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Schön, dass du dich für die Firmung interessierst!

FAQs Firmung

Das Wort "Firmung" kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt so viel wie "Bestätigung" oder "Bekräftigung". Auf der Übersichtsseite findest du sechs verschiedene Aspekte, was Firmung bedeutet.

Gefirmt werden kann, wer bereits getauft ist und „unterrichtet und recht disponiert ist und die Taufversprechen zu erneuern vermag“ (Kirchenrecht: can. 889, § 2 CIC/1983), so steht es im sogenannten Kirchenrecht. Eine Altersangabe findet sich hier nicht. Ursprünglich war die Firmung Teil der Tauffeier von Erwachsenen und kein eigenes Fest. Als immer mehr Kinder getauft wurden hat sich die Firmung nach hinten verschoben. Heute wird sie meist im Jugendalter gefeiert. Im Bistum Mainz findet die Firmung in der Regel zwischen 14 und 16 Jahren statt.

Der Firmung geht meist ein mehrmonatiger Vorbereitungsprozess in der Gemeinde oder ein intensiver Kompaktkurs voraus. In aller Regel werden die Jugendlichen dafür von den Gemeinden angeschrieben und eingeladen. Wenn du zur Firmung gehen willst, aber noch nichts von deiner Gemeinde gehört hast, fragst du am besten in deiner Gemeinde nach, wann der nächste Firmkurs beginnt und an welches Alter sich das Angebot richtet. Beim Pfarreifinder kannst du schauen, welche Gemeinde zuständig ist.

Wenn du jetzt das Sakrament der Firmung noch nicht empfangen willst oder kannst, ist das kein Problem. Die Firmung kann man auch später nachholen - zum Beispiel bei der Erwachsenenfirmung im Mainzer Dom.

Deine:n Patin bzw. Paten darfst du dir selbst aussuchen. Sie bzw. Er soll dich auf deinem Lebens- und Glaubensweg begleiten und unterstützen. Weil sie damit auch eine besondere Aufgabe übernehmen, legt das Kirchenrecht einige Rahmenbedingungen fest (vgl. can. 893 bzw. 874 CIC/1983).

  • Firmpat:innen müssen katholisch getauft und selbst gefirmt sein und dürfen nicht aus der Kirche ausgetreten sein.
  • Die Eltern dürfen das Patenamt nicht übernehmen. Außerdem sieht das Kirchenrecht ein Mindestalter von 16 Jahre vor.
  • Das Kircherecht empfielt, die Taufpatin bzw. den Taufpaten zu fragen.

Wenn sich aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis niemand bereit erklärt, den Dienst zu übernehmen, kann gegebenenfalls auch ein Mitglied der Kirchengemeinde das Patenamt übernehmen.

Wichtig: Die Firmung hängt nicht daran, ob du jemand als Firmpat:in findest oder nicht. Die Firmung kann auch ohne Patin bzw. Pate stattfinden.

Bei der Firmung ist deine persönliche Entscheidung gefragt, du selbst sagst "JA" zum christlichen Glauben und zur Gemeinschaft der Christ:innen in der römisch-katholischen Kirche. Um eine gute Entscheidung treffen zu können, brauchst du Informationen, Wissen, Antworten auf Fragen, die dich bewegen - wahrscheinlich auch den Austausch mit anderen. Dazu bietet dir die Vorbereitungszeit (Firmkatechese) Gelegenheit. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen kannst du dich mit deinem Glauben und dem Glauben der Kirche auseinandersetzen.

Viele Gemeinden unterscheiden zwischen der Anmeldung zum Firmkurs und der Anmeldung zur Firmfeier. Bis zum Ende der Firmvorbereitung kannst du so frei und in Ruhe überlegen, ob und warum du dich firmen lassen möchtest.

Die Verantwortung der Vorbereitung liegt in den Gemeinden. Deshalb gibt es sehr unterschiedliche Wege und Formate, um sich auf die Firmung vorzubereiten. Wenn du wissen willst, wie es bei dir in der Gemeinde aussieht, schaust du am besten mal auf der Homepage der Pfarrei nach oder fragst in der Pfarrei nach.

Beim Pfarreifinder kannst du schauen, welche Pfarrei zuständig ist.

Die Firmung selbst wird in einem Gemeindegottesdienst (in der Regel im Rahmen einer Eucharistiefeier) gespendet. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das persönliche Glaubensbekenntnis der Firmlinge, das "Gebet des Bischofs über die Firmlinge" und die Salbung mit Chrisamöl unter Auflegung der Hand. Dabei spricht der Bischof die Formel: "N.N. [Name des Firmlings], sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist".

Zunächst wird der Bischof dich nach deinem Namen fragen. Dann legt er dir die Hand auf den Kopf und zeichnet mit Chrisamöl ein Kreuz auf deine Stirn. Diese Geste der Handauflegung ist ein Zeichen der Segnung und der Beauftragung. Es symbolisiert die Zusage Gottes für dich: Du bist geliebt, du bist gesegnet, du bist beschützt, du gehörst zu mir und Gottes Heilige Geistkraft wirkt in dir und deinem Leben. Chrisam ist ein besonders duftendes Öl, das auch schon bei der Taufe eine wichtige Rolle spielt.

Viele Gefirmte laden nach der Firmung im Anschluss an den Gottesdienst zu einer kleinen Feier im Freundes- und Familienkreis. Das ist kein Muss, kann dem Tag aber noch einen schönen, sehr individuellen Rahmen geben.

Die Entscheidung liegt natürlich bei dir. Bei der Auswahl solltest du bedenken, dass du dich in deiner Kleidung wohlfühlst und dich frei bewegen kannst gleichzeitig aber auch, dass die Feier der Firmung ein wichtiges Fest ist und sich die Wichtigkeit der Feier auch an Dingen wie Kleidung zeigt.

In den ersten Jahrhunderten nach Christus taufte und firmte der Bischof als geistlicher und offizieller Leiter eines Bistums die sogenannten Katechumenen (Taufbewerber:innen) selbst und spendete in diesem Rahmen auch die Firmung. Als im Laufe der Zeit die Gemeinden und Bistümer immer größer worden, beauftragte der Bischof seine Pfarrer und Diakone mit der Spendung der Taufe, die Firmung blieb jedoch ihm selbst vorbehalten - bis heute. Damit wird deutlich, dass die Gemeinden vor Ort immer auch eingebunden sind in die Kirche im Bistum Mainz und auch in die Weltkirche.

Weil der Bischof nicht alle Firmungen selbst übernehmen kann, benennt er auch Vertreter, die diese Aufgabe in seinem Namen übernehmen. Im Bistum Mainz sind das in der Regel die Mitglieder des Domkapitels, dem Leitungsteam des Doms. In vielen Gemeinden ist es üblich, dass es im Vorfeld der Firmung ein Treffen zum Kennenlernen des Firmspenders gibt.

Natürlich. Wenn du jetzt das Sakrament der Firmung noch nicht empfangen willst oder kannst, ist das kein Problem. Die Firmung kann man auch später nachholen - zum Beispiel bei der Erwachsenenfirmung im Mainzer Dom. Aber auch andere Optionen sind möglich. Am besten wende dich an den Pfarrer oder andere pastorale Mitarbeitende, wenn du dich firmen lassen willst.