2020-09-23_Dekanatsversammlung (c) Teodora Stoeva

Caritative Einrichtungen - die neuen Kirchorte?!

2020-09-23_Dekanatsversammlung
Datum:
Di 6. Okt 2020
Von:
Doris Gensler

Begegnungstag in Rüsselsheim

Die Einrichtungen und Dienste der Caritas sind Kirchorte! Sie sind Orte des selbstlosen Dienstes am Nächsten. 

Das ist das Ergebnis des Begegnungstages im Dekanat Rüsselsheim. 40 Hauptamtliche aus Caritas und Seelsorge diskutierten das Thema "Caritative Einrichtungen - die neuen Kirchorte?!"

Caritas und Pfarreien arbeiten in Rüsselsheim eng zusammen. "Durch die lange Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit ist hier eine wichtige Begegnungsform auf Augenhöhe entstanden, die auch kritische Diskussionen und Fragestellungen aushält und wertschätzt,“ sagt Caritasbereichsleiter Eric Niekisch im Rahmen des Begegnungstages. 

Lesen Sie hier den Bericht von Eric Niekisch:

Caritative Einrichtungen als Kirchorte? – Aber natürlich!

2020-09-23_Dekanatsvers_Fusswaschung1 (c) Teodora Stoeva
2020-09-23_Dekanatsvers_Fusswaschung1

Sozialpastoraler Dekanatsbegegnungstag unterstreicht enge Zusammenarbeit

Bereits zum 6. Mal trafen sich am 23. September etwa 40 Hauptamtliche aus Caritas und Seelsorge zum gemeinsamen Dekanatsbegegnungstag im Dekanat Rüsselsheim.

Der Titel des Tages „Caritative Einrichtungen – die neuen Kirchorte?!“ hätte aktueller kaum gewählt werden können, da das Selbstverständnis und die Zusammenarbeit der künftigen Kirchorte eine der zentralen Aufgaben des Pastoralen Wegs im Bistum Mainz darstellt. Dabei leistete die sehr lebendige Veranstaltung eine wichtige Orientierung in der künftigen Ausrichtung und Gestaltung der Kirchorte im Dekanat.

Mit Pastoralreferent Bruno Schrage, der im Caritasverband für das Erzbistum Köln Referent für Caritaspastoral und Grundsatzfragen ist, konnte ein Hauptreferent gewonnen werden, der in seinem kurzweiligen Vortrag einen wichtigen Überblick über die gemeinsame Geschichte von Pastoral und Caritas mit- und nebeneinander gab. Er entwickelte auf Grundlage aktueller Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft zehn Thesen, die einen wichtigen Impuls für die weiteren Gespräche sowie für die eigene Arbeit gab.

Aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften fand der Begegnungstag in und um die Kirche Johannes XXIII. in Rüsselsheim-Königstädten statt. Im Vortrag wurde deutlich, dass der Ort für dieses Thema nicht besser hätte gewählt werden können, denn Schrage schlug anhand des Patronats, der nachkonziliaren Bauform der Kirche bis hin zur Darstellung der Fußwaschung an der Wand eine Brücke vom Zweiten Vatikanischen Konzil zum diakonischen Auftrag von Pastoral und Caritas. Dabei unterstrich Schrage, dass Initiativen und Angebote der verbandlichen wie der gemeindlichen Caritas selbstverständlich Kirchorte seien, weil sie Orte des selbstlosen Dienst am Nächsten sind, die sich auf Jesus Christus berufen dürfen. Gerade in Zeiten rückläufiger Mitgliederzahlen, böten diese wichtige Begegnungsoptionen zum Glauben und zur Kirche insgesamt.

In den sich anschließenden gut gemischten Diskussionsgruppen sowie der Abschlussrunde im Plenum wurde das enge Vertrauensverhältnis und der offene Dialog deutlich, welche eingangs bereits Dekan Karl Zirmer und Caritasbereichsleiter Eric Niekisch in Ihrer gemeinsamen Begrüßung betonten.

„Durch die lange Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit ist hier eine wichtige Begegnungsform auf Augenhöhe entstanden, die auch kritische Diskussionen und Fragestellungen aushält und wertschätzt,“ resümierte Niekisch abschließend die Veranstaltung.