Die etwas andere Vesper der Jugend bei der Rochuswallfahrt

mit Musik aus Jonathan Elias „Prayer Cycle”

Vesper der Jugend auf der Binger Rochuswallfahrt 2019 (c) Stefan Brilmayer
Vesper der Jugend auf der Binger Rochuswallfahrt 2019
Mo 26. Aug 2019
Stefan Brilmayer

Die Idee entstand, da der Malteser Hospizdienst sein 25-jähriges Bestehen in Bingen feiert. So sollte die Vesper am MIttwoch der Binger Rochuswallfahrt (21.8.) besonders gestaltet sein. Und das war sie. Gemeinsam mit ihrem Religionslehrer Stefan Brilmayer, hatten sich Schülerinnen und Schüler des Sebastian-Münster-Gymnasiums in Ingelheim mit dem „Prayer Cycle“  von Jonathan Elias beschäftigt und diese Musik zum tragenden Element der Andacht gemacht.

Vesper der Jugend auf der Binger Rochuswallfahrt 2019 (c) Stefan Brilmayer

Elias, eigentlich ein Filmkomponist, hatte kurz vor Geburt seines ersten Kindes im Jahr 1998 überlegt, in welche Welt hinein dieses Kind geboren würde. Eine Welt großartiger Möglichkeiten, die uns gleichzeitig auch Angst macht und uns traurig werden lässt. „Gebete sind das, wozu wir wir uns hinwenden, wenn das einzige, was uns bleibt, die Hoffnung ist“. Und so schrieb er 9 Gedichte wie Gebete. Über Vergebung, Stärke, Hoffnung, Mitgefühl, Gnade, Segen...vertonte sie und ließ sie von Sängern aus unterschiedlichen Nationen in 12 unterschiedlichen Sprachen singen. Eine „choral symphony“ in 9 „movements“.

Drei dieser Stücke wählten die Schüler aus, lasen während sie liefen die Übersetzungen und ihre eigenen Gedanken in den Teppich dieser Musik. Und sie luden die Gottesdienstteilnehmer ein, sich selbst zu beteiligen, sich inspirieren zu lassen zu eigenem Gebet: „Father won´t you carry me, for the ocean is wide, father won´t you carry me, for my boat is so small”

Vesper der Jugend auf der Binger Rochuswallfahrt 2019 (c) Stefan Brilmayer

Auf bunten Booten wurden die Fürbitten formuliert und zusammengetragen, einige wurden vorgelesen und alle vor Gott gebracht im Vater unser, bevor das Lob für den Gott, der aus der Tiefe uns holt, damit wir leben, die Andacht beschloss.

Gefragt, was ihnen besonders wichtig geworden sei, betonten Max und Amelie, die Arbeit mit den Texten, die sie selbst berührt habe. Für Natalie waren es die Fürbitten der Teilnehmer des Gottesdienstes, deren ganz persönliche Färbung ihr in Erinnerung bleiben wird.