98. Kirchenmusikalische Werkwoche

Für viele, die sich in einer kirchenmusikalischen Ausbildung befinden, ist die Teilnahme ein fester Bestandteil ihres Ausbildungswegs. Teilnehmen können alle ab 16 Jahren. Jüngere Interessierte sind ebenfalls herzlich willkommen – sie benötigen lediglich eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.
Auf dem Tagesplan stehen unter anderem:
GOTTESDIENSTE - in unterschiedlichen liturgischen Formen (Morgenlob, Vesper, Nachtgottesdienst, Messfeier)
CHORPLENUM - Im Plenum werden täglich gemeinsam in großer Runde Stücke für die Gottesdienste erarbeitet. Das Plenum wird in diesem Jahr von Gregor Knop geleitet
STIMMBILDUNG - Chorische Stimmung unter Berücksichtigung der zu erarbeitenden Literatur. Angebot von Einzelstimmbildung („Stimmcheck“), auch im Hinblick auf die liturgische Praxis (z.B. Kantorendienst). In diesem Jahr begleiten uns Katharina Roß und Shawn Mlynek als Stimmbildner.
ARBEITSKREISE - Jeder Teilnehmer wählt einen Arbeitskreis aus, der ihn über die ganze Woche begleitet.
Arbeitskreise
Basiswissen Kirchenmusik
Alexander Grün & Kerstin Aufenanger
Dieser Grundkurs „Liturgie und Kirchenmusik“ enthält allerlei Wissenswertes – aus den Bereichen Liturgik, Musikgeschichte und Orgelkunde – für das Leben als D-Kirchenmusiker.
Für unsere Auszubildenden in D-Orgel und D-Chorleitung ist der einmalige Besuch dieses Arbeitskreises verpflichtend. Auch kirchenmusikalisch anderweitig Engagierte sind willkommen!
Vitamin C – entspannt und sicher durch die Prüfung
Dan Zerfaß
War zu wenig Zeit, um Scholadirigieren zu üben? Ist Dir noch nicht ganz klar, was eine authentische Doppelwendung ist und warum es drei davon gibt? Fällt Dir Partiturspiel, Generalbass oder noch etwas anderes schwer? Unter der Anleitung eines alten Hasen und getragen vom Schwarmwissen der Gruppe kann in diesem Arbeitskreis alles erklärt und geübt werden, was im Blick auf die C-Prüfungen noch unsicher ist. Außerdem gibt es Tipps und Tricks für den Umgang mit Prüfungsangst. Anhand der Teilnehmerfragen entwickeln wir gemeinsam ein Konzept für die Woche, damit die C-Prüfungen im Herbst ohne Sorgen bewältigt werden können.
Kinderchorleitung
Domkapellmeister Karsten Storck (Mainz)
Chorleitung und Kammerchor
Stadtkirchenkantor Christian Roß (Darmstadt) und Gregor Knop
Orgelimprovisation von Anfang an (Orgelimprovisation für Einsteiger)
Michael Gilles
„Manche Musiker bekommen Schweißperlen, wenn man Ihnen Noten hinstellt (überwiegend im Bereich Jazz/Pop/Gospel). Andere wenn man die Noten wegnimmt.“ Die Orgel ist dabei das perfekte Instrument um beides zu Können. Solltest Du zu den Musikern gehören, die nicht ohne Noten Orgel spielen können oder sich hilflos beim Improvisieren fühlen ist dieser Kurs genau das Richtige. Mit Klangexperimenten, Orgelrundlauf, Improvisationspattern, dem Abbau von Lampenfieber und dem Aufbau eines musikalischen Selbstbewusstseins gelingt es am Ende der Woche jedem Teilnehmer einen Gottesdienst auch mit Hilfe von eigenen, vielfältigen Improvisationen zu gestalten.
Orgelimprovisation für Fortgeschrittene
Domorganist Prof. Stefan Schmidt (Würzburg)
Der Improvisationsunterricht orientiert sich am jeweiligen Kenntnisstand der Teilnehmer - die individuelle Förderung ist das Ziel. Transposition, Sequenzen, Pattern, unkonventionelle Spiel- und Registriermethoden, Form-Modelle wie Partita, Suite, Concerto, - aber auch freie Formen, Psalmimprovisation und die Entwicklung eigener Ideen stehen im Fokus des Unterrichts.
Popchor und mehr - Singen und Anleiten von (christlicher) Popularmusik
Jorin Sandau & Sarah Krebs (Limburg)
In diesem Arbeitskreis besteht die Möglichkeit singend verschiedene Chorarrangements aus Pop, Gospel und NGL kennenzulernen und im Rahmen der Werkwoche aufzuführen. Gemeinsam arbeiten wir an Stimmgebung, Sound, Groove, einem starken Ausdruck und vielem mehr.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Teilnehmende mit Vorerfahrung in Chorleitung ihre Fähigkeiten im Proben von Popularmusik zu erweitern. Dabei liegt der Fokus auf Probenmethodik und Anleiten/ Dirigat. Parallel zum Popchor erhalten die Teilnehmenden zu Beginn der Woche Tipps für die Probenarbeit. Danach können die Teilnehmenden mit ausgewählten Arrangements selbst kurze Probeneinheiten übernehmen und erhalten anschließend dazu ein konstruktives Feedback. Die Arrangements stehen spätestens 4 Wochen vor der Werkwoche zur Verfügung und können dann individuell vorbereitet werden. Die Zahl der aktiven Chorleitenden ist aufgrund der zeitlichen Vorgaben begrenzt.
Liturgisches Singen
Kantor Thomas Höfling (Bonn)
Unter Berücksichtigung stimmbildnerischer Grundlagen wie Vokalansatz, Umgang mit Doppellauten, Schlusskonsonanten, werden ausgewählte liturgisch-musikalische Elemente in ihren verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten vorgestellt und praktisch eingeübt. Inhaltlich sind folgende Schwerpunkte geplant:
Arbeitsfeld I. Elemente für den Nachtgottesdienst (Vigil):
Gesänge zum Lichtritus (Lucernarium); Psalm 144 (Weihrauchpsalm); Antwortgesänge (Responsorien aus dem Stundenbuch); Te Deum (Hymnus)
Arbeitsfeld II. Charakteristische Gesänge im Weihnachtsfestkreis:
Introitusgesang zur Eröffnung der Roratemessen; O-Antiphonen für die sieben Tage vor Weihnachten; Martyrologium zur Eröffnung der Christmette
Zu Thomas Höfling:
Studium der Kirchenmusik (A) an der Folkwanghochschule Essen (Gregorianischer Choral und Deutscher Liturgiegesang bei Godehard Joppich)
Von 1995-2001 Kantor an St.Johann Baptist in Wuppertal
Seit 2001 Referent für Kirchenmusik im Erzbistum Köln (hier Lehrbeauftragter für Kirchenmusik an den Ausbildungsinstituten für Priesterkandidaten)
Weitere Detailbeschreibungen zu den Arbeitskreisen folgen in Kürze.
Weitere Informationen
Zielgruppe: Alle (angehende) neben- und ehrenamtlich tätigen Kirchenmusiker/innen
Rückfragen: kirchenmusik@bistum-mainz.de
Bildungsurlaub: Wie in jedem Jahr werden wir die Anerkennung als Bildungsurlaub in RLP beantragen. In den letzten Jahren wurde dies immer genehmigt. Erfahrungsgemäß ist mit der Anerkennung aber frühestens im Frühling zu rechnen.
Zwischenzeitlich ist das Institut für Kirchenmusik auch in Hessen als Träger anerkannt. Die Einzelveranstaltung muss aber auch hier nochmal separat anerkannt werden. Wir haben hier leider keine Erfahrungswerte, wann diese Anerkennung vorliegen wird.
Unterbringung und Kosten:
Die Unterbringung erfolgt im Erbacher Hof in Mainz. Das Chorplenum findet im nahe gelegenen Chorhaus am Dom statt. Die Arbeitskreise finden in unterschiedlichen Räumlichkeiten in der Innenstadt statt. Je nach Arbeitskreis sind Fußwege von etwa bis zu 10 Minuten möglich.
239,00 € für Schüler und Studenten im Dreibettzimmer
369,00 € im Doppelzimmer
499,00 € im Einzelzimmer
Es besteht auch die Möglichkeit als sogenannter Tagesgast, also ohne Übernachtungen teilzunehmen. Dennoch enthalten sind das Mittag- und das Abendessen, nicht jedoch das Frühstück. Wir empfehlen diese Option nicht, weil die Gemeinschaftserfahrung auch außerhalb der Unterrichtszeiten einen großen Teil des "Werkwochenerlebnisses" ausmachen.
150,00 € als Tagesgast
Bitte beachten Sie auch unsere Stornierungsbedingungen.
Anmeldung bis: 18.06.2026