Zum Inhalt springen

Anregungen für die Gestaltung der Tauf(eltern)katechese

Scrabble-Eltern

Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen mit Anregungen zur liturgischen (Mit-)Gestaltung der Tauffeier. Wer nach Anregungen oder konkreten Ideen und Vorlagen für die Katechese mit den Taufeltern (oder auch Pat:innen) sucht, muss etwas genauer hinschauen - wird aber auch fündig.

Wir haben auf dieser Seite neben Hinweisen zur konkreter Literatur auch einzelne Aspekte zur Gestaltung oder auch konkrete methodische Ideen der Tauf(eltern)katechese zusammengestellt. Die Seite soll und darf weiter wachsen. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Rückmeldung!

Ausgearbeitete Materialien und Methoden

Materialien Taufkatechese

Schatzkiste der Taufkatechese

Die "Schatzkister Zaufkatechese - Eltern in Gruppen aus die Taufe vorbereiten" ist wohl der Klassiker unter den Materialien zur Taufelternkatechese. Sieben ehrenamtliche Katechet:innen geben darin ihren reichen Erfahrungsschatz und erprobte Katechetesen - in Form von zwanzig Schätzen - weiter. Das Buch ist 2015 in zweiter Auflage und überarbeiteter Form erschienen. Es überzeugt neben knappen Überlegungen zum Konzept der Taufpastoral (von der Anmeldung bis hin zu den Rückmeldungen der Eltern) vor allem durch die detaillierten Vorlagen für die einzelnen katechetischen Abende. Die ausgestalteten Konzepte wollen Brücken bauen zwischen den Erfahrungen der jungen Eltern oder Familien und dem Geschehen der Taufe.

Allen Abenden liegt ein vergleichbarer Aufbau zugrunde. Die behandelten Themen, Erfahrungen und Methoden variieren. Für Katechet:innen, die mit dem Material arbeiten wollen, gilt es gemäß der eigenen Erfahrungen und methodischen Vorlieben, aus dem reichhaltigen "Schatz"-Repertoire auszuwählen. Die einzelnen Anregungen lassen sich - auch bei anderem konzeptionellen Vorgehen als in der "Schatzkiste" vorgeschlagen - in die Taufkatechese integrieren.

 

Wir möchten, dass unser Kind getauft wird

Auch die "Handreichung für Taufgespräche in Elterngruppen - Wir möchten, dass unser Kind getauft wird" will die Verantwortlichen und Taufkatechet:innen in den Gemeinden bei den Taufgesprächen unterstützen. Sie bietet eine knappe theologische Grundlegung zur Bedeutung der Taufe, konkrete Vorschläge zum Aufbau verschiedener Vorbereitungsmodelle mit Elterngruppen und eine große Zahl von thematischen Bausteinen. Eine besondere Stärke sind die grundlegenden Gedanken zur Planung, dem Selbstverständnis als Katechet:in und zur Vorbereitung und gelingenden Durchführung der Abende. Die Katechet:innen erhalten wertvolle Hinweise, wie sie sich inhaltlich, organisatorisch, aber auch ganz persönlich auf die Treffen mit den Elteren und auf ihre Aufgabe vorbereiten können.

Eine andere Stärke des Materials sind die am Ende der expliziten Bausteine zur Taufliturgie benannten "Anregungen zur Gestaltung der Taufliturgie". Sie bieten Möglichkeiten an, wie die in der Taufkatechese behandeltene Erfahrungen und Themen auch in der Tauffeier aufgegriffen werden können und damit eine Brücke zwischen Katechese und Taufe geschlagen werden kann.  

Die Handreichung versteht sich als Ergänzung zum Elternbuch "Wir möchten, dass unser Kind getauft wird". Dessen Anschaffung (ggf. auch als Geschenk für die Eltern) macht wohl nur Sinn, wenn man sich weitgehend an den vorgeschlagenen Inhalten der Materialien orientiert. Die Bausteine aus der Handreichung hingegen lassen sich auch aus dem vorgeschlagenen Konzept herauslösen und für andere Kontexte adaptieren. 

 

Wir feiern, was wir glauben

Die Arbeitshilfe "Wir feiern, was wir glauben" versteht sich als Hilfe zur Gestaltung zur Taufvorbereitung im Rahmen der zweistufigen Kindertaufe. Es werden vier Katechesen skizziert, die den gemeinsamen Weg von der Eröffnung bis zu einem Treffen nach der Taufe gestalten und das Leben (Erfahrungen nach der Geburt und Hoffnungen für das Kind) und Liturgie (Stufenfeiern) verknüpfen wollen. Die konkreten Anregungen werden ergänzt durch theologische Vorüberlegungen, die den Stellenwert der Liturgie für die Katechese deutlich macht.

