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Geschichte der Pfarrei St. Marien

Vor der Reformation

Im Jahre 1984 konnte Ginsheim das 700jährige Bestehen einer christlichen Pfarrei feiern.

Der damalige Pfarrer Dr. Helmut Hinkel hatte im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt eine alte Stifterurkunde entdeckt, aus der hervorging, dass im Jahre 1283 die Herren Werner von Bolanden und Philipp von Falkenstein und Münzenberg das ihnen gehörende Patronatsrecht über die Ginsheimer Pfarrkirche den Nonnen des Klosters von Patershausen bei Heusenstamm, die in Ginsheim einen Klosterhof auf der Nonnenaue unterhielten, schenkten.
Vor über 700 Jahren gab es also schon eine Pfarrkirche in Ginsheim.
Diese erste Kirche war an der Stelle der heutigen evangelischen Pfarrkirche errichtet worden.

Leider lässt sich nicht mehr feststellen, welchem Heiligen sie geweiht war. Es wird ein Petruspatrozinium vermutet. Wir wissen jedoch, dass die Kirche außer dem Hochaltar noch einen Nebenaltar besaß, der dem heiligen Stephanus geweiht war.

 

Nach der Reformation

1543 wurde Ginsheim durch landesherrlichen Befehl lutherisch und die „pfarr zu Ginßheim mit einem gelertten evangelischen Predicanten“ bestellt. Die öffentliche Ausübung der katholischen Religion wurde verboten und Ginsheim blieb bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine rein protestantisch ausgerichtete Gemeinde.In den folgenden Jahrhunderten wohnte nur selten ein Katholik in der Gemeinde.
1905 lebten hier nur vereinzelt Katholiken; 1910 waren es bereits 109, 1933: 174, 1960: 952, 1962: 1495, 1994: 2400 und in 2000 war die Zahl dann schon auf 2.509 Katholiken gestiegen. Aktuell hat die Pfarrei 2.409 Mitglieder.
Im 19. Jahrhundert mussten die wenigen katholischen Schulkinder nach Astheim in die Schule und nach Bischofsheim zur Katechese laufen.
Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts pfarrten die wenigen Katholiken nach Astheim, in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen sie zu Kostheim. 1911 wurde Gustavsburg selbständige Pfarrei; Ginsheim und Bischofsheim kamen als Filialen hinzu.

 

Wieder auf dem Weg zu einer selbständigen Pfarrei

400 Jahre waren beinahe vergangen, dass in Ginsheim die letzte katholische Messe gefeiert worden war, als am 2. Februar 1936, dem Fest "Mariä Lichtmeß", im Tanzsaal des Gasthauses Schäfer dank des Engagements des damaligen Gustavsburger Pfarrers wieder ein katholischer Gottesdienst in Ginsheim stattfinden konnte. Wenige Zeit später verboten die Nationalsozialisten die Benutzung des Tanzsaals als Gottesdienstraum.

In dieser Situation stellte die evangelische Pfarrei von Ginsheim ihren Gemeindesaal den Katholiken zur Verfügung und gewährte auch weiter Gastrecht, als ihre eigene Kirche ausgebombt war.
So schön es war, nun in der eigenen Gemeinde Gottesdienst feiern zu können, so schmerzlich vermissten die Ginsheimer Katholiken einen eigenen Gottesdienstraum. Um diesem Ziel näher zu kommen wurde direkt nach der Währungsreform im Juni 1948 das Grundstück in der Mainzer Straße erworben. Hierfür verantwortlich zeigte sich der damalige Pfarrer von Gustavsburg, Josef Ballweg. Zunächst dachte man an den Bau einer „Behelfsbaracke“ als Gottesdienstraum.Schon bald plante man aber - nicht zuletzt wegen des starken Zuzugs von katholischen Bürgern (Aussiedler und Vertriebene vornehmlich aus dem Sudetenland, aus Schlesien und dem zerbombten Mainz) - Ginsheim als selbständige Pfarrei mit einer eigenen Kirche einzurichten.
In einer Sitzung des Bischöflichen Ordinariats wurde dieser Plan Anfang November 1953 gut geheißen.

