Schmuckband Rad

Tür öffnen

Hören:

Begegnung mit einer Botschaft, von der behauptet wird, sie sei Wort Gottes

Bevor wir in ein Auto einsteigen, müssen wir die Türe öffnen. Genauso ist es auch beim Glauben. Wo aber ist beim Glauben die „Tür“? Wie öffnet man im Glauben diese Tür?

Die Tür des Glaubens ist das, womit es losgeht. Viele Menschen meinen, sie könnten in den Glauben nur „einsteigen“, wenn sie vorher eine Erfahrung mit Gott gemacht haben. Andere versuchen, eine Antwort zu bekommen auf die Frage, ob es denn Gott wirklich gibt. Wieder andere meinen, der Glaube sei eine Art Ratgeber, um glücklich zu leben und ein guter Mensch zu werden. Und schließlich erzählen Menschen davon, sie hätten die Tür zum Glauben in grandiosen Naturerlebnissen oder spirituellen Events gefunden.

Wenn Sie mit nichts von alledem etwas anfangen können, seien Sie beruhigt, die Tür des Glaubens lässt sich viel einfacher finden und auch öffnen!

 

Die „Tür“ des Glaubens öffnet sich durch das „Hören“.
Hören von einer Botschaft, von der behauptet wird, sie sei Wort Gottes.

 

Mit dem Glauben geht es los, indem jeder von uns einem Christen begegnet, der uns eine Botschaft ausrichtet, von der er behauptet, dass sie das Wort Gottes ist.

Die Tür, die wir im Glauben öffnen, ist das Hören dieser Botschaft. Die Tür des Glaubens ist die Begegnung mit anderen Menschen, die uns etwas Gutes von Gott her zu sagen haben. Damit ist noch nicht gesagt, ob diese Botschaft wirklich wahr ist. Es wird lediglich darum gebeten, dass die Botschaft angehört und uns in ihr erklärt wird, was Gott uns zu sagen hat.

Das Wort Gottes ist kein Wort über Gott, sondern ein Wort von Gott für alle Menschen.
Was sagt uns dieses Wort Gottes?
Es sagt:
Ganz gleich was Dir in Deinem Leben zustößt, was Dich ängstigt oder freut und welche Probleme Du hast, ja sogar in Krankheit und Tod, der liebe Gott ist immer bei Dir!

Wie kann uns Gott durch andere Menschen zusagen lassen, dass er immer bei uns ist? Wie können andere Menschen uns so etwas „Unglaubliches“ sagen?

Sie können es nur, weil sie dem Wort Jesu Glauben schenken, der uns von Gott mitteilte, dass der „Vater“ schon immer die Menschen und die ganze Welt in seine Liebe hineingenommen hat, die die Liebe des Vaters zum Sohn ist und die unter den Menschen im Heiligen Geist gegenwärtig wird.

Deshalb ist die kürzeste Botschaft, die uns im Hören erreicht:

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Damit ist gemeint: Egal was kommt, ihr seid immer in dieser Liebe Gottes „drin“. Das Kreuzzeichen meint also mit seinem „Im Namen …“ nicht, „im Auftrag“, sondern will sagen, oben und unten, links und rechts, wir sind immer schon in Gott geborgen. Das muss uns aber gesagt werden, denn die Welt sieht nicht so aus, als wäre sie in der Liebe Gottes geborgen. Der Glaube kommt somit vom Hören. Das hat der Apostel Paulus erkannt und schreibt es in seinem Brief an die Römer (vgl. Röm 10,17 – siehe rechts).

Die Tür des Glaubens wird durch die Zusage „Gott ist immer bei uns“ geöffnet. Sie gilt über den Tod hinaus in alle Ewigkeit und ist das unüberbietbar Größte, was uns Gott sagen kann. Und nur darum geht es im christlichen Glauben. Niemand in dieser Welt kann uns etwas über den Tod hinaus versprechen.

Wie kann die Botschaft: „Der liebe Gott ist immer bei Dir!“ wirklich wahr sein? Diese Frage muss in den nächsten Kapiteln des „persönlichen Glaubensführerscheins“ beantwortet werden.

Und vor allem soll auch darüber nachgedacht werden, was eine solche Botschaft für unser Leben und unseren Alltag bedeutet.

Nehmen wir mal einen Moment lang an, wir lassen uns darauf ein, dass gegen die Liebe Gottes keine Macht der Welt ankommt und auch der Tod nicht mehr das letzte Wort hat.
Mit einem Vertrauen in diese Botschaft käme eine Gewissheit in unser Leben, die stärker wäre als unsere Angst um uns selbst. Diese Angst kommt ja durch unsere eigene Vergänglichkeit. Da alles in dieser Welt vergeht und vom Tod eingeholt wird, liegen hierin der Grund und die Wurzel aller Unmenschlichkeit. Durch unsere Vergänglichkeit und Begrenztheit wird unsere Angst, in diesem Leben zu kurz zu kommen, befeuert. Daraus entsteht Lüge und Betrug, Mord und Totschlag.

Die christliche Botschaft von Gott, der immer bei uns ist, möchte diese Angst entmachten und uns zur Menschlichkeit befreien (vgl. Hebr 2,15 – siehe rechts).

Das ist die wirkliche Bedeutung des Wortes Gottes für unser Leben und unseren Alltag:

Du brauchst nicht mehr aus dieser Angst um Dich selbst zu leben!

Das heißt nicht, dass wir keine Angst mehr haben. Auch Jesus hat in Getsemani Angst gehabt
(vgl.Mt 26,36f. - siehe rechts). Der Glaube versetzt uns aber in die Lage, uns dieser Angst zu stellen und ihr nicht mehr das letzte Wort über unser eigenes Leben zuzugestehen. Nur Gott hat das letzte und endgültige Wort über den Menschen. Und er hat es uns in Jesus Christus so gesagt, dass wir es verstehen und weitersagen können.

So, jetzt ist die Tür unseres „Glaubensfahrzeuges“ geöffnet. Die „Tür“ ist das Hören des Wortes Gottes. Wir wissen jetzt, worum es geht. Wenn wir danach „einsteigen“, wird zunächst zurück gefragt werden müssen, was das Wort „Gott“ beim „Wort Gottes“ bedeuten soll, beziehungsweise wer denn Gott sein soll. Erst dann ist es angebracht zu fragen ob es ihn auch wirklich gibt.