Auch wenn die Taufpastoral vor Ort nicht auf die Taufe in zwei Stufen ausgelegt ist, bieten die Katechesen zahlreiche Anregungen zur Gestaltung der Taufkatechesen.

Die vier vorgeschlagenen Katechesen sind in einer Arbeitshilfe des Erzbistums Köln auch online verfügbar. Im hier verlinkten PDF-Dokument fehlen lediglich die Kopiervorlagen.

 

Katechesen für Kinder im Kita- und Grundschulalter

Die Büchlein "Du rufst uns beim Namen - Taufvorbereitung in Kindertageseinrichtungen" und "Eingeladen zum Fest des Glaubens - Kinder auf die Taufe vorbereiten" bieten Vorbereitungsmodelle und Katechesen direkt mit Kindern, die schon älter sind. Bewährtes Material, wenn es Anfragen in der Kita oder auch im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung gibt.

 

Magazine des AKF

Magazin Taufe (akf)

Auch wenn es kein direkt katechetisch-methodisches Material für Katechet:innen ist, sondern sich direkt an die Eltern richtet, sei es hier empfohlen: Das Magazin "Taufe" kann nämlich wunderbar im Rahmen der Treffen an die Tauffamilien weitergegeben werden - ergänzend oder vertiefend zu den Treffen selbst.

Bei Interesse gerne einfach im Referat Katechese melden, wir haben ein paar Probeexemplare zum Reinlesen und können ggf. größere Bestellung koordinieren.

Aufbau eines Treffens

Als Grundraster für ein katechetisches Treffen hat sich folgender Ablauf bewährt:

  1. Ankommen gestalten: Gastfreundschaft ausstrahlen
    Vorbereitung Raum, Getränke bereitstellen, Hintergrundmusik, (gast-)freundliche Atmosphäre, persönliche Begrüßung
  2. Begrüßung und Information: Orientierung geben
    gemeinsamer Start, Infos zu Thema, Ablauf und Dauer des Treffens, organistorische Hinweise (Toilette, Getränke etc.) 
  3. Ankommens- und Vorstellrunde: Begegnung ermöglichen
    Kennenlern- und/oder Eisbrechermethode, Vorstellungsgrunde (ggf. integriert in Methode) - Beispiele siehe unten
  4. Einführung ins Thema: Inhaltliches Ankommen ermöglichen
    Inhaltliche Überleitung, Bezug Lebenswelt junger Familien
  5. Vertiefung: Erarbeitung des Themas und Auseinandersetzung
    Dreischritt "Leben - Deuten - Feiern", entsprechende Auswahl von Methoden-Bausteinen, ggf. Gespräch, Input oder Kleingruppen - auf methodische Ausgewogenheit achten
  6. Zusammenfassung und Abschluss: Abend rund machen
    Roten Faden aufnehmen, Treffen zusammenfassen, ggf. spiritueller Abschluss (mit Impuls, Lied, Bibelstelle oder Gebet), Reflexion/Feedback
  7. Organisatorisches, Ausblick und Verabschiedung: Offene Fragen beantworten
    Informationen und Absprachen, ggf. Übergabe Geschenk/Material, ggf. Einladung Folgetreffen, persönliche Verabschiedung

Dem Grundraster liegt die Erfahrung des katechetischen Dreischritts "Leben - Deuten - Feiern" zu Grunde. Ausgangspunkt ist dabei immer das Leben. Die Themen, Inhalte und Aussagen sind im Idealfall vom Erleben und gemachten Erfahrungen der Teilnehmenden herzuleiten oder zumindest in Beziehung zu setzen. Denn  - im Folgeschritt "Deuten" - gilt es für diese Erfahrungen ein christliches Deutungsangebot zu machen. Wie das geschehen kann ist äußerst vielfältig. Ziel ist, dass diese gedeutete Erfahrung dann auch bewusst "gefeiert" werden kann - nicht zuletzt (liturgisch) im Rahmen der Tauffeier.

Begegnung und Kennenlernen ermöglichen

Tauf-Scrabble

Um das Eis am Anfang einer Veranstaltung zu brechen und mit allen Teilnehmenden einen guten Einstieg ins gemeinsame Treffen zu ermöglichen, bieten sich Methoden an, wo alle Teilnehmende (je nach Gruppengröße auch nur jede Tauffamilie) auch zu Wort kommen können. Vielen Menschen hilft es, sich dabei an etwas "festhalten" zu können. Zwei dem entsprechende Methoden sind:

Scrabble - Assoziationen sammeln

Anhand eines vorgegebenen Wortes (wie z.B. Taufe - siehe Bild), des Vornamens des Kindes oder auch des eigenen Namens soll auf einem Blatt Papier das Wort bzw. der Name illustriert werden. Es dient je nach gesetztem Schwerpunkt als kreativer Einstieg ins Thema und um Vorwissen der Teilnehmenden zur Sprache zu bringen ("Taufe"), als Vorstellungsrunde (eigener Vorname) oder auch als thematischer Einstieg zur Bedeutung und den persönlichen (Hinter-)Gründen der Namenswahl (Namen des Täuflings).