 

Eine Kirche wird gebaut

Als erster katholischer Pfarrer seit der Reformation wurde am 1. Dezember 1953 Franz Quirin Hessel (geb. 1914 in Gau-Algesheim, 1939 Priesterweihe in Mainz, Kaplan in Wegscheid und Zeilarn (Diözese Passau), 1941-45 Kriegseinsatz als Sanitäter in Russland und auf dem Balkan, 1945-49 jugoslawische Gefangenschaft, 1949-53 Kaplan in Bensheim und Mainz-Drais) bestellt:

Pfarrer Franz Quirin Hessel

In seinen Händen befindet sich noch die Dienstanweisung des Bischöflichen Ordinariats vom 26. November 1953:
"Der Hochwürdigste Herr Bischof weist Sie hierdurch an, in Ginsheim, Filiale von Mainz-Gustavsburg, die Pfarrkuratie aufzubauen. Sie haben schon jetzt alle Vollmachten eines Pfarrkuraten sowie die Verpflichtung‚ für die Parochianen in Ginsheim pro popolo zu applizieren. Sie können gültig dem Abschluß der Ehe in Ginsheim assistieren cum facultate subIegendi." Am 5. Dezember 1953 feierte Pfarrer Hessel zum ersten Mal mit seiner neuen Gemeinde die heilige Messe.
Bereits Ende Dezember 1953 wurde ihm unter "B.O.1799 betr. Kirchenbau Ginsheim" der Auftrag gegeben, mit Architekten wegen der Planung zu verhandeln. Gleichzeitig wurde mitgeteilt:
"Die zu erbauende Kirche soll auf den Titel "Mariä Geburt" geweiht werden."1. Spatenstich am 23. Mai 1954
Den Entwurf des Architekten Adalbert Ditt aus Mainz-Gonsenheim, der eine zu erbauende Kirche mit einem Kostenaufwand von DM 95.000,-- vorsah, nahm das Bischöfliche Ordinariat nur kurze Zeit später am 4. Februar 1954 an. Nach der Erteilung der Bauerlaubnis am 12. Mai konnte der 1. Spatenstich am 23. Mai 1954 vorgenommen werden. 

Dank der selbstlosen aktiven Mithilfe (und der Spendenbereitschaft) der Pfarrangehörigen schritten die Grundsteinlegung August 1954Arbeiten zügig voran. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits am 25. Juni 1954.

Die Arbeiten an der Kirche gingen eifrig weiter. Nur acht Wochen nach der Grundsteinlegung konnte im August 1954 das Richtfest gefeiert werden.
Am 5. Dezember 1954, genau ein Jahr, nachdem Pfarrer Hessel mit den Gläubigen aus Ginsheim die erste hl. Messe in der Aula der Volksschule gefeiert hatte, wurde die neue Kirche durch Bischof Dr. Albert Stohr konsekriert.
In Erinnerung an Pfarrer Hessels Geburtsort Gau-Algesheim, der den Altar gespendet hatte, erhielt die Kirche Mariä Geburt den hl. Laurentius als zweiten Namenspatron.
Die Bautätigkeit auf dem kircheneigenen Grundstück wurde fortgesetzt und 1956/57 das Pfarrhaus erbaut. Am 11. Oktober 1959 erhielt die Kirche drei Glocken. 1968 erwarb man eine Orgel.
Schließlich konnte Pfarrer Hessel sein Werk mit der Errichtung des Pfarrheims krönen, das am 16. August 1981 eingeweiht wurde und zur Erinnerung an die mittelalterliche Bruderschaft der Ginsheimer Fischer und Schiffer im Juli 1984 den Namen St. Nikolaus erhielt.
Für den eifrigen Seelsorger bedeutete es einen schmerzlichen Verzicht, dass er, durch eine schwere Krankheit im Jahre 1982 nach nahezu 30ähriger Tätigkeit in Ginsheim gezwungen war, die Pfarrei aufzugeben.

