Fragt uns, wir sind die letzten...“ (17.-23.3.)

Jugendliche sprechen mit KZ- und Ghetto-Überlebenden im Odenwald

Do, 14. Mär 2019
PM (MBN)

Zum 34. Male sind sechs Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos aus Polen und Belgien zu Gast im Bistum Mainz. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden von Sonntag, 17., bis Samstag, 23. März, im Kloster Höchst, Tagungshaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Höchst im Odenwald, wohnen und jeden Vormittag Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus schildern.

 

Ihre Berichte verdeutlichen die vielgestaltigen Auswirkungen des NS-Terrors auf den einzelnen Menschen und das Leid, dass durch Hass, Rassismus und Krieg verursacht wird. Die Frauen und Männer sind zwischen 81 und 97 Jahren alt. Sie wurden unter anderem in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Sachsenhausen, Ravensbrück, dem Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz sowie im Ghetto Sambor und in der „Jugendverwahrlager  Litzmannstadt“ inhaftiert. Begleitet werden sie von Ehren- und Hauptamtlichen des Bistums Mainz und des Maximilian-Kolbe-Werkes.

An den Gesprächen nehmen Klassen bzw. Jahrgänge aus folgenden Schulen teil:

  • Montag, 18.3: Heinrich Böll-Schule Fürth und Ernst Göbel-Schule Höchst
  • Dienstag, 19.3: Schule am Sportpark Erbach, Edith Stein-Schule Darmstadt und Theodor Litt-Schule Michelstadt
  • Mittwoch, 20.3: Georg Ackermann-Schule Rai-Breitenbach und Gymnasium Michelstadt
  • Donnerstag, 21.3: Goetheschule Dieburg und Bischof Ketteler-Schule Klein-Zimmern
  • Freitag, 22.3: Ernst Göbel-Schule Höchst und Starkenburg-Gymnasium Heppenheim.

Zusätzlich findet am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr eine öffentliche Veranstaltung mit dem Zeitzeugen Ignacy Golik im Kloster Höchst, Kirchberg 3, 64739 Höchst, statt. Ignacy Golik, Jahrgang 1922, wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz gebracht. Ende 1944 wurde er von der SS in ein Nebenlager des KZ Ravensbrück verschleppt, wo er beim Flugzeughersteller Heinkel Zwangsarbeit leisten musste. 1964 war Ignacy Golik Zeuge bei den Frankfurter Auschwitzprozessen. Diese Veranstaltung im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ wird mitgetragen vom Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Odenwaldkreis, Pax Christi, „Odenwald gegen Rechts“, dem Katholischen Dekanat Erbach und dem Evangelischen Dekanat Odenwald.

Organisiert wird der Besuch vom Bischöflichen Ordinariat Mainz (Dezernate Jugend und Seelsorge) in enger Kooperation mit dem Maximilian Kolbe-Werk in Freiburg, das seit vielen Jahren Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos auf vielfältige Weise unterstützt. Besuche von polnischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an Schulen im Bistum Mainz finden seit 2001 statt.

Hinweis: Weitere Informationen auch bei Alois Bauer, Telefon: 06131/253-263, mobil: 0151/14638709, E-Mail: alois.bauer@bistum-mainz.de, sowie beim Maximilian Kolbe-Werk, Telefon: 0761-200554.