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Schreiben gegen Stimmungsmache

Jacob
Mi 4. Mär 2020
Anja Weiffen

Moment Mal: Anruf der kirchenzeitung bei Thomas Jacob

„Europa – eine Reise“ heißt ein Schreibwettbewerb des Ketteler-Kollegs und -Abendgymnasiums des Bistums Mainz. Fragen an Thomas Jacob, Schulleiter des Ketteler-Kollegs in Mainz.

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende der Kollegs und Abendgymnasien in Rheinland-Pfalz und Hessen sowie an Schüler der Sekundarstufe II der Schulen in Trägerschaft der Diözesen Mainz, Limburg und Fulda. Fragen an Thomas Jacob, Schulleiter des Ketteler-Kollegs in Mainz.

Was war die Idee dazu?

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sich für gemeinsame europäische Werte einzusetzen sowie sich gegen Populismus und nationalistische Stimmungsmache zu wenden. Als Schule mit Bildungsauftrag wollen wir uns daran beteiligen. Daher haben wir das Thema Europa in Projekte aufgenommen. Der Schreibwettbewerb soll zudem eine größere Öffentlichkeit erreichen.
Es ist erschreckend festzustellen, wie wenige Kenntnisse manche über Europa haben, etwa darüber, was die Europäische Union ausmacht oder welche Vorteile dadurch entstehen.
Um das Thema zu verbreiten, kam die Idee zum Schreibwettbewerb auf. Da war es naheliegend, Bischof Peter Kohlgraf als Schirmherr anzufragen. Auch die Jury, die neben dem Bischof unter anderem mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig und dem hessischen Kultusminister Alexander Lorz besetzt ist, weist auf die Wichtigkeit des Themas hin.
Warum haben Sie das Reisen hineingenommen? Reisen muss man sich ja leisten können.

Wir wollten ein Thema, das viele Aspekte unter einen Hut bringt. Reisen ist da ein guter Ansatz. Das kann die wirkliche Reiseerfahrung sein, woraus man einen journalistischen Text schreiben kann. Man kann die Reise aber auch als Reise in die Vergangenheit oder die Zukunft auffassen. Wie ist die EU entstanden? Oder was erwartet uns nach dem Brexit?

Sie haben eben die europäischen Werte angesprochen – welche sind das für Sie?

Etwa die Vielfalt der Kulturen und Religionen. Die Freiheiten in den demokratischen Staaten Europas, wenn Menschen unabhängig von Herkunft und Geschlecht sich bilden und die Welt mitgestalten können. Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Sicherheit sind weitere Aspekte, die wir meines Erachtens mittlerweile viel zu selbstverständlich als gegeben sehen.

Einsendeschluss ist der
8. Mai 2020. Infos: info@ketteler-kolleg.de,
www.ketteler-kolleg.de

Den Beitrag mit weiteren Hintergründen lesen Sie in der Print-Ausgabe von "Glaube und Leben" vom 8.März

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