An Baustellen hat es in den letzten Jahren nicht gemangelt: 2008 Abschluss der zweiten Renovierung des Kreuzgangs nach dem Krieg, im Hof der Abriss des Kindergartens und des alten Küsterhauses, der Bau der Mensa und des Gemeindehauses; im Innern die Marien- und die Taufkapelle und dann die neue Orgel. Und jetzt also der Westchor unter der Empore.
Die Innenseite der Außenwände sind durch aufsteigende Feuchtigkeit ruiniert und müssen erneuert werden. Die Elektroanlage ist marode. Der Fußboden soll um zwei Stufen abgetragen und mit roten Tonfliesen belegt werden, wie schon in den beiden Kapellen und um die Orgel herum. Es wäre zu wünschen, dass die ganze Kirche mit diesem schönen Belag, der dem mittelalterlichen nachgeformt ist, ausgestattet würde.
Aus dem staubdicht abgeschotteten Raum muss der bei den Maurerarbeiten entstehende Staub nach draußen abgeführt und der Schriftenstand nach vorn gerückt werden. Fernziel ist es, ihn unter die Empore zu verlegen und um den Willigis-Altar einen Raum für Werktagsgottesdienste zu schaffen.
Der Finanzfachmann und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Hermann Wolters, ist intensiv am Rechnen: Das Bischöfliche Ordinariat wird die Baumaßnahme „Unterer Westchor" zu 50 % mit rund 80.000 Euro bezuschussen, ein Teil des Geldes kommt von der Landesdenkmalpflege (15.000 Euro) und den Rest von 70.000 Euro muss die Pfarrei aufbringen. Abschluss des Projekts soll im Frühjahr 2014 sein.