Bilder sprechen lassen

Bilder und Fotos regen zu spontanen Äußerungen an. Anhand von Bildern ermutigen sie auch Menschen, die sich in größeren Gesprächsrunden sonst schwerer tun, eigene Erfahrungen zu teilen.

  • Fotos oder Bildkarten sind ausgewählt.
  • Intuitiv oder nach einer gezielten Fragestellung sucht sich jede:r bzw. jede Familie ein Bild heraus.
  • Fragestellungen können sein: Wie geht es mir gerade? Wie war mein Tag? Oder auch schon thematisch zugespitzter: Welches Bild verbinde ich mit Taufe?
  • Wenn man als Katechet:in die Initiative ergreift, gibt man mit seinem Beispiel den Rahmen vor, wie das kurze Statement aussehen kann und entlastet damit die Teilnehmenden. Anschließend laufen die Statements reihum weiter.

Materialkiste - eine Grundausstattung

Zur Durchführung vor Ort hat es sich bewährt, wenn die Taufkatechet:innen - ohne viel Hin und Her - auf eine Grundausstattung an Material zurückgreifen können. Dies kann u.a. durch eine oder mehrere Materialkisten "Taufkatechese" geschehen. Eine solche Kiste zusammenzustellen, scheitn zunächst mal aufwendig und braucht etwas Zeit. Es lohnt sich aber, wenn man sie später "einfach" nur aus dem Schrank holen muss.

Die Grundausstattung einer solchen Kiste ist - auch je nach konkreter Ausrichtung der Tauf(eltern)katechese - besteht aus:

  • schöne Bibelausgabe
  • Kerze und Streichhölzer
  • Schreibuntensilien
  • Bildkarten-Kartei
  • Moderationsmaterial (Stifte, Post Its/Meta-Karten etc.)
  • Exemplare der verwendeten Methodenbücher und dazugehörige Kopien/Methodenmaterial (z.B. Rose von Jericho)
  • einfacher CD-Player und kleine Auswahl an ruhiger Musik
  • Materialien zur Raumgestaltung (Tücher, Taufkerze, Taufkleid, Schale...)
  • Taufordner mit Anregungen zur Gestaltung der Tauffeier (ggf. selbst zusammengetragen) + Liedzettel von Taufen
  • ggf. vertiefende Literatur zum Nachlesen (oder auch Nachschlagen)
  • ...

Methodische Einzelbausteine der Tauf(eltern)katechese

Prinzipiell lässt sich zu allen verschiedenen Facetten der Taufe katechetisch arbeiten. Deswegen gilt es sich gut zu überlegen, wo für die einzelnen Veranstaltungen im Rahmen der Taufelternkatechese der Schwerpunkt gelegt werden soll. Lieber exemplarisch an einer Stelle in die Tiefe gehen und den Mut haben, dass die Zeichenhandlungen der Taufe auch für sich sprechen können, als die einzelnen Treffen inhaltlich zu überfrachten.

In diesem Sinne haben wir auch methodische Einzelbausteine zusammengestellt, die die Vorschläge für die konkrete Gestaltung der Taufkatechese aus der oben genannten Literatur ergänzen wollen. Sie benötigen jeweils eine Einbettung in das Gesamt des Abends bzw. des Gesprächs. Das Referat Katechese und Glaubenskommunikation berät und unterstützt dabei gerne. Außerdem freuen wir uns über weitere Anregungen mit denen Sie gute Erfahrungen vor Ort machen und die Beispielsammlung weiter wächst...

Kartenset "Mensch Jesus"

MJ-Karten-Visual

Taufe ist die Einladung zur Gemeinschaft mit Jesus Christus und der Kirche. Die Person Jesu ist zentral für unseren Glauben - und auch ein möglicher Ausgangspunkt für die Taufkatechese. Das Kartenmaterial "Mensch Jesus" bietet dazu eine anregenden, zeitgemäßen Einstieg mit modernen Bildwelten in die thematische Beschäftigung mit seiner Person. Diese kann wie folgt aussehen: 

  • Frage an Eltern und Paten: Welches Bild spricht mich an? Wer ist Jesus für mich?
    Ggf. Rückseite der Karten oder auch Bibelstelle einbeziehen.
  • Taufe will in die Freundschaft mit Jesus führen: Was soll mein (Paten-)Kind mit Jesus verknüpfen? Wie kann es ihn kennenlernen? Wie kann ich das als Eltern/Paten unterstützen?
  • Kleingruppenaustausch oder Gestaltung einer Collage aus den Bildern
  • Wo wird die besondere Rolle Jesus Christus in der Taufliturgie greifbar? 
    Verschiedene Anküpfungsmöglichkeiten möglich: Lesungstexte, Glaubensbekenntnis, Taufkerze, Taufkleid (Gal 3,27),...

