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Der Pastorale Weg - Weg der Entwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz

Logo Pastoraler Weg Dekanat (c) Dekanat Seligenstadt

Der Pastorale Weg ist ein Weg der Entwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz, zu dem uns unser Bischof einlädt und auffordert.
Er steht unter dem Leitwort „Eine Kirche, die teilt“.
Gemeinsam bewegt uns die grundlegende Frage: „Wie wollen und können wir heute und 2030 unser Christsein leben?“

Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2030 im Bistum Mainz sowohl die Zahl der Katholiken als auch die Zahl der Priester, Diakone und der Gemeinde- und PastoralreferentInnen deutlich zurückgehen. Bischof Peter Kohlgraf hat bereits im Jahr 2018 auf die zu erwartenden Entwicklungen im Bistum reagiert. Er hat unter Berücksichtigung von Erfahrungen anderer Bistümer und nach intensiven Gesprächen mit Haupt- und Ehrenamtlichen die Grundzüge eines „Pastoralen Weges“ entwickelt mit der Aufgabe, die Kirche zu erneuern und weiterzuentwickeln. Dieser steht unter dem Motto „Eine Kirche, die teilt“.

Gestartet wurde der Prozess im Frühjahr 2019 in den Dekanatsversammlungen. In unserem Dekanat Seligenstadt wurde ein Team gebildet, um diese Aufgaben anzugehen. Aktuell erarbeiten fünf Themengruppen zu verschiedenen Teilbereichen und Fragestellungen , wie die "Pfarrei der Zukunft" aussehen kann.

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Neues aus den Themengruppen

Eine oder zwei Pfarreien

Wohin führt der Pastorale Weg im Dekanat Seligenstadt?

Volle Kirchen, tägliche Gottesdienste und gut gefüllte Klingelbeutel – daran erinnern sich oft nur noch ältere Pfarreimitglieder.
Da die Realität heute anders aussieht, hat sich das Bistum Mainz 2018 zu dem Pastoralen Weg entschlossen.
Bis 2030 sollen auf Bistumsebene die 134 Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde zu 50 Pfarreien zusammengeführt werden.

Für das Dekanat Seligenstadt bedeutet das, dass zukünftig eine oder zwei Pfarreien  aus den aktuell 10 Pfarreien werden.
Im Norden des Dekanates sind das St. Nikolaus und St. Joh. Baptist in Steinheim, St. Petrus und Paulus in Klein-Auheim, St. Wendelinus in Hainstadt und St. Nikolaus in Klein-Krotzenburg;
im Süden St. Margareta in Froschhausen, Mariä Verkündigung und St. Marcellinus und Petrus  in Seligenstadt, St. Kilian in Mainflingen und St. Wendelinus in Zellhausen.
Im Modell mit zukünftig zwei Pfarreien würde das Dekanat in Nord und Süd geteilt, im anderen Modell wird das Dekanat zu einer einzigen Pfarrei.

In diesem Zusammenhang wird auch der Stellenplan der Hauptamtlichen bis spätestens 2030 reduziert:
von aktuell 14,75 Stellen auf 8,6 Stellen.
Das erfordert eine stärkere Einbindung der Ehrenamtlichen und eine gute Vernetzung unter den Gemeinden. Auch wenn die „Verwaltungseinheit Pfarrei“ deutlich größer wird, bleibt jede Gemeinde ein Ort lebendigen Glaubens. Es wird dort weiterhin Gottesdienste, Ansprechpartner für die Seelsorge und regelmäßige Bürostunden des Pfarrbüros geben.

Geleitet wird die zukünftige  Pfarrei vom leitenden Pfarrer. Er wird unterstützt von  hauptamtlichen Verwaltungskräften, dem Pfarreirat und dem Verwaltungsrat. In den Gemeinden  wird es einen Ortsbeirat geben, der sich um die Belange vor Ort kümmert.

An der Vorbereitung dieses ganzen Prozesses arbeiten seit Anfang 2019 Vertreter aus allen Pfarreien des Dekanates in verschiedenen Themengruppen.

In der Themengruppe 1  „Sozial- und Pastoralraum“ wird überlegt, wo in Zukunft die Schwerpunkte für seelsorgliche Arbeit und pastorales Handeln gesetzt werden können und sollen.

Die Themengruppe 2 beschäftigt sich mit der Frage „Was brauchen die Menschen?“ und hat hierfür einen Fragebogen erstellt und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Überlegungen aller anderen Themengruppen ein.

Die Themengruppe 3 stellt die pastoralen Schwerpunkte der jetzigen Pfarreien zusammen und sammelt die Argumente aus den verschiedenen Gruppen und Gremien für zukünftig eine oder zwei Pfarreien auf Dekanatsgebiet.

