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Dein Weg zur Firmung!

Die Firmung ist eine wichtige Wegmarke im Leben von katholischen Christ:innen. Sie sollte nicht beiläufig passieren, sondern eine bewusste Entscheidung sein. Deswegen ist ein wichtiges Ziel der Vorbereitung deine bewusste Entscheidung, ob du dich firmen lassen möchtest. 

Irgendwann zwischen 14 und 16 Jahren wird deine Pfarrei dich zur Firmung einladen. Die Vorbereitungswege sehen je nach Pfarrei und den Gegebenheiten vor Ort sehr unterschiedlich aus. Die Zusammenstellung auf dieser Seite will Anregungen geben wie du ergänzend zu den Angeboten vor Ort die Vorbereitungszeit für dich gestalten kannst - und für dich zu einer guten Entscheidung kommen willt, ob du dich firmen lassen möchtest oder auch nicht. Es sind bewusste ganz unterschiedliche Anregungen. Vielleich ist auch etwas für dich dabei. Probiere es gerne aus...

Auf die Ohren - Podcasts

Es gibt zu (fast) allen Themen Podcasts - natürlich auch zum Glauben. Hier ein paar Podcasts, die vielleicht spannend sein könnten. Die Meinungen und Perspektiven sind bewusst vielfältig - im besten Fall findest du jemand mit dem du dich auch über vielleicht kontroverse Fragen austauschen kannst.

  • Lebensfragen - Podcastserie unseres Bischofs mit ganz unterschiedlichen Gästen und Themen
  • Einfach beten! - In kurzen, täglichen Episoden betrachtet dieser Podcast Bibeltexte, um Gottes Botschaft für den persönlichen Alltag greifbar zu machen. Verschiedene Musiktitel und anleitende Fragen helfen, sich auf das Thema einzustimmen und lassen Raum für Reflexion und persönliches Gebet. Er ist ein Angebot der Jesuiten.
  • Das elfte Gebot - Linus trifft einmal im Monat auf ganz verschiedene Gläubige und fragt aus der Perspektive eines Jugendlichen: Was glaubst du? Der Podcast möchte herausfinden: Wie gestalten gläubige Menschen ihren Alltag? Was treibt sie um? Was lässt sie zweifeln? 
  • Schöner glauben - ein wöchentliches Format mit vielfältigen Einblicke in progressive christliche Themen und dem Versuch herauszufinden, wie Glaube heute schön sein kann.
  • Hossa Talk - beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Christsein in einer komplexen, widersprüchlichen und manchmal chaotischen Welt leben lässt – tiefgründig, witzig und hemmungslos ehrlich.

Natürlich gibt es noch viele weitere christliche Podcasts - einige davon hat katholisch.de zusammengestellt..

#Glaube auf Social Media

Natürlich gibt es Glauben auch im Digitalen. Auf Instagram oder auch auf TikTok findet sich vielfältiger christlicher Content. Vielleicht folgst du einem Account für eine gewisse Zeit und schaust mal, ob dir Account hilft, dich mit dem Glauben zu beschäftigen.

Ein paar mögliche Beispiele: @faithpwr // @da_zwischen // @diokirche_krefeld // @barfuss.und.wild // @alpha.oh.mega // @kira_beer // @um.gotteswillen // @lisa_quarch 

Achtung: Christlicher Content ist sehr vielfältig - auch theologisch fragwürdige oder fundamentalistische Position sind immer wieder zu finden. Am besten suchst du dir eine Gesprächspartner:in zum Austausch über einzelne Fragen oder kontroverse Positionen.

Bücher und mehr

Du bist eher ein Bücherwurm? Kein Problem. Auch hier gibt es allerhand Bücher, die dir helfen können, dich mit deinem Glauben auseinanderzusetzen. Ein paar ausgewählte Beispiele:

 

Firmapp

Das Bonifatiuswerk hat 2023 eine Firm-App veröffentlicht - so aufgebaut, dass man damit und darüber die ganze Firmgruppe einbinden kann, Treffen organisieren kann und vieles mehr. Aber auch wenn sie vor Ort dafür nicht genutzt wird, enthält sie inhaltliche Anregungen, die zur Vorbereitung auf die Firmung spannend sein können. Sie kann in den App-Stores kostenlos heruntergeladen werden.

