Auf Einladung des Pfarrgemeinderats Riedstadt kamen am Sonntag, dem 23. August, zahlreiche Gemeindemitglieder im Pfarrsaal zusammen, um sich über den aktuellen Stand des Fusionsprozesses zu informieren.
Im Mittelpunkt standen ausführliche Informationen zum bisherigen Verlauf auf dem Weg zur neuen Pfarrei. Viele offene Fragen konnten beantwortet werden, sodass ein klareres Bild der kommenden Schritte entstand.
Darüber hinaus wurde über die Veränderungen gesprochen, die die neue Pfarrei mit sich bringen wird.
Aus dem Protokoll und den beigefügten Dokumenten können Sie sich einen vertiefenden Eindruck von den Inhalten des Treffens verschaffen.
Informationen – Antworten – Gespräch zur neuen Pfarrei Hl. Johannes Nepomuk im hessischen Ried
Das Protokoll ergänzt die in der Pfarrversammlung gezeigte Präsentation und fasst insbesondere die wesentlichen Erläuterungen und Gesprächsinhalte zusammen.
Begrüßung und Einführung:
Der PGR-Vorsitzende Bernhard Pütz begrüßt die Anwesenden und führt in die Pfarrversammlung ein. Im Mittelpunkt stehen Informationen zum aktuellen Stand des Fusionsprozesses sowie die Möglichkeit, offene Fragen zur neuen Pfarrei zu stellen.
Die einzelnen Themenblöcke und Fragen werden im Verlauf der Versammlung anhand der vorbereiteten Präsentation vorgestellt und anschließend durch nähere Erläuterungen und Fragen aus der Versammlung ergänzt. Grundlage sind die im Vorhinein aus der Gemeinde eingegangenen Fragen, die von Albert Kobinger in Vorbereitung auf die Versammlung thematisch gebündelt wurden.
Albert Kobinger übernimmt die Moderation der Versammlung und führt durch die einzelnen Themenblöcke.
Themenblöcke:
- Gebäude: Pfr. Clemens Wunderle erläutert den aktuellen Stand zur Situation der Gebäude. Dabei wird zunächst klargestellt, dass aktuell keine Kirche aufgegeben wird. Zugleich wird verdeutlicht, dass die langfristige Entwicklung der Gebäude von ihrer Nutzung, dem finanziellen Aufwand und insbesondere vom bestehenden bzw. entstehenden Sanierungsbedarf abhängen wird.
- Finanzen: Die zuvor eingereichten Fragen zum Thema Finanzen wurden an die Verwaltungsleitung Frau Fischer weitergegeben und von ihr beantwortet (s. Anhang). Angelika Rodenhausen stellt die Antworten in der Pfarrversammlung vor. Die wesentlichen Zusammenhänge sind in der Präsentation dargestellt.
- Hauptamtliche und Stellen: Angelika Rodenhausen erläutert die aktuelle und künftige Situation der hauptamtlichen Mitarbeitenden. Dabei wird deutlich, dass die für die neue Pfarrei vorgesehene Struktur mit drei hauptamtlichen Stellen bereits heute besteht. Durch den Weggang verschiedener Mitarbeitender in den vergangenen Jahren hat sich diese Situation inzwischen eingespielt.
Für die neue Pfarrei ist damit eine Leitung aus dem leitendem Pfarrer, der Koordinatorin und der Verwaltungsleitung vorgesehen.
Dabei soll es innerhalb dieser Leitung feste Ansprechpersonen für die einzelnen Gemeinden geben. Im Zusammenhang mit dem Weggang von Maximilian Eichler wird sich außerdem nach einer möglichen Nachbesetzung erkundigt. Grundsätzlich besteht die Hoffnung nach einer Nachbesetzung, diese hänge jedoch von personellen Möglichkeiten und Bewerbungen ab.
- Verwaltung und neue Gremienstruktur: In diesem Themenblock wird zunächst auf die zukünftige Organisation des Pfarrbüros eingegangen. Das zentrale Pfarrbüro wird künftig in Gernsheim angesiedelt sein. Gleichzeitig soll in Goddelau weiterhin eine erweiterte Kontaktstelle mit insgesamt acht Öffnungsstunden bestehen bleiben. Zusätzlich werden Stunden im Backoffice geleistet.
Anschließend wird die zukünftige Gremienstruktur der neuen Pfarrei vorgestellt. Die verschiedenen Gremien und ihre jeweiligen Aufgaben werden anhand der in der Präsentation dargestellten Struktur erläutert.
- Gemeindestatistik: Angelika Rodenhausen stellt die Jahresabschlussstatistik der Pfarrei vor.
- Gottesdienste und Seelsorge: Bernhard Pütz greift die zu diesem Themenbereich eingereichten Fragen auf und stellt die dazu vorbereiteten Antworten vor. Dabei wird deutlich, dass insbesondere die zukünftige inhaltliche Ausrichtung der neuen Pfarrei noch gemeinsam entwickelt werden soll. Die weitere Gestaltung wird dabei auch Aufgabe des neu zu wählenden Pfarreirates sein.
- Kommunikation und Transparenz: Es wird vorgestellt, welche Themen im Fusionsprozess bisher erarbeitet wurden und in das gemeinsame Pastoralkonzept einflossen sind. Das Konzept soll in Zukunft auf der Website veröffentlicht werden. Darüber hinaus wird besprochen, wie eine transparente und nachvollziehbare Kommunikation in der neuen Pfarrei gestaltet werden kann, wie die Anliegen der einzelnen Orte in den neuen Strukturen berücksichtigt werden und in welcher Form die Bedürfnisse der Gemeinden bisher erfasst wurden.
- Gemeinschaft, Angebote und Ökumene: Es wird dargestellt, wie das Zusammenwachsen der bisherigen Gemeinden durch Begegnungen, gemeinsame Angebote und eine stärkere Vernetzung der Orte gefördert werden kann. Dabei werden bestehende und geplante Angebote, die ökumenische Zusammenarbeit, Angebote für verschiedene Altersgruppen sowie Möglichkeiten für Fahrgemeinschaften vorgestellt. Antonia Kobinger betont insbesondere die Angebote für Jugendliche und ermutigt dazu, sich bei Wünschen oder Fragen jederzeit an sie, Leopold Loges oder den Pfarrer zu wenden. Außerdem weist sie auf die neu entstehende Jugendgruppe in Stockstadt hin.
- Abschied und Übergang: Zum Abschluss wird der Übergang von den bisherigen Pfarreistrukturen zur neuen Pfarrei thematisiert. Dabei wird betont, dass mit der Gründung der neuen Pfarrei nicht alles bisher Gewachsene verloren geht. Vieles bleibt zunächst bestehen, insbesondere die Menschen und das Gemeindeleben vor Ort sowie die bisherige Gottesdienstordnung. Wie die bisherigen Pfarreien St. Bonifatius und St. Alban angemessen verabschiedet werden können, soll in der nächsten PGR-Sitzung weiter beraten werden. Außerdem wird auf den Gründungsgottesdienst der neuen Pfarrei am 31.01.2027 um 10:00 Uhr hingewiesen.
Abschluss
Die Pfarrversammlung endet mit einem Dank an alle Anwesenden sowie an die Personen, die ihre Fragen eingebracht haben. Abschließend wird auf den bestehenden Newsletter hingewiesen und Rita Kroll als Verantwortliche für den Newsletter für ihr Engagement gedankt. Zum Abschluss werden alle Anwesenden dazu eingeladen, sich auch weiterhin einzubringen und die neue Pfarrei gemeinsam mitzugestalten.
Eingereichte Fragen zum Thema Finanzen und Antworten von der Verwaltungsleitung Frau Fischer: