Schmuckband Kreuzgang

Der Pfarrgemeinderat Ockstadt berichtet hier auf dieser Seite über Wichtiges und Informatives aus unserer Pfarrgemeinde bzw. über die Arbeit des Pfarrgemeinderates.

  •  

Liebe Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Jakobus Ockstadt,

wie schnell doch so zwei Monate vergehen – und trotzdem hat man das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist. Denn Corona hat nach wie vor immer noch die ganze Welt im festen Griff. Deuten sich leichte Verbesserungen an, so machen ein paar Tage später Meldungen über steigende Infektionszahlen diesen zarten Hoffnungsschimmer wieder zunichte.
So wie gewohnt werde ich sie aber wieder darüber informieren, was sich in den zurückliegenden Monaten in unserer Pfarrgemeinde alles ereignet hat.
Nach wie vor haben wir vom Pfarrgemeinderat mit Corona auch unser Problem und treffen uns sehr oft zu virtuellen Sitzungen per Bildschirm, um über Gottesdienste, sonstige kirchliche Veranstaltungen und entsprechende Hygienemaßnahmen zu sprechen. So hatten wir u.a. in einer dieser Sitzungen beschlossen, dass ab dem 17. Januar wieder Präsenzgottesdienste in unserer Kirche stattfinden können – d.h., dass die Kirche wieder für Gottesdienstbesucher geöffnet wird. Davon machen so durchschnittlich 15 bis 20 Personen im Hochamt und etwa 30 bis 40 Gläubige in der Abendmesse Gebrauch. Die Kirchenlieder in der Abendmesse am Sonntag singen nun 4 Mitglieder der Erwachsenenschola, da die Kirchenbesucher nach wie vor nicht mitsingen dürfen.
In den Sonntagsgottesdiensten am 31. Januar „erschreckte“ uns Pfarrer Weckwerth mit der Nachricht, dass er, da er ja im April 67 Jahre alt wird, sich mit seiner Zukunft beschäftigt. Er mache sich darüber Gedanken, dass er den pastoralen Weg in Ockstadt nicht aktiv als unser Pfarrer erleben wird. Er könne sich zum Beispiel vorstellen, mit einem Wohnmobil als Aushilfspfarrer einzelne Pfarreien anzusteuern. Wie gesagt, „das seien nur so Gedanken“. Ich persönlich denke aber, dass er noch mindestens zwei Jahre unser Pfarrer sein wird.
Der Gottesdienst an Maria Lichtmess am Dienstag, den 2. Februar war mit über 40 Gottesdienstbesuchern erstaunlich gut besucht. Zu Beginn des Gottesdienstes segnete Pfarrer Weckwerth die mitgebrachten Kerzen. Den traditionellen Blasiussegen am Schluss des Gottesdienstes erteilte er in diesem Jahr vom Altar für alle Gläubige gemeinsam – einzeln war das ja wegen Corona in diesem Jahr nicht erlaubt.
Am anderen Tag wurden wieder vom „Weihnachtsbaum Team“ (=6 Männer) die Weihnachtsbäume weggeräumt und entsorgt. Außerdem räumten sie die Krippenfiguren unserer diesjährigen „Corona Krippe“ wieder auf den Speicher der Sakristei. Vielen Dank dafür! Wir alle hoffen, dass beim Aufbau im Dezember 2021 alles wieder einigermaßen normal sein wird.
Am Mittwoch, dem 17. Februar fing dann mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit an. Auch dieser Gottesdienst war mit über 40 Gläubigen sehr gut besucht. Dank unserer Ockstädter Eventfirma Floodwave und Ludwig Witzenberger wurde er live auf unserer Homepage übertragen. So konnten unsere Firmlinge, die sich derzeit in der Vorbereitung auf ihre Firmung an Pfingsten befinden, diesen Gottesdienst zu Hause am Bildschirm mitfeiern. Sie selbst hatten per Videobotschaft mit dem Kyrie, den Fürbitten und dem Dankgebet mit zur Gestaltung beigetragen. Wegen Corona bot Pfarrer Weckwerth 2 Möglichkeiten an, sich mit Asche oder einem rußgeschwärzten Gegenstand das Kreuz selbst auf die Stirn zu geben.