Alltagsprojekte

Die Vorbereitung auf die Firmung ist eine hoffentlich spannende Zeit und auch eine Gelegenheit mal Dinge auszuprobieren, die man sonst vielleicht nicht tun würde. Vielleicht hast du Lust, mit kleinen Alltagsprojekten zu experimentieren.

Hier ein drei mögliche Experimente und Ideen für kleine Rituale im Alltag:

  • Stadtpause - Ein Spiel zum Entdecken deiner Stadt, ideal für eine kurze Bewegungspause zwischen Schulstunden oder in einer Lernpause.
  • Eine Viertelstunde - jeden Abend. Das war für Ignatius von Loyola, einem inspirierenden Mensch und Gründer der Jesuiten, die wichtigste Zeit am Tag. Diese Zeit hat er genutzt für einen ritualisierten Tagesrückblick. Diese Form inspiriert Menschen bis heute. Vielleicht ja auch dich?
  • Immer dabei - am Handgelenk oder in der Tasche: Die Perlen des Glaubens. Ein Gebetsarmband zum Entdecken und Vertiefen...

 

Nicht allein unterwegs sein - Wegbegleiter:in suchen

Lichterkette weitergebn

Christ ist man nicht allein. Die Gemeinschaft war für Christen schon immer ein ganz wichtige Rolle gespielt. Auch die Tradition der (Tauf- und Firm-)Patinnen und Paten knüpft daran an. Es tut gut, wenn Menschen mit uns auf dem Weg sind. Vielleicht ist die Firmvorbereitung auch Gelegenheit sich auch gezielt mit dem Taufpat:in auseinanderzusetzen Vielleicht auch jemand neues - Firmpate. Oder auch eine ganz andere Bezugsperson, die mit dir unterwegs ist..

Deine Playlist im Fokus

Welche Lieder laufen bei dir hoch und runter? Schau oder hör deine Playlist mal mit folgenden Anregungen durch: 

Suche in deiner Playlist einen Song ...

  • der dir Hoffnung macht, wenn es schwierig wird.
  • der von Freundschaft, Liebe oder Zusammenhalt spricht.
  • der ausdrückt, wonach du dich sehnst.
  • der Mut macht, deinen eigenen Weg zu gehen.
  • bei dem du das Gefühl hast: "Das bin ich."
  • der von einer Welt träumt, wie sie sein könnte.

Was erzählen die Songs von deinem persönlichen Glauben? Tausch dich mit anderen über ihre Lieblingslieder aus und was das über ihren Glauben aussagen kann...

Dein Glaubensbekenntnis

Das Credo - das Glaubensbekenntnis - ist ein alter Text. Wir leihen uns bis heute diese alten Worte, um den Kern unseres Glaubens zu bekennen. Die alten Sätze haben große Kraft und Tiefe. Wir laden dich ein, hinter die überlieferen Worte und Phrasen zu schauen. Schreibe dein eigenes Credo - aber ohne die gängigen Begriffe wie Gott, Jesus, Kirche, Glaube, Christ, Religion, Heiliger Geist, Himmel,...

Die Herausforderung besteht darin, zu beschreiben, was dir wichtig ist, ohne die üblichen religiösen Begriffe zu verwenden.

Mögliche Schritte
1. Nachdenken
Vervollständige zunächst einige Sätze: Ich vertraue darauf, dass ... / Ich hoffe, dass ... / Ich wünsche mir eine Welt, in der ...
Ich staune über ... / Ich glaube, dass Menschen ... / Ich kann nicht leben ohne ... / Ich möchte einmal sagen können ...

2. Entscheiden
Wähle 5 bis 10 Aussagen aus, die dir besonders wichtig sind.

3. Formulieren
Schreibe daraus dein persönliches Credo. Du kannst die Sätze unterschiedlichen beginnen: Ich glaube ... / Ich vertraue darauf ... / Ich hoffe ... / Ich bin überzeugt ... / Für mich zählt ... / Ich wünsche mir ...

4. Vergleichen
Lege deinen Text mal neben das "Credo". Welche Aussagen oder Überzeugungen klingen findest du in beiden Texte? Welche Unterschiede gibt es?