 

Erneuerung der Kirche

Zum neuen Pfarrer ernannte der Bischof am 1. August 1983 Dr. theol. Helmut Hinkel (geboren 1943 in Worms, aufgewachsen in Osthofen, nach dem Studium wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz 1974-1978, Priesterweihe 1979, Kaplan in Bingen-Büdesheim 1979-81, Religionslehrer in Bad Nauheim 1981-83).
Hatte sich Pfarrer Hessel schon Ende der siebziger Jahre mit dem Gedanken an eine Renovierung und eine evtl. Erweiterung der Kirche St. Marien getragen, diese jedoch wegen des Pfarrheimbaus zunächst zurückgestellt, so führte Pfarrer Dr. Hinkel nun diese Idee der Erneuerung der Pfarrkirche weiter.
Er ließ zunächst, neueren liturgischen Bestrebungen entsprechend, die Kanzel entfernen und durch einen Ambo ersetzen.
Weitere Pläne zur farblichen Veränderung des Innenraums sowie zu einer Vergrößerung der Kirche lagen vor, gelangten jedoch nicht mehr zur Ausführung, da Dr. Hinkel bereits nach einer kurzen Amtszeit wieder aus der Gemeinde abberufen wurde.
Die Industriestandorte Rüsselsheim (Opel) und Gustavsburg (MAN) brachten der Pfarrgemeinde erneut einen Zuwachs an Mitgliedern. Seit 1980 wuchs die Zahl der Katholiken durch den enormen Zuzug von Aus- und Umsiedlern aus Schlesien und Russland wiederum.
Pfarrer Gottfried EckAm 1. Juni 1985 übernahm Gottfried Eck (geboren 1929 in Trösel/Odenwald, Priesterweihe 1958 in Mainz durch Bischof Stohr, 1958-1963 Kaplan in Mainz-Finthen und Mülheim, 1963 -1977 Religionslehrer an der Berufsschule in Groß-Gerau, 1977-1980 Religionslehrer an der Berufsbildenden Schule II in Mainz, 1977- 1990 Präses der Kolpingfamilie Mainz) zusätzlich zu seinem Amt als Präses der Kolpingfamilie Mainz die Leitung der Pfarrei.
Auch Pfarrer Eck verfolgte seit Beginn seiner Amtszeit gemeinsam mit Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat den Plan einer Erneuerung und Erweiterung der Pfarrkirche.
Bei einer eingehenden Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz stellte sich heraus, dass die Dachkonstruktion, die als Haupttragwerk eine Nagelbinderbauweise aufzeigte, komplett erneuert werden musste.
Aus statischen Gründen war auch ein Erhalt des Hauptschiffes nicht möglich. Architekt Florian Leitl plante daher auf den vorhandenen Fundamenten ein neues Hauptschiff mit zwei angegliederten Seitenschiffen.
Am 26.05.1992 wurde die Baugenehmigung erteilt.
Der letzte Gottesdienst in der ursprünglichen Kirche wurde am Erntedankfest, dem 4. Oktober 1992, zelebriert.
Eine Woche später erfolgte der Teilabriss der Kirche.
Am 04.04.1993 fand die Grundsteinlegung statt; zwei Wochen später, am 16.04.1993, wurde das Richtfest gefeiert. Unter großer Anteilnahme der gesamten Ginsheimer Bevölkerung erhielt der Kirchturm am 13.07.1993 eine ordentliche Turmhaube (Spitze).
Die feierliche Kirchweih erfolgt am 25.09.1994 durch Bischof Prof. Dr. Dr. Karl Kardinal Lehmann.

 

Die Kirche nach der Erneuerung

Durch den Umbau sind nachstehende Ziele verwirklicht worden:
Das Hauptschiff wurde nach dem heutigen Stand der Technik wieder aufgebaut. Zwei Seitenschiffe wurden angegliedert. Oberhalb dieser Seitenschiffe sind nun Fenster in Form von sogenannten Lichtbändern angeordnet.
Der Dachstuhl ist mit zimmermannsmäßig verarbeiteten Leimholzbindern neu hergestellt worden. Dabei wurde eine etwas steilere Dachneigung als bei der ursprünglichen Kirche gewählt.
Neben den Seitenschiffen wurden neu gebaut:

  • ein Beichtraum und eine Taufkapelle auf der nordwestlichen Seite
  • eine Orgelempore über dem Haupteingang
  • zwei Windfänge
  • ein Regenschutzdach als Verbindung zum Pfarrheim.

