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Interview aus „Glaube und Leben“, Nr. 20/2026:Glaube, Hoffnung, Liebe - Das Kindeswohl hat Vorrang

Papst Leo fordert Schutz für minderjährige Migranten
Es gibt sie ja immer noch: Menschen, die sich um das Wohl der anderen kümmern, mindestens genauso wie um ihr eigenes. Um das Wohl von minderjährigen Flüchtlingen etwa. Vor kurzem hab ich einen Bericht gesehen über eine ältere Dame, die einem jungen Syrer über Jahre Deutsch beigebracht hat – bis der sogar das Abitur geschafft hat.
Datum:
24. Sept. 2026
Von:
Beate Hirt | Glaube und Leben

„Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auf das der anderen.“ So heißt es im Philipper-Brief. Für mich geht das heute, am letzten Sonntag im September, zusammen mit einem anderen Satz aus der Bibel: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mk 9,37). Papst Leo hat ihn ins Zentrum seiner Botschaft zum heutigen „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ gesetzt.

Jedes Kind, jeder Mensch besitzt eine unendliche Würde, daran erinnert Papst Leo. Auch die Kinder und Jugendlichen, die vor Gewalt oder Naturkatastrophen aus ihrer Heimat fliehen müssen. Ihr Kindeswohl hat Vorrang. Papst Leo schreibt: „Ein Perspektivwechsel ist dringend geboten: Der Schwerpunkt der Debatte muss von der bloßen Bewältigung der Migrationsströme zu einem umfassenden und wirksamen Schutz der Menschenrechte verlagert werden.“ Kinder haben das Recht auf Familie, Bildung und ein sicheres Leben. Unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Ich bin froh, dass Papst Leo daran mit klarer Sprache erinnert. Und ich froh und dankbar, dass es viele Menschen bei uns gibt, die sich für das Wohl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen einsetzen.

 

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