Aufgabe der Themengruppe 4 „Verwaltung“ ist es, ein Konzept für das „Pfarrbüro der Zukunft“ zu entwickeln und zu überlegen, welche Verwaltungsaufgaben zentral oder besser dezentral vor Ort erledigt werden sollten.

In der Themengruppe 5 kommt die Jugend zu Wort und  beschäftigt sich  mit Fragen wie „was bedeutet mir Kirche“, „wie sieht meine Vision von Kirche aus“, „wen und was brauchen wir“ .

Themengruppen zu „Finanzen/Vermögen“, „Spiritualität“, „Kommunikation“ entstehen in nächster Zeit.

Im Dekanatsprojektteam werden die Ergebnisse der Themengruppen gesammelt und für die Dekanatsversammlung als Entscheidungsgrundlage aufbereitet.
Die Dekanatsversammlung besteht aus den Hauptamtlichen und ehrenamtlichen Vertreter*innen der Pfarreien.
Sie berät am 10. Juni und entscheidet am 7. Juli, ob das Pastorale Konzept für eine oder zwei Pfarreien entwickelt wird.
Am 4. November verabschiedet sie das Pastorale Konzept, das bis 26. November 2021 der Bistumsleitung vorgelegt werden soll.

Wer an weiteren Informationen interessiert ist oder sich aktiv am Prozess beteiligen möchte, kann sich an den Pfarrgemeinderat wenden.

Außerdem kann man sich  zu einem Themenabend zum Pastoralen Weg am 20. Mai, 20 Uhr,
unter dekanat.seligenstadt@bistum-mainz.de anmelden
Aktuell ist noch nicht klar, ob der Themenabend als Präsenz- oder Onlineveranstaltung stattfinden wird.

 

Für das Dekanatsprojektteam
Roswitha Voßmann und Angela Ewers


Dieser Artikel in der Offenbach Post - OP-online:
https://www.op-online.de/region/seligenstadt/neustrukturierung-im-dekanat-seligenstadt-bald-nur-noch-eine-oder-zwei-pfarreien-90476173.html

 

Wie geht es weiter?

Bischof Peter Kohlgraf hat den Pastoralen Weg ausgerufen, um die Kirche im Bistum Mainz weiter zu entwickeln und zu erneuern. Der Pastorale Weg gliedert sich in drei Phasen.

Aktuell befinden wir uns in der ersten Phase, im Zeitraum von Frühjahr 2019 bis November 2021.
Diese Zeitplanung kann sich aufgrund der Coronakrise gegebenenfalls noch etwas verändern. In dieser Phase haben die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden in den insgesamt 20 Dekanaten des Bistums den Auftrag, pastorale Konzepte zu entwickeln. Das bedeutet, dass sie Schwerpunkte ihrer seelsorglichen Arbeit und neue Strukturen benennen sollen.  Dazu haben sich in allen Dekanaten Teams gebildet. Begonnen haben sie ihre Arbeit mit einer Bestandsaufnahme dessen, was es aktuell an kirchlichen Angeboten gibt. Zudem haben sie erkundet, wie die Menschen in den zugehörigen Stadtteilen und Orten leben. Vielfach wurden Befragungen in der Bevölkerung durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was die Menschen sich von Kirche wünschen und erwarten.
Nach Auswertung der Ergebnisse sollen in den Dekanaten Aussagen zu den künftigen Schwerpunkten der Seelsorge und zu Organisationsstruktur und Gebäudeentwicklung der künftigen Pfarreien treffen. Der Begriff Pfarrei wird künftig für eine größere Einheit verwendet, innerhalb derer es mehrere Gemeinden gibt. Von Seiten des Bistums gibt es klare Vorgaben, wie viele Pfarreien es künftig in den bisherigen Dekanaten geben wird.
Die erarbeiteten Pastoralkonzepte sollen dem Bistum zum Abschluss der ersten Phase vorgelegt werden.

Im Anschluss daran beginnt die zweite Phase des Pastoralen Weges, in deren Zentrum die Umsetzung der Konzepte in den dann verbindlich festgelegten Pastoralräumen/ Räumen der zukünftigen Pfarreien steht.
Bis 2030 soll die Umsetzung vorbereitet sein. Mit der Fusion und Bildung der neuen Pfarrei gilt es dann, die bisherigen Ideen und Vorschläge konkret umzusetzen.
(Bistum Mainz, Stand April 2020)

Fragebogenaktion zum Pastoralen Weg: Was brauchen die Menschen?