Im Chorbereich, im Kellerraum, in der Sakristei und im Turmraum erfolgten nur wenige Änderungen. Hier wurden im Wesentlichen die Treppenaufgänge neu geordnet.
Durch diese Renovierungs-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sind zusätzlich 80 Sitzplätze geschaffen worden.
Nach dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Pfarrer Eck (1994) und der Vakanz der Gustavsburger Pfarrstelle (1995) wurden die Pfarreien Ginsheim St. Marien und Gustavsburg Herz-Jesu 1995 mit Pfarrer Dr. Thomas Krenski (geboren 1961 in Mainz, Besuch des dortigen Gymnasiums, danach Studium der Theologie und Philosophie in Mainz und Freiburg/Brsg. mit Abschluss der Ausbildung 1989 als Dr. theol., nach Priesterweihe Kaplan, Pfarrverwalter und Schulseelsorger in Viernheim, verbrachte einen Studienurlaub in Frankfurt und wechselte 1994 in die Seelsorge als Vertreter von Pfarrer Eck nach Ginsheim) besetzt.
Er verschrieb sich zunächst der Kinder- und Jugendarbeit, betrieb den angesichts der veränderten Personalsituation unvermeidlichen Strukturwandel und bemühte sich um ein den Erfordernissen moderner Seelsorge entsprechendes "Pastoralteam". In seiner Zeit wurden die Farbfenster der Taufkapelle verwirklicht.Pastoralreferent Norbert Nichell
Dieses Pastoralteam, das die beiden Pfarrgemeinden betreute, bestand neben Pfarrer Dr. Krenski seit 1996 auch aus Pastoralreferent Norbert Nichell (geboren 1967 in Hanau, aufgewachsen in Seligenstadt/Main, Besuch des Gymnasiums in Großkrotzenburg, Studium der Philosophie und Theologie in Münster und Mainz mit Abschluss 1994 als Diplomtheologe) und Diakon Christopher Jones (seit 1.8.1997). So wurden durch das Engagement der Pfarrer und der Gemeinde gute personelle und räumliche Voraussetzungen geschaffen, die uns helfen, die Gemeinde heute und in Zukunft mit Leben zu füllen.1999 verließ Diakon Jones die Gemeinde.
Ende Juli 2000 verließ dann Pfarrer Dr. Krenski, im September des gleichen Jahres auch Pastoralreferent Nichell die Pfarrei. Pfarrer Stefan SelzerNachfolger von Pfarrer Dr. Krenski wurde am 1.8.2000 Pfarrer Stefan Selzer.
Er wurde 1969 in Marburg geboren und wuchs in Ruhlkirchen, einem kleinen Dorf in der Nähe von Alsfeld, auf. Nach seinem Abitur 1988 begann er mit dem Theologiestudium am Priesterseminar der Diözese Mainz und studierte zwischenzeitlich auch Theologie in Würzburg. 1993 beendete er sein Theologiestudium erfolgreich mit einer Diplomarbeit in Moraltheologie zur Ethik der Gentechnologie.
1994 wurde er zum Diakon geweiht und übernahm eine Praktikantenstelle in der Pfarrei St. Thomas Morus in Gießen.
Nach seiner Priesterweihe 1995 durch Karl Kardinal Lehmann im Mainzer Dom war er im Anschluss 2 Jahre Kaplan in Langen in den Pfarreien St. Albertus Magnus und Liebfrauen, danach drei Jahre in Andrea HaberlSeligenstadt an der Basilika und in Klein-Welzheim tätig.

Die Stelle der Pastoralreferentin wurde zum 1.9.2001 durch Andrea Haberl geb. Müth neu besetzt.
Ende September 2003 wechselte Pfarrer Stefan Selzer dann zur Pfarrei Liebfrauen nach Darmstadt.
Ab dem 1.11.2003 wurden seine Dienste dann von Pfarrer Karl Zirmer, ehemals Dekan im Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim und Pfarrer von Saulheim, übernommen.

Andreas HoffmannSeit September 2004 war zusätzlich Herr Andreas Hoffmann als Pastoralreferent in unserer Gemeinde tätig.

Seit November 2005 bilden die Pfarrgemeinden Christkönig Bischofsheim, St. Marien Ginsheim und Herz-Jesu Gustavsburg die Pfarrgruppe "Mainspitze". Leiter ist Pfarrer Karl Zirmer.

Am 1. September 2005 wurde Johannes Xuan Minh Dinh zum Viccarius Pfarrvikar Johannes Xuan Minh Dinhparochialis der Pfarrgruppe mit Titel Pfarrer und Sitz in Bischofsheim ernannt.

