen, sondern Sie wollen mit ihm fahren und an Ihr Ziel kommen - und zwar nicht nur bei Sonnenschein oder am Sonntag, sondern jeden Tag . Vielleicht sind Sie ja mit Ihrem Glauben bisher „gut gefahren“, brauchen aber eine kleine „Auffrischung“ oder „Inspektion“ Ihrer Kenntnisse? Oder Sie sind „Fahranfänger“ und wollen ganz neu in das Glaubensgefährt einsteigen? Vielleicht haben Sie sich auch einfach nur gefragt, wie Sie mit diesem „Fahrzeug“ sicher und pannenfrei ans Ziel kommen können?

Bei allem was wir tun, ist die Reihenfolge ganz wichtig, um ans Ziel zu kommen. Einen Kuchen backen, ohne vorher einen Teig anzurühren, wird nicht gelingen. Wir können beim Autofahren nicht ankommen, ohne vorher einzusteigen. Wir können nicht losfahren, ohne vorher den Motor anzulassen. Die richtige Reihenfolge lernen wir in der Fahrschule.

Denn schon Aristoteles (384 - 322 v.Chr.) schreibt:
Denn der Anfang ist, so sagt man, mehr als die Hälfte des Ganzen und wenn man von ihm ausgeht, werden viele Fragen geklärt.

Ähnlich ist es beim Glauben. Eine Antwort auf die Frage, wie Gott das Leid in der Welt zulassen kann, ob unsere Gebete erhört werden oder was bei einem Wunder passiert, können wir nicht finden, wenn wir vorher nicht verstanden haben, wer denn Gott überhaupt ist.

Besonders im Glauben kommt es auf die richtige Reihenfolge der Fragen an.  Das vergessen wir allzu oft. Auf diesen Seiten soll auf die richtige Reihenfolge der Fragen geachtet und am Beispiel einer Autofahrt – Tür öffnen – einsteigen – anschnallen – anlassen und Rundumblick – losfahren und ankommen –  die Reihenfolge der Glaubensfragen erläutert werden:

  • Was heißt im Glauben die „Tür zu öffnen“?
  • Und wie „steigt man in den Glauben ein“?
  • Was bedeutet es im Glauben sich „anzuschnallen“?
  • Wie „lässt man den Glauben an“ und wie geht im Glauben der „Rundumblick“?
  • Wie „fährt man im Glauben los“ und wie „kommt man an“?

Ihr persönlicher „Führerschein“ für den Glauben erläutert in fünf Kapiteln diese Reihenfolge, damit auch Ihr Glaube in Fahrt und Sie an Ihr Ziel kommen.

Literatur:

Peter Knauer SJ: Kurze Einführung: Christlicher Glauben ISBN 9-783752-879506

Dr. Eckhard Türk: Geistes-Gegenwart. Glauben verstehen. Firmlinge begleiten. ISBN 978-3-00-043514-0

 

Tür öffnen (c) St. Jakobus Ockstadt

Tür öffnen

 

hören:

Begegnung mit einer Botschaft, die "Wort Gottes" zu sein behauptet.

 

Ausgangspunkt unserer Rede von Gott, ist die Begegnung mit der christlichen Botschaft, die Behauptet, "Wort Gottes" zu sein.

einsteigen (c) St.Jakobus Ockstadt

einsteigen

 

zurückfragen:

Wer ist "Gott"?

 

Die Frage:
Existiert Gott? ja oder nein
ist eine Frage, die nicht weiterführt, solange nicht geklärt ist, was das Wort "Gott" bedeutet.

anschnallen (c) St. Jakobus Ockstadt

anschnallen

 

glauben:

Sich in Gemeinschaft mit Gott wissen.

 

Von diesem Gott sagt die christliche Botschaft, dass er uns Gemeinschaft mit sich schenkt.


anlassen (c) St. Jakobus Ockstadt

anlassen und Rundumblick

weitersagen:

Den Glauben weitergeben.

 

 

Kirche ist das fortdauernde Geschehen der Weitergabe dieses unüberbietbaren Wortes Gottes, das uns Jesus mitgeteilt hat und alle Menschen angeht.

losfahren und ankommen (c) St. Jakobus Ockstadt

losfahren und ankommen

denken und handeln:

Folgerichtig denken und menschlich handeln.

 

Das im Glauben angenommene Wort Gottes entmachtet die Angst des Menschen um sich selbst, die ihn immer wieder davon abhält, menschlich zu agieren. Wer sich in der Gemeinschaft mit Gott weiß, folgt seiner gewissenhaften Vernunft auch dann, wenn es nach menschlichem Ermessen nicht zu erwarten ist.