Weiterbildung zum/zur Religionslehrer/in

Für Lehrerinnen und Lehrer, die bereits im Schuldienst des Landes Hessen oder Rheinland-Pfalz tätig sind, gibt es die Möglichkeit, sich in einer berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahme während des Schuljahrs zum/zur Religionslehrer/in ausbilden zu lassen. Im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums Mainz wird dieser Weiterbildungskurs vom Dezernat Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariats und dem Institut für Lehrerfortbildung (ILF), im hessischen Teil vom Pädagogischen Zentrum der Bistümer im Lande Hessen (PZ) angeboten. Bewerber/innen müssen in der Regel in den entsprechenden Bistumsteilen im Schuldienst tätig sein. Beide Kurse sind ähnlich aufgebaut, unterscheiden sich aber in Dauer und Organisationsform.

Der Weiterbildungskurs (WB) Rheinland-Pfalz

Das Dezernat Schulen und Hochschulen bietet gemeinsam mit dem Institut für Lehrerfortbildung Mainz (ILF) einen zweijährigen Kursus an, der Lehrer/innen im Schuldienst die Möglichkeit bietet, sich zum/zur Religionslehrer/in nachzuqualifizieren. Vorausgesetzt werden die Teilnahme an vier dreitägigen Studienblöcken pro Schuljahr. Die Teilnahme an diesem Kurs wird in der Regel vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zum Dienst am anderen Ort erklärt, so dass Lehrer/innen an ihren Schulen für diese Zeit freigestellt werden.

Am Ende des Kurses steht eine staatliche Prüfung. Ziel des Kurses ist der Erwerb der staatlichen Unterrichtserlaubnis für Primarstufe und Sekundarstufe I sowie die kirchliche Beauftragung als Religionslehrer/in, die „Missio canonica“.

Der Grundschuldidaktikkurs (GDK) in Hessen

Der in Hessen angebotene Kurs des PZs in Wiesbaden-Naurod beginnt jeweils mit dem Schuljahr und dauert gut ein Jahr. Zentrale Lehrveranstaltungen sind vier drei- bzw. viertägige Blockseminare im Wilhelm-Kempf-Haus, in denen Schwerpunktthemen mit der Gesamtgruppe erarbeitet werden sollen. Diese Sitzungen sollten in Eigenarbeit vor- und nachbereitete werden. Unterstützung erhalten die Kursteilnehmer dabei durch regionale Studienzirkel, in denen unter der Anleitung eines Studienleiter einmal im Monat die Teilnehmer eines Bistums die Studieneinheiten vor- und nachbereiten.

Der zeitliche Aufwand ist also nicht unerheblich. Dafür bekommen aber die Teilnehmer/innen, die in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis stehen, eine Stunde pro Woche für die Dauer des Kurses auf die Pflichtstundenzahl angerechnet.

Nach Abschluss des einjährigen Kurses wird die Erweiterungsprüfung im Auftrag des Amtes für Lehrerausbildung durch die Referenten des Pädagogischen Zentrums abgenommen. Mit dieser Prüfung kann von den Lehrerinnen und Lehrern mit bestehendem Beschäftigungsverhältnis die staatliche Fakultas im Grundschuldidaktikfach Katholische Religion im Sinne einer Erweiterung ihres Lehramtes erworben werden.

Ansprechpartner

Sebastian Lindner

Studienleiter am Pädagogischen Zentrum der Bistümer im Lande Hessen