Im Jahre 2005 wurde das Pfarrheim komplett renoviert und steht auch für Feierlichkeiten zur Verfügung. Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat konnten sich darüber hinaus dazu entschließen, noch im Jahre 2006 die komplette Bestuhlung des Pfarrheims zu modernisieren. Hierzu wurden diverse Aktivitäten wie z.B. die Übernahme von Stuhl- oder Tischpatenschaften ins Leben gerufen.

Ende September 2006 hat Johannes Xuan Minh Dinh die Pfarrgruppe bereits wieder in Richtung der Pfarrgruppe Darmstadt-Ost verlassen, um dort in der Pfarrkuratie Rossdorf die Aufgabe des Pfarrvikars zu übernehmen.

An die Stelle von Herrn Pfarrvikar Minh Dinh trat am 15.11.2006 Herr Kaplan P. Sijoy Peter P. Sijoy Peter ThevarakattThevarakatt. Er gehört der Ordensgemeinschaft der Karmeliter in Mainz an und stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala.

Zum 1.9.2009 hat Kaplan P. Sijoy Peter Thevarakatt die Pfarrei St. Marien dann verlassen, um in der Gemeinde St. Marien (welch ein Zufall) in Hirschhorn am Neckar eine neue Aufgabe anzunehmen.

Ende März 2010 hat Pastoralreferent Andreas Hoffmann die Pfarrgruppe dann in Richtung Offenbach verlassen. Dort hat er in der Krankehausseelsorge des städtischen Krankenhauses eine neue Herausforderung übernommen.

Ebenfalls im Jahre 2010 haben sich der Pfarrgemeinde- sowie der Verwaltungsrat dazu entschlossen, im Sinne der Schöpfungsbewahrung sowie zur Erschließung ergänzender Einnahmequellen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kirche sowie des ehemaligen Pfarrhauses zu installieren.Pater Sabu Makkiyil Varkey

Nach mehreren Anläufen, welche bereits in 2008 gestartet wurden, wurde der Pfarrgemeinde endlich im Frühjahr 2010 seitens des Bistums die Genehmigung zur Errichtung einer solchen Anlage erteilt. Rechtzeitig vor der Kürzung der staatlichen Zulagen ab Juli 2010 konnte die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Im Auftrag des Mainzer Bischofs wurde im weiteren Jahresverlauf der indische Pater Sabu Makkiyil Varkey ab 1. Mai 2010 auf die Mainspitze versetzt und übernahm seelsorgerische Aufgaben in den 3 katholischen Gemeinden in Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg.

Pastoralassistentin Stefanie ErbsAnfang September 2011 verließ Pastoralassistentin Stefanie Erbs, welche seit August 2008 in der Mainspitze tätig war, die Pfarrgruppe und wechselte in Pastoralassistentin Maike Jakobdie Krankenhausseelsorge.

Zum 1.8.2011 trat Maike Jakob ihre Nachfolge an. 

Nachdem im September 2011 dann Pater Sabu Makkiyil Varkey plötzlich nach Worms abgeordnet wurde, ergab sich im Bereich der Hauptamplichen an dieser Stelle wiederum eine offene Vakanz.

Diese wurde zum 10.10.2011 durch Thomas Handrick, der vom Pastoralreferent Thomas HandrickPrälat-Diehl-Gymnasium in Groß-Gerau in die Pfarrgruppe Mainspitze mit dem Schwerpunkt "Sozialpastoral" versetzt worden war, als neuem Pastoralreferenten geschlossen,  Bereits Ende April 2012 hat Thomas Handrick die Pfarrgruppe Mainspitze dann wieder verlassen.

Maike Jakob verließ im August 2012 die Pfarrgruppe und wechselte zur Katholischen Jugend Zentrale nach Offenbach.

Ihr Nachfolge trat Gemeindereferentin Hiltrud Knodt, zuvor in der kath. Pfarrei St. Joseph in Alzey tätig, noch im gleichen Monat an.

Pastoralreferentin Eva ReuterAuch Eva Reuter begann im August 2012 ihren Dienst als Pastoralreferentin in St. Marien Ginsheim. Eva Reuter ist aufgewachsen in Alsbach an der hessischen Bergstraße. Mit ein paar Umwegen kam sie zum Theologiestudium nach Mainz, das sie 2002 abschloss. Danach arbeitete sie fast vier Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit beim Bistum Mainz, bevor sie ab 2007 am Pastoralkurs teilnahm. 2011 wurde sie zusammen mit ihren Kolleginnen Claudia Fontana und Stefanie Erbs von Kardinal Lehmann zum Dienst im Bistum gesendet.

