Schmuckband Kreuzgang

Den Dom (er)leben

Gerne laden wir Sie ein, unseren Dom zu den Öffnungszeiten zu besuchen.

Entdecken Sie den Wormser Dom und spüren Sie hier die eigene Atmosphäre eines Ortes, an dem seit weit über tausend Jahren Menschen beten und Gott begegnen.

Wenn Sie als Tourist Worms und den Dom besuchen, vermittelt Ihnen die städtische Tourist-Information gerne Führungen durch Worms und den Dom.

Für Kirchengemeinden und Menschen, die den Dom als geistlichen Ort erleben und erfahren möchten, bieten die Domgemeinde und die City- und Touristenseelsorge „Treffpunkt am Dom“ eigene Führungen und Formate an. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Ein kleiner Rundgang

An der Stelle des römischen Forums mit einer Marktbasilika aus dem 4. Jahrhundert entsteht auf der höchsten Erhebung der Stadt um das Jahr 600 der erste Dom, den die merowingischen Könige Brunichildis und Dagobert errichten lassen. In karolingischer Zeit umgebaut und erweitert, muss dieser Dom schließlich einem Neubau durch den Bischof Burchard weichen, der 1018 eingeweiht und nach Umbauten 1181 fertiggestellt wird. Betreten wird der Dom vom Domplatz her durch das um 1300 neugestaltete Südportal mit seinen prächtigen gotischen Bildwerken, die die ganze Heilsgeschichte des Alten wie des Neuen Testaments abbilden. Das Kaiserportal von der Nordseite her diente Kaiser und Königen bei zahlreichen Hoftagen zum feierlichen Einzug. Mindestens zwei Kaiserhochzeiten sind hier überliefert: Karl der Große und Friedrich II. haben hier geheiratet; aber auch der erste deutsche Papst Gregor V. ist hier aufgewachsen und in der Domschule erzogen worden. Seine Mutter und seine Brüder sind in der Saliergruft des Domes bestattet.

Betritt man das Innere des Wormser Doms, so müssen sich die Augen erst an das Dämmerlicht gewöhnen: eine Einladung, dass sich auch die Augen des Herzens, wenn wir aus der grellen lauten Welt eintreten in die Gegenwart Gottes, an diese andere Wirklichkeit gewöhnen müssen.

An den Schriftenständen im Dom finden Sie einen kleinen gedruckten Kurzführer für Eilige; einen ausführlicheren bebilderten Domführer, der die Bau- und Kunstgeschichte differenziert erschließt, können Sie beim Dompförtner käuflich erwerben.

Einen grandiosen Eindruck auch von sonst verborgenen Orten vermittelt der 360°-Rundgang.

Livestream Falken

Livestream (c) Falken WebCam
Livestream

Zum besseren Beobachten dieses Echtzeitgeschehens im Horst vergrößern Sie das Bild durch Anklicken des blauen Livestream-Textfeldes am Computerschirm. Beim Bild über ein Mobiltelefonbild können sie auch das graue Dreieck in der Bildmitte nutzen. Zurzeit können bis zu 100 Beobachter gleichzeitig live in den Horst hineinblicken. Eine Erhöhung dieser Zugriffszahl ist geplant.

 

Die Brutzeit des Vierergeleges sollte am Palmsonntag den 5. April nach 32 Tagen plus minus 2 Tage zu Ende gehen. Auch wenn es für die Falkendame und uns Beobachter langweilig erscheinen mag, ist mehr als nur fast ununterbrochenes Sitzen nötig. Wie immer wieder zu beobachten ist, werden die Eier durch Drehbewegungen des Körpers, durch Rütteln und Schieben mit der Schnabelspitze unterhalb des warmen Brutfleckes am Bauch so bewegt, dass die Eischalen gleichmäßig erwärmt werden. Bei den seltenen, kurzen Ausflügen des Falkenweibs wird das Wärmen sofort von dem Terzel, so werden die männlichen Falken genannt, übernommen. Da er ca. ein Drittel kleiner als sie ist, muss er sich lange auf den Eiern Einrütteln, bis auch er alle vier Eier zudecken kann. Ein besonderes Erlebnis war am 23. März am Dom zu sehen. Plötzlich umkreisten drei Falken den Horst-Domturm. Offenbar hat der Terzel zwei Eindringlinge rasch verjagt, glücklicherweise ohne Luftkämpfe. Vielleicht ist das der Grund. Warum er in letzter Zeit häufiger direkt über ihr auf dem Brett sitzend, Wache schiebt. Sie selbst ließ sich Horst sitzend davon nicht stören.

Jetzt steigt die Spannung für die Beobachter am Bildschirm, ob sich zu Beginn der Osterwoche das erste flauschige Küken, immer ohne Hilfe der Eltern, aus der bisher schützenden Kalkschale befreit.