Hans-Jürgen Dörr (c) Bistum Mainz

Benediktinische Präsenz soll bleiben

Hans-Jürgen Dörr
Datum:
Fr 16. Okt 2020
Von:
Kirchenzeitung "Glaube und Leben"/ Anja Weiffen

Moment mal

Das Kloster Jakobsberg soll künftig eine wichtige Rolle im Konzept der Tagungshäuser des Bistums spielen. Das hatte das Bistum bei der Bekanntgabe der Schließung unter anderem des Binger Kardinal-Volk-Hauses und des Hauses St. Gottfried in Ilbenstadt angekündigt. Fragen an Seelsorgedezernent Hans Jürgen Dörr.

Das Dezernat Seelsorge ist für die Exerzitien- und Tagungshäuser des Bistums zuständig. Würden Sie die Pläne erläutern?

Die genannten Häuser schließen, damit die übrigen eine Zukunft haben. Wir fragen uns: Welche pastoralen Aufgaben haben wir im Bistum? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Welche Tagungshäuser haben wir, um den pastoralen Schwerpunkten einen guten Ort zu geben. Das Kloster Jakobsberg mit seiner benediktinischen Tradition soll zu einem geistlich-spirituellen Zentrum für das Bistum entwickelt werden. Folgende pastorale Aufgaben werden dort verankert: Spiritualität und Glaubensvertiefung, Exerzitienarbeit, kirchenmusikalische Bildungsarbeit, Kursangebote der Fort- und Weiterbildung für Hauptamtliche, Angebote der Jugend- und Erwachsenenseelsorge. Zudem soll der Jakobsberg im Zuge der geistlichen Erneuerung Treffpunkt für Gremien und Pastoralteams der neuen Pfarreien werden. Der Jakobsberg soll künftig eine Vielfalt von Erfahrungsräumen ermöglichen, in denen Menschen Leben und Glauben teilen und darüber ins Gespräch kommen können.

Steht ein Umbau an?

Innerhalb des Klosterareals werden die Missionsbenediktiner in ein anderes Gebäude ziehen, so dass das eigentliche Kloster für die Exerzitienarbeit zur Verfügung steht. Die Entwicklung dieses „stillen“ Bereichs erfordert Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Zudem könnten weitere Wirtschaftsräume ausgebaut werden. Inwieweit baulich investiert wird, entscheidet sich in der nächsten Zeit. Die Kosten müssen angemessen bleiben.

Wie sieht es mit den personellen Strukturen aus?

Die benediktinische Präsenz auf dem Jakobsberg soll auf jeden Fall bleiben. Das Bistum steht in sehr guten Gesprächen mit den Missionsbenediktinern. Ob die Schwestern vom Eucharistischen König bleiben, steht noch nicht fest. Angestrebt wird, dass das Bistum den Betrieb des geistlichen Zentrums komplett übernimmt.

Der zeitliche Fahrplan?

Geplant ist eine Übergangszeit von zwei Jahren für die schrittweise Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, so dass wir am 1. Januar 2023 neu starten könnten.

 

Diesen Artikel und noch viel mehr lesen Sie in der neuesten Ausgabe von Glaube und Leben vom 18. Oktober 2020. Gibt's was Neues bei Ihnen, lassen Sie es uns wissen! Anruf - 06131/28755-0 - oder E-Mail: info@kirchenzeitung.de