Auch fanden in diesem Jahr wieder die Fastenandachten jeweils am Donnerstag um 19.00 Uhr statt. Unsere Katecheten Werner Bohm, Dr. Karl Gruber sowie Theologe Timm Schreiner hatten sie wieder bestens vorbereitet und es wurde u.a. der angebotene Kreuzweg aus der Infoschrift von Misereor gebetet oder eine Betrachtung über das “Vater unser“.
Wie immer: Ich kann den Besuch dieser Andachten nur empfehlen! Es hat was Familiäres – allerdings wird die Zahl der Andachtsbesucher durch Krankheit und leider auch durch Tod weniger. Wo bleiben die „jüngeren Älteren“ als Nachfolger?
In einer weiteren Sitzung des Pfarrgemeinderates ging es um das Große Gebet. Hier beschlossen wir, dass diese alte Tradition in diesem Jahr wieder stattfindet – letztes Jahr musste das Große Gebet wegen Corona ja ausfallen. Wir erarbeiteten ein entsprechendes Hygienekonzept. So gab es zu Beginn der einzelnen Betstunden lediglich einen Impuls von etwa 15 Minuten, danach konnten die Gläubigen noch eine Viertelstunde im stillen Gebet in der Kirche verweilen, die danach gründlich gelüftet und desinfiziert wurde bis zum Beginn der nächsten Betstunde. Der Besuch der Betstunden war durchweg zufriedenstellend, teilweise waren über 20 Besucher in der Kirche.
Bereits am Freitag, dem 05. März trafen sich um 10.30 Uhr die Kinder der Kindertagesstätte St. Jakobus mit ihren Betreuerinnen in der Kirche und hielten ihre eigene Betstunde zum Thema “ Gottes Liebe ist so wunderbar“.
Für die Erwachsenen begannen die Betstunden am Samstag und Sonntag jeweils um 14.00 Uhr mit einem Impuls von Pfarrer Weckwerth zu den Themen Gesundheit und das Beten zu Gott.
Obwohl an die Senioren, die immer am Seniorennachmittag teilnehmen, Handzettel von der Betstunde verteilt worden waren, damit sie nicht in die Kirche müssen, konnte Heinrich Bayer vom Seniorenkreis trotzdem viele Senioren zu der Betstunde für die Senioren begrüßen. Auch er ging einfühlsam mit Fürbitten und Lesung auf die Themen Beten und Trost empfinden ein.
Den Impuls für die Frauen hatten Christiane Dönges und Karola Klein vom Frauenkreis vorbereitet. Sie bezogen sich auf den Psalm 23 – „Der Herr ist mein Hirte – er führt mich an Wasser des Lebens“.
Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Werner Kipp sowie Margarethe Koch gingen in ihrem Impuls für die Ockstädter Landwirte und Obstbauern auf die Klimaveränderung ein – dass der Mensch die Erde braucht, jedoch die Erde den Menschen nicht. Der Mensch ist nur Gast auf Erden, treibt aber Raubbau mit den Ressourcen.
In der virtuellen Betstunde für die Jugendlichen gingen die Firmlinge auf den Bibeltext Matthäus 14, 22-33 ein, der Gang Jesu auf dem Wasser. Mit diesem Bibeltext und unter Einbeziehung des Liedes: „Ist da jemand?“ von Adel Tawill, hat sich die Botschaft herauskristallisiert, dass man im Tun und Handeln immer auf Gott vertrauen kann, auch wenn einem Steine in den Weg gelegt werden.
Alle Betstunden waren von den Katecheten hervorragend vorbereitet gewesen. Mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst am Sonntagabend, dem sehr viele Gottesdienstbesucher beiwohnten, endeten die zwei Tage des Großen Gebetes wie gewohnt mit dem sakramentalen Segen am Schluss des Gottesdienstes und dem Lied:
„Großer Gott wir loben Dich…“
In einer weiteren virtuellen Sitzung am 10. März ging es für uns Mitglieder vom Pfarrgemeinderat um die Gestaltung der Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern. Hier wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Da im vorigen Jahr an Ostern die Kirche geschlossen bleiben musste, werden wir – ähnlich wie am Großen Gebet – den Besuch der Gottesdienste zulassen. Allerdings muss man sich für jeden Gottesdienst anmelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist - telefonisch unter 57 54 oder am Kircheneingang beim Einlassdienst in die Listen eintragen. Die Karwoche beginnt ja mit dem Palmsonntag, wo die gewohnte Palmprozession ausfallen muss. Die Liturgie beginnt um 18.00 Uhr in der Kirche. Die Palmzweige werden von Pfarrer Weckwerth vorher geweiht und können mit in die Kirche genommen werden. Die restlichen Palmzweige können bis Montagabend vor der Kirche abgeholt werden.
Die Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag für beide Gemeinden beginnt um 20.00 Uhr. Danach wird gelüftet und ab 22.00 Uhr beginnt bis 24.00 Uhr wie gewohnt die Nachtwache.
Am Karfreitag findet um 11.00 Uhr in der Kirche ein Kreuzweg für die Kinder statt – in diesem Jahr mal anders wie gewohnt. Bitte eine Blume mitbringen. Um 15.00 Uhr dann der Karfreitagsgottesdienst für beide Gemeinden in Rosbach – auch zu diesem Gottesdienst bitte anmelden und eine Blume mitbringen.
Der Kreuzweg für die Jugend findet virtuell statt – bitte auf unsere Homepage gehen. Beachten sie bitte die Plakate im Kirschenberg, hier können sie den Text über einen QR-Code abrufen und alleine für sich den gewohnten Kreuzweg beten.
Auch die Feier der Osternacht um 21.00 Uhr beginnt in der Kirche mit dem Einzug von Pfarrer Weckwerth, der die schon entzündete Osterkerze in die dunkle Kirche trägt. Auch zu diesem Gottesdienst muss man sich anmelden. Unser Liturgieausschuss kümmert sich um den Ablauf der Osternacht, da auch dieser Gottesdienst  nicht länger als eine Stunde dauern soll.
Die Gottesdienste an Gründonnerstag sowie die Osternacht werden dank unserer Eventfirma FLoodwave und Ludwig Witzenberger live im Stream auf unserer Homepage www.stjakobus-ockstadt.de übertragen. Wir empfehlen ihnen - um sich zu informieren - gerade in dieser Corona Zeit da mal öfters reinzuschauen, denn hier steht
alles Aktuelle drin.
Wie gewohnt dann die Ostergottesdienste am Ostersonntag um 18.00 Uhr und am
Ostermontag morgens um 9.00 Uhr – hier ist dann keine telefonische Anmeldung mehr erforderlich.
Schon heute steht fest, dass es auch zu Himmelfahrt am 13. Mai keine Prozession geben wird und der Gottesdienst in der Kirche gefeiert wird. Am Pfingstmontag werden unsere Firmlinge gefirmt. Auch hier müssen wir die weitere Entwicklung abwarten –ähnlich ist es mit der Erstkommunion.
Was aber feststeht ist, dass im Monat Mai wieder die Maiandachten stattfinden – die kann ich ihnen sehr empfehlen.
Soweit nun die Info betreffend Ostern und weitere Gottesdienste - ich persönlich hoffe sehr, dass wir bald wieder so Gottesdienste feiern können, wie wir es vor Corona gewohnt waren. Ich weiß aber auch, dass dies bestimmt erst im nächsten Jahr sein wird.

Ich wünsche uns allen trotz Corona eine schöne Osterzeit, einen milden Frühling und freuen sie sich auf die Kirschenblüte, denn wir hier in Ockstadt haben es doch eigentlich ganz gut und können die Natur genießen.

Es grüßt herzlich  

Uli Henritzi – Mitglied des PGR Ockstadt