Nachdem bereits seit Oktober 1999 Abbé Corneille Makaba Mbadu in den PfarrgemeindenPfarrvikar Abbé Corneille Makaba Mbadu von Ginsheim, Gustavsburg und Bischofsheim tätig war, wurde er zum 1.5.2015 von Bischof Karl Kardinal Lehmann zum Pfarradministrator der Pfarrgruppe Worms-Herrnheim/Abendheim ernannt. Abbé wurde am 7.11.1965 in Boma in der Demokratischen Republik Kongo geboren. Dort besuchte er das Petit Séminaire Mbata-Kiela, wo er 1984 sein Abitur ablegte. Danach folgte ein Studium der Philosophie im Grand Séminaire Abbé Ngidi in Boma/Kongo. 1987 begann er mit seinem Theologiestudium an der Theologischen Fakultät Fulda mit einem Außensemester in Mainz. Am 16.8.1992 wurde er in Boma/Kongo zum Priester geweiht. Von da an war er Lehrer am Petit Séminaire Mbata-Kiela, wo er später auch als Rektor agierte. Im Oktober 1999 begann er in Mainz zu studieren und wurde zunächst als Kaplan in Ginsheim-Gustavsburg eingesetzt. Im Jahre 2006 hat er sein Studium erfolgreich abgeschlossen und wurde am 1.8.2008 zum Pfarrvikar der Pfarrgruppe Mainspitze ernannt. Zum 1. Januar 2011 wurde er zum Pfarrvikar mit dem Titel „Pfarrer" in der Pfarrgruppe Mainspitze ernannt. 

Pfarrvikar Franz-Josef JertzNachfolger von Abbé Corneille Makaba wurde an Fronleichnam 2015 Herr Pfarrvikar Franz-Josef Jertz.

Im September 2017 erhielt die Pfarrgruppe Mainspitze, und damit auch die Pfarrei St. Marien, Unterstützung durch den neuen Kaplan, Pater Shyju Kaplan P. Shyju Kombanakunnel PouloseKombanakunnel Poulose aus Kerala, Indien. Dieser verließ die Pfarrgruppe bereits wieder im August 2018. Es zog in zurück in seine Heimat Indien, wo er im Bundesstaat Kerala seine eine eigene Pfarrgemeinde (St. Sebastians Church, Vadakara p.o., Prasadagiri, Varikkamkunnu, PIN 686605, Kerala, India) übernommen hat.  

Zum Mai 2019 hat Eva Reuter, die seit 2012 als Pastoralreferentin in der Pfarrgruppe Mainspitze aktiv war, als Dekanatsreferentin in das Dekanat Mainz-Stadt gewechselt. 

Pfarrvikar Franz-Josef Jertz wurde im September 2019 in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Er kam im Jahre 1953 in Mainz-Hechtsheim zur Welt und absolvierte nach seiner Lehre und dem Meisterbrief als Garten- und Landschaftsgärtner eine Ausbildung zum ständigen Diakon. 1985 wurde er durch Bischof Karl Kardinal Lehmann zum Diakon geweiht.

Nach seinem Studium der Theologie und der Philosophie wurde er 1999 zum priesterlichen Dienst geweiht. Nach vier Jahren als Kaplan übernahm er die Pfarrgemeinde Verklärung Christi in Roßdorf bei Darmstadt.

Von 2008 bis 2012 versah er dann als Pfarrer in der Pfarrgruppe Undenheim seinen priesterlichen Dienst, ehe er 2015 in die Pfarrgruppe Mainspitze wechselte.

Zum 01. August 2019 wurde dann Pfarrvikar Eduard Lucaci als sein Nachfolger in der Mainspitze eingeführt.

Unser Kirchengebäude erweckt heute einen modernen, offenen Eindruck. Die großen offenen Fenster lassen die Sicht nach außen frei und die Außenwelt dringt durch sie hinein. Diese Ausstrahlung ist ein Leitmotiv für unsere Pfarrei. Wir bemühen uns, uns - ohne freilich unsere Identität preiszugeben - zu öffnen und an der Freude und Hoffnung, aber auch der Trauer und Angst unserer Mitmenschen teilzunehmen.