Brief an den Täufling

Brief

Vielleicht muss das gar kein eigener Punkt am Taufelternabend sein, aber vielleicht ergibt es sich, die Eltern und Pat:innen zu ermutigen, ihre persönlichen Gedanken, Hoffnungen und Wünsche für den Täufling anlässlich der Taufe zu Papier zu bringen. Im Brief können die Gedanken und die Impulse der Tauf(eltern)katechese ihren Platz finden - müssen aber nicht. Der Brief (oder ein Ausschnitt daraus) kann - wenn von allen Beteiligten gewünscht - auch einen Platz im Taufgottesdienst finden. Oder er ist tatsächlich ein persönlicher und intimer Brief, den das zu taufende Kind später einmal bekommt.

Innere Landkarte

I-Lamndkarte

Eltern stehen durch das neue Kind in einem neuen Lebenskontext. Das Zusammenkommen mit anderen Eltern kann deswegen auch die Chance bieten zum Austausch, wie es anderen in dieser Situation geht. Die große „Innere Landkarte“ von lauf-rat.de lädt zum Wandern, Entdecken und Verweilen ein. Sie unterstützt auf spielerische Weise die Selbstreflexion: „Wo stehen wir gerade? Woher komme ich? Wo will ich hin? Welche Wege tun sich auf?“

Die Landkarte (bestellbar als robuste LKW-Plane unterstützt Einzelpersonen, Paare und Gruppen, sich behutsam und doch sichtbar zu positionieren. Befindlichkeiten und Abstraktes werden bildlich, leicht und humorvoll ins Wort gebracht – und damit kommunizierbar. 

Damit bietet die Landkarte eine hervorragende Gelegenheit in der Lebenswelt der Eltern zu starten. Ausgangspunkt ist dasLeben und derzeitige Lebenssituation von jungen Familien:

  • Wo verorten sich Eltern und/oder Paten (in ihrer neuen Lebenssituation)?
  • Was ist gerade ein Sehnsuchtsort?

Die Landkarte kann dann aber auch genutzt werden, um das Kind, dessen Taufe vorbereitet wird in den Blick zu nehmen.

  • Welchen Weg durchs Leben wünschen wir ihm?
  • Auf welcher Etappe ist Taufe verortet?
  • Welche Stationen soll es auf alle Fälle kennenlernen?
  • An welchen Stellen freuen wir uns, es zu begleiten?
  • Wo haben wir Respekt oder ggf. auch Sorgen?

Anregt durch die Landkarte können Eltern und/oder Paten im Anschluss einen Reisebegleitbrief für ihr (Paten-)Kind schreiben. Der Brief kann das Kind später (bei der Firmung oder zum 18. Geburtstag) dann auch wirklich bekommen. 

Taufvorbereitung mit den "Perlen des Glaubens"

Perlen-des-Glaubens

Die "Perlen des Glaubens" wollen ermöglichen, Glauben zu begreifen, beten zu lernen und religiös sprachfähig zu werden. Sie finden in vielen katechetischen Zusammenhängung Verwendung, um anhand der verschiedenen Größen und Farben der Perlen Glauben ins Gespräch zu bringen. Dass damit auch in der Taufvorbereitung gearbeitet werden kann zeigt ein Beispiel aus dem Erzbistum Köln. Dort werden anhand der verschiedenen Perlen Stationen aufgebaut, die Taufeltern und Pat:innen durchlaufen können und ihre eigene Glaubenskette erstellen können. Mehr im Bericht auf der Seite "Forum Katchese".

Zum Hintergrund der Perlen sei auf einen Artikel auf katholisch.de verwiesen. Materialien zu den Perlen des Glaubens sind hier bestellbar.

Symbole der Taufe

Wasser

Zusammenstellung von Symbolen der Taufliturgie (Wasser, Chrisam, Taufkerze, Taufkleid, Effata-Ritus (Salz)) mit kurzer Deutung. Entstanden als eine Ergänzung zu "Im Kreuz ist Leben" (Baustein E3 bzw. E5) aus "Wir möchten, dass unser Kind getauft wird", kann aber auch anderweitig eingesetzt werden.