Die Heilige Woche

Was feiern wir an diesen Tagen?

Palmsonntag (c) Kroll
Palmsonntag
Datum:
Sa. 21. März 2026
Von:
rk

Die Heilige Woche – von Palmsonntag bis Ostern – ist die intensivste Zeit im Kirchenjahr. In unseren katholischen Gemeinden feiern wir diese Tage mit besonderen Gottesdiensten und traditionellen Bräuchen, die uns Schritt für Schritt durch das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu führen.

Palmsonntag:
Mit der Segnung der Palmzweige und einer feierlichen Prozession erinnern wir an den Einzug Jesu in Jerusalem.
Gründonnerstag:
Wir feiern das letzte Abendmahl Jesu. Nach dem Gloria verstummen die Glocken. Die Fußwaschung und die Übertragung des Allerheiligsten zum „Ölbergaltar“ laden zur Betrachtung und zum stillen Gebet ein.
Karfreitag:
Der Karfreitag ist ein Tag der Stille und des Fastens. In der Feier vom Leiden und Sterben Christi hören wir die Passion, beten die Großen Fürbitten und verehren das Kreuz. Viele Gläubige nehmen am Kreuzweg teil.
Karsamstag:
Die Kirche verharrt in der Grabesruhe. Es besteht die Möglichkeit, das „Heilige Grab“ zu besuchen.
Osternacht:
Die Osternacht bildet den Höhepunkt des Kirchenjahres. In der Nacht zum Ostersonntag wird das Osterfeuer entzündet, an dem die Osterkerze ihr Licht erhält. Das Osterlob wird gesungen und die Heilsgeschichte verkündet.  Gemeinsam erneuern wir unser Taufversprechen und feiern in einer festlichen Eucharistie die Auferstehung Christi. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die Osterspeisen gesegnet.
Ostersonntag:
Am Ostersonntag feiern wir in einem festlichen Gottesdienst die Auferstehung Christi. Am Abend versammeln wir uns zur feierlichen Ostervesper, um den Ostertag im Gebet und Gesang ausklingen zu lassen.

 

Viele der Riten und Bräuche der Heiligen Woche sind uns vertraut – sie begleiten uns seit Jahren und gehören selbstverständlich zu unserem Glauben. Andere hingegen begegnen uns vielleicht seltener. Gerade diese Mischung aus Bekanntem und Neuem macht die Tage vor Ostern so reich: Sie laden uns ein, vertraute Zeichen neu zu entdecken und weniger bekannte Traditionen besser zu verstehen.

Agape
An Gründonnerstag (02.04.2026), am Tag vor Jesu Tod, feiern wir, dass Jesus die Eucharistie, die heilige Kommunion gestiftet hat. Im Anschluss an die Abendmahlsmesse sind alle Gläubigen zur Agapefeier eingeladen. Das Wort „agape“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Liebe“. Bereits die ersten Christen kamen nach der Feier der Gottesdienste zusammen, um miteinander zu essen und Gemeinschaft zu erfahren. Diese Tradition nehmen auch wir in unseren Gemeinden auf und laden herzlich zur Agapefeier ein und dazu über die Erfahrung des Gottesdienstes hinaus miteinander in Kontakt zu kommen.
Die Agape findet nach den Abendmahlsmessen in Riedstadt-Goddelau im Pfarrsaal bzw. in Gernsheim im Kettelerhaus statt.

Trauermette
Der Karfreitag gehört zu den stillsten Tagen des Jahres. Wir feiern an diesem Tag das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Am Morgen des Karfreitags, 03.04.2026 laden wir herzlich zur Trauermette um 07.30 Uhr nach St. Bonifatius (Goddelau) ein. In dieser Gebetszeit werden miteinander Psalmen gesungen. Im Mittelpunkt stehen die Klagelieder des Propheten Jeremia. In dem Lied wird die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, dem Ort der Gegenwart Gottes besungen und beklagt. Die christliche Gemeinde sieht darin einen Vorausblick auf den Tod Jesu am Kreuz. Wie Jesus sich im Leiden und Sterben Gott seinen Vater anvertraut hat, so dürfen auch wir Gläubigen auf Gott unseren Vater und auf seine rettende Hand vertrauen.

Gründonnerstag und Karfreitag 2023 (c) Kroll