Im Mai haben wir alle Pfarrangehörigen im Rahmen einer dekanatsweiten Fragebogenaktion nach ihren Wünschen und Anregungen für die „Pfarrei der Zukunft“ befragt.
Die Aktion stieß auf eine gute Resonanz, es wurden in unserer Pfarrei insgesamt 220 Fragebögen (in Papierform oder online) ausgefüllt.
Leider hat sich die Auswertung der gesamten Aktion von Dekanatsseite - auch wegen Corona - verzögert, so dass wir bis heute noch keine endgültigen Ergebnisse vorlegen können.
Vorab können wir jedoch schon feststellen:
• An der Abstimmung haben in erster Linie praktizierende Gemeindemitglieder teilgenommen, von denen die Hälfte sogar
bereits ehrenamtlich in der Pfarrei tätig ist.
• Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sind über 50 Jahre alt.
• Hilfe durch die Kirche erwarten die meisten in Fällen von Krankheit und Alter, aber auch in Glaubensfragen.
• Von den Angeboten in unserer Pfarrei nutzen die Umfrageteilnehmer am meisten die Eucharistiefeier am Wochenende. Aber auch die Möglichkeit zum stillen Gebet in der Kirche und besondere Gottesdienste (wie Familiengottesdienste) werden bevorzugt angenommen.
• Das gemeinsame Feiern von Festen (wie Pfarrfest oder Wallfahrt) erfreut sich großer Beliebtheit.
• Nur geringe Bedeutung wird dagegen den Themen „Beichte/Beichtgespräch“ und „Ökumene“ beigemessen.

Wir hoffen, noch in diesem Jahr die endgültige Auswertung der Aktion vorlegen zu können, damit auch Vergleiche zwischen den einzelnen Pfarreien unseres Dekanats möglich sein werden.
Bei allen Teilnehmern der Umfrageaktion bedanken wir uns ganz herzlich.
Viele interessante und wichtige Aussagen in den Fragebögen wird der Pfarrgemeinderat in den nächsten Monaten
in seiner Arbeit berücksichtigen.

Heinz Seipel

Berichte aus den Arbeitsgruppen im Dekanat

Pastoraler Weg ist Thema der Dekanatskonferenz Seligenstadt

 

Am Dienstag, dem 16. November, traf sich  die Dekanatsversammlung in einer Videokonferenz zur konstituierenden Sitzung und zum Austausch über den Pastoralen Weg.

Die Dekanatsversammlung ist das Gremium, das über den Vorschlag für die neuen Strukturen im Dekanat abstimmt und diesen voraussichtlich November 2021 an das Bistum weiterleitet.

Die Themengruppen und das Dekantsprojektteam haben inzwischen eine gründliche Vorarbeit geleistet, so dass Frau Fitz, Prozessleiterin für den Pastoralen Weg im Dekanat, der Dekanatsversammlung die Zwischenergebnisse vorstellen konnte.

Die Pfarrei der Zukunft ist nicht gleichzusetzen mit der Pfarrei, wie wir sie heute erleben. Wir können Kirche nur dann lebendig und zukunftsfähig halten, wenn wir mit einem weiten Blick die Vielfalt von Kirche wahrnehmen und Kirche als vernetzte Gemeinschaft gestalten.

In einem größeren Raum kann eine größere Vielfalt an Angeboten entstehen. Dabei muss nicht jede Gemeinde die gleichen Aufgaben stemmen. Absprachen und Schwerpunktbildung entlasten und bereichern.

Damit das gelingen kann, sind einige strukturelle Eckpunkte für die zukünftige/n Pfarrei/en bereits festgelegt:

  • die Pfarrei hat einen leitenden Pfarrer
  • eine Verwaltungsleitung wird ihn unterstützen
  • die Hauptamtlichen bilden ein Pastoralteam, das sich gegenseitig unterstützt und Schwerpunkte setzt
  • Ehrenamtliche Teams übernehmen Verantwortung und bekommen Gestaltungsmöglichkeiten
  • Es wird einen Verwaltungsrat für die neue/n Pfarrei/en geben, in dem alle bisherigen Pfarreien vertreten sind
  • ebenso wird es einen Pfarreirat geben, in dem alle Gemeinden vertreten sind. In den bisherigen Pfarreien wird es Ortsbeiräte geben
  • Vorgesehen ist ein zentrales Pfarrbüro; daneben soll die Erreichbarkeit vor Ort erhalten bleiben

Der nächste wichtige Schritt ist die Entscheidung, ob es zukünftig eine oder zwei Pfarreien auf dem heutigen Dekanatsgebiet geben soll. Die Argumente für und gegen beide Modelle wurden in allen Themengruppen und von Haupt- und Ehrenamtlichen diskutiert und von der Themengruppe 3 zusammengefasst.
Jetzt sind alle eingeladen,sich an der Entscheidungsfindung zu beteiligen. Dafür wird es virtuelle Gesprächsforen geben, an denen jeder